Beim Pfunderer Bauern in Villanders wurde einst ein Ochse wild und riß aus. Als man ihn nach langem Suchen in den Knotten auffand, sah man, daß er mit den Hörnern pures Gold aus dem Boden gescharrt hatte. Da fingen die Villanderer an zu „knappen". Es standen ihnen aber nur Eichenkeile zur Verfügung, da sie des Eisens noch unkundig waren.
Der ganze Villanderer Berg ist von Erzgängen untergraben. Einer von denselben reicht vom Pfunderer Berg bis unter die Villanderer Kirche.
Auf dem „Toten" auf der Villanderer Alm liegen 3 Seen. Einer ist grün, einer schwarz und einer gelb. Am Grunde des letzten liegt reines Gold. Von Seeb, auf der Alm, läuft eine Goldader nach Säben. Dieselbe ist so dick wie ein Hektoliterfaß.
Quelle: Hans Fink, Eisacktaler Sagen, Bräuche und Ausdrücke. Innsbruck 1957 (=Schlern Schriften 164), S. 274 (mdl.)
Zitiert in: Gerhard Heilfurth, Bergbau und Bergmann in der deutschsprachigen Sagenüberlieferung Mitteleuropas, Band 1 - Quellen, Marburg 1967, Nr. 81, S. 278, "Zufälliger Fund durch Tiere".