| Wasserspeier und Neidköpfe | |
| © Claudia Ruppitsch | |
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Einführung Ein Wasserspeier ist ein "Wasserablauf als Rinne, Rohr oder ausgehöhlte Figur an der Dachrinne" (WB Architektur: 140) von Sakral- und Profanbauten, der das angesammelte Wasser von der Mauer wegleitet und damit das Gebäude vor Wasserschäden schützt. Wie Janetta Rebold Benton in "Holy terrors. Gargoyles on Medieval Buildings" (1997) ausführt, sind Wasserspeier in Westeuropa stark verbreitet und unter verschiedenen Namen bekannt:
Der Begriff "Gargoyle" wird unrichtigerweise für weitere Skulpturen an den Außenmauern von mittelalterlichen Gebäuden verwendet, die den Wasserspeiern zwar ähneln, jedoch nicht deren Funktion ausüben. Korrekterweise werden diese Figuren Grotesken oder Chimären genannt. (Rebold Benton 1997: 9f) Als Erklärung für den Namen "Gargouille", die Fähigkeit, Wasser zu speien und die körperliche Form wird manchmal das französische Märchen vom Drachen La Gargouille genannt:
Geschichtliche Entwicklung Das Konzept, Regenwasser über einfache Rohre oder in Form
von Tierköpfen vom Dach abzuleiten, ist seit der Antike bekannt.
In Griechenland beispielsweise waren löwenkopfförmige
Wasserspeier als Dachterrakotten an frühen dorischen Tempeln
angebracht (Hundeköpfe wurden bei Artemistempeln aus dem 4.
Jahrhundert v. Chr. gefunden). Dieser Bauschmuck, später in
Stein ausgeführt, findet sich ebenfalls in der römischen
Kunst. (Vgl. Boardman u. a. 1992, 25 u. 31) Mittalterliche Handwerkstechnik Die Bildhauer schufen ihre steinernen Werke gewöhnlich nicht in situ in Dachhöhe, obwohl diese Vorgangsweise bisweilen nötig war, um Schäden beim Anbringen aufwendiger Skulpturen zu vermeiden. Gearbeitet wurde ganzjährig im Freien, in Werkstätten und Dombauhütten. Die sichtbare Gestalt des Wasserspeiers ist der vordere Teil eines großen Steinblocks, dessen hinterer Teil zur Stabilisierung des Ganzen in der Mauer verankert wurde. Es wird angenommen, dass die mittelalterlichen Handwerker ähnliche Vorgangsweisen wie die heutigen pflegten und Werkzeuge wie Holzhammer, Meißel, Feile und Zirkel benutzen. Ihre Ideen entwickelten sie womöglich an Ton- oder Gipsfiguren, bevor die Grundform grob aus dem Stein (Kalkstein oder Marmor) gehauen wurde. Anschließend erfolgten die Feinarbeiten; das Abschleifen verfeinerte die Form und schuf eine Oberfläche, die den Stein schützte, wobei dieser über die Jahre auch abhärtete. Weil die Betrachtenden von weit unten kaum Details erkennen konnten, wurden lange, klare Formen geschaffen, unterhöhlt, um Schatten zu erzeugen, Gesichtszüge und Ausdruck übertrieben bis zur Karikatur. Der Rücken der Figuren wurde zu einem Halbrohr geformt und teilweise mit Blei ausgeschlagen bzw. wurden kurze Rohre aus Eisen oder Blei (lange Rohre aus Gusseisen, die nicht im Mittelalter hergestellt wurden, sind eine spätere Ergänzung) in die Mäuler gesteckt. Abschließend sind die schweren Blöcke vorsichtig mit Winde und Flaschenzug in ihre endgültige Position am Gebäude hochgezogen und bei Bedarf retuschiert worden. Nach dem Aufkommen der Abflussrohre wurden die nun funktionslosen Wasserspeier scharenweise abgebaut. Die Münder der Überlebenden wurden mit Beton oder ähnlichem versiegelt. (Rebold Benton 1997: 16-18; Vgl. Schymiczek 2006: 13) Erscheinung und symbolische Bedeutung Regina Schymiczek untersucht in "Höllenbrut und Himmelswächter.
Mittelalterliche Wasserspeier an Kirchen und Kathedralen" (2006)
Motive und Bedeutungen. Die beachtliche Vielfalt an mittelalterlichen
Wasserspeiern lässt sich in drei Motivgruppen unterteilen,
in Tiere, Fabelwesen und Menschen. Einheimische
und exotische Tiere wurden bevorzugt abgebildet. Populär waren
antike Motive, wie der Löwe, der ambivalent "als Symbol
Gottes oder des Teufels" (2006, 31) gesehen werden kann oder
der Hund, der ambivalente Bedeutung als "Wächer des Hauses
und Helfer beim Hüten der Tiere oder bei der Jagd" versus
"Verkörperung von Dämonen" genoss (Ebd., 21).
Der Wolf ist Raubtier und Bestie (Ebd., 22). Ziegenbock, Widder
und Stier sind antike Kult- und Opfertiere. Das Christentum übertrug
"die Attribute des Ziegenbocks – Bart, Hörner und
gespaltene Hufe – auf den Teufel" (Ebd., 38). Hörnern
wird generell apotropäische Kraft zugeschrieben. Der Affe "war
im Mittelalter häufig Begleiter der von der Kirche als Teufelshelfer
verurteilten musizierenden Spielleute. [...] Darüber hinaus
wurden die körperliche Ähnlichkeit des Affen mit dem Menschen
und sein Nachahmungstrieb als Übertretung der gottgegebenen
natürlichen Hierarchie und als Zeichen der Heuchelei gesehen,
was ihn ebenfalls zum Symbol des Bösen und des Teufels machte"
(Ebd., 51). Überwiegend negative Konnotationen genoss das Schwein,
ebenso ein antikes Kult- und Opfertier. Im Christentum wurde es
allegorisch den "wankelmütigen Gläubigen, die sich
trotz Läuterung immer wieder den weltlichen Sünden hingeben,
so wie das Schwein sich wieder im Schlamm wälzt, wenn es gerade
aus der Schwemme kommt", gleichgesetzt. Es galt als "Sinnbild
für Gier und Unmäßigkeit und verkörperte damit
eine der Sieben Todsünden" (Ebd., 57). Wasserspeier in
Form eines Pferdes sind seltener anzutreffen (Rosshäupter als
Neidstangen siehe unten). Unbedeutendere Motive waren Hirsche, Katzen
und Hasen. Den Bildhauern des Mittelalters wird mitunter künstlerische
Freiheit in der Gestaltung ihrer Figuren vorgeworfen. Dagegen spricht
einerseits, dass Wasserspeier an kirchlichen Gebäuden gleichzeitig
mit anderen Kirchenskulpturen entstanden. Die Geistlichkeit war
sich der Kunst, in die sie Gelder investierte, sehr bewusst. (Rebold
Benton 1997: 23) Andererseits weist Schymiczek auf folgenden Brauch
hin: "Der Steinmetz, dessen Werk für nicht gut genug befunden
wurde, musste dieses nicht nur begraben und Lohnabzug hinnehmen,
er musste für seine Kameraden auch noch einen 'Leichentrunk'
ausrichten [...]. Angesichts der damit verbundenen Kosten wird die
Bereitschaft der Steinmetze, die eigene Phantasie ungehindert in
ihre Arbeit einfließen zu lassen, sehr gering gewesen sein."
(2006: 129) Die symbolische Bedeutung der Wasserspeier ist nicht gänzlich
geklärt. Es liegen keine Schriftquellen aus dem Mittelalter
und den nachfolgenden Epochen vor – die Figuren müssen
also für sich selbst sprechen. Die mittelalterliche Akzeptanz
bzw. Vorliebe für Mehrdeutigkeiten sorgt dabei noch heute für
Verwirrung. Gegen eine Verwendung als Erziehungsmaßnahme spricht
die Verschiedenartigkeit und Fantastik der Skulpturen – um
didaktisch zu funktionieren, muss die visuelle Metaphorik sofort
klar sein. (Rebold Benton 1997: 21f) Um als Warner vor dem Bösen
und der Sünde zu fungieren, befinden sich die meisten Speier
zudem in einer Höhe, in der sie vom Boden aus kaum sichtbar
waren. (Schymiczek 2006: 129) Gegen die Verwendung als religiöse
Bildung der Öffentlichkeit spricht das Anbringen von Wasserspeiern
an profanen Bauwerken. In der mittelalterlichen Besorgnis, was Sünde
und Heil betrifft, sieht Rebold Benton einen Schlüssel zur
Bedeutungserklärung von mittelalterlichen Wasserspeiern. Sie
hält es für möglich, dass Gargoyles als Wächter
an den Kirchenaußenmauern angebracht wurden, um den Teufel
abzuwehren. Dazu wurden die Gestalten so scheußlich wie möglich
gestaltet (weitere Abwehrdeutungen siehe unten). Oder anders interpretiert,
könnten die Gargoyles selbst Sinnbilder des Bösen gewesen
sein, die außerhalb der Kirche lauerten, weil die Sicherheit
der Gläubigen nur innerhalb der Kirche gegeben war. Als weiteren
Erklärungsversuch führt sie die Möglichkeit an, dass
Gargoyles (besonders die humorvollen) schlicht zur Unterhaltung
der Bevölkerung dienten – wie die Monster, die heute
Steven Spielberg oder Stephen King entwerfen. (Rebold Benton 1997:
24-33)
Eine Wach- und Schutzfunktion der Wasserspeier verbindet Schymiczek mit dem "Konzept des Himmlischen Jerusalems, dessen Abbild der Kirchbau ja darstellen soll". Die Speier können "als Wächter der heiligen Stadt angesehen werden, wie es bei Jesaja 62,6 zu lesen ist: 'Über deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt'." In der Verarbeitung von wichtigen regionalen Ereignissen, wie Kriegen oder Rassismen, in Form von Wasserspeiern sieht sie einen "visuellen sozialen Kommentar, der die Darstellung und Abwehr lokaler Ängste der Zeit in das übergreifende Konzept des Himmlischen Jerusalems integriert" (Schymiczek 2006: 131f). Im Folgenden sollen neuzeitliche Wasserspeier aus Metall näher besprochen werden. Martin Scharfe, der "Neidköpfe im Remstal" (1957/58) in Baden-Württemberg, Nähe Stuttgart, untersucht, findet dort Wasserspeier aus Blech und führt sie wegen der Beziehung zum Gebiet der Neidköpfe, die er sieht, ebenfalls an. Er dokumentiert fisch- und drachenartige Fabelwesen, die für ihn nicht in der Tradition ihrer mittelalterlichen Vorgänger stehen, und die in wiederkehrenden Einzelformen mit weit geöffnetem (gezähntem) Maul, langer Zunge, (widerhakenähnlichen, gezackten, geäderten) Flossen bzw. Flügeln, mit Krone oder sonstigem Zierrat auf dem Kopf sowie mit geringeltem (Fisch-)Schwanz erscheinen. (1957/58: 176-178) In Innsbruck bzw. Nordtirol sind heute vornehmlich Exemplare aus dieser Gruppe der Wasserspeier zu finden, an den Ablaufrinnen von Sakralbauten aus der Zeit der Spätgotik, Renaissance, des Barock und Rokoko ebenso wie an Profanbauten des 18. bis 20. Jahrhundert (siehe Foto-Dokumentation). Das Alter der Bauten stimmt nicht immer mit dem Alter der Speier überein. Teilweise wurden sie nachträglich angebracht bzw. im Lauf der Zeit erneuert (beispielsweise im Zuge von Barockisierungen). Um der Frage nach ursprünglichen Bedeutungen nachzugehen, soll zuerst ein Blick auf Neidköpfe geworfen werden, da diese auch meines Erachtens im Kontext durchaus von Interesse sind. Ein Neidkopf ist eine Fratze aus Holz oder Stein an Fassaden, Fenstern, Giebeln oder Eckbalken von Sakral- und Profanbauten, ferner an Säulen und Stadtmauern (siehe Foto-Dokumentation). Die fratzenhaften Gesichter drücken Schrecken, Grauen, Zorn, Wut, Abscheu oder Spott aus. Diese Regungen werden bildlich dargestellt, beispielsweise mit schreckhaft aufgerissenen Augen und zum Schrei geöffneten Mund. Der Blick kann weiters starr, stechend, zornentbrannt oder lauernd-drohend sein, die Zähne gebleckt und das Haar wirr. Eine herausgestreckte Zunge hat aggressiven Charakter und ist für ihre apotropäische Wirkung bekannt. Das Wort "Neid" bedeutete im älteren deutschen Sprachgebrauch allgemein "Feindschaft jeder Art" und wurde in Tirol einst mit "Zauber" gleichgesetzt. Die Menschen in vorindustriellen Zeiten wussten sich gegen Feinde mit Abwehrzauber, wie der Anbringung einer Schreckfratze, zu helfen. Als "Feind" wurden nicht nur persönliche oder übernatürliche Gegner bezeichnet, sondern alles, was dem Menschen feindlich gesinnt war, wie auch die Naturgewalten:
Köpfe von Tieren, zum Beispiel von Pferden und Rindern (auch von Fabelwesen, wie von Drachen), die heute noch als hölzerne Giebelzier an Profanbauten sichtbar sind (siehe Foto-Dokumentation), erinnern wiederum an Neidstangen, wie sie im altertümlichen nordgermanischen und skandinavischen Raum verwendet wurden. Die als zauberkräftig angesehenen Köpfe der (in der Schlacht gefallenen oder den Göttern geopferten) Pferde wurden abgeschnitten, auf eine Stange gesteckt und dem Feind (oder den bösen Geistern) zur Abwehr (oder zur Verhöhnung) entgegengestreckt. Martin Scharfe und Oswald Sailer stimmen überein, dass nicht allen Neidköpfen eine apotropäische Bedeutung zugesprochen werden kann. Sie unterscheiden zwischen "wirklichen Neidköpfen", wo in den Fratzen ein Ausdruck des Schreckens, des Dämonischen oder des Grauens erkennbar ist und "sinnleeren Schmuckformen". Der "Übergang vom magisch beinhalteten Gegenstand zum Schmuckgegenstand" vollzog sich entweder abrupt oder leise und unmerklich und lässt sich regional wie zeitlich schwer eingrenzen, wobei die Zeit der Aufklärung (18. Jahrhundert) gerne als Wendepunkt bezeichnet wird. (Vgl. Scharfe 1957/58: 170; Sailer 1980: 564; Erich/Beitl 1974: 592f; HDA, Bd. 6: Sp. 994-996) Um von den Neidköpfen wieder zu den metallenen Wasserspeiern
und ihrer traditionellen symbolischen Bedeutung zurückzukommen:
Die Vorstellung vom Drache "als Symbol des männlichen
Prinzips und als glücksbringendes, mit dem Element des Wassers
verbundenes Wesen" ist aus dem ostasiatischen Raum bekannt.
(Erich/Beitl 1974: 145) Das traditionelle deutsche Drachenbild entspricht
allerdings der Gleichung "Drache ist gleich Schlange ist gleich
Teufel" (vgl. Schöpf 1988, 27-64). Dieses Bild formten
Kirchenmänner, wie Vincentius Bellovacensis, Konrad von Megenberg,
Martin Luther u. a., die biblische Schilderungen aus der Apokalypse,
"wo Leviathan als flüchtige und gewundene Schlange bezeichnet
wird, die Gott einst erschlagen werde, und wo ein 'Drache im Meer',
der dereinst erwürgt werden soll, erwähnt wird" (Ebd.,
29) mit antiken Mythologien und mittelalterlichen Legenden verbanden.
Johann Nepomuk Ritter von Alpenburg beschreibt das Aussehen der sagenhaften Tiroler Drachen wie folgt:
"Der Glaube an das einstige Dasein der Drachen hält fest", so Alpenburg weiter, "weil man in Kirchen den heiligen Georg mit dem Drachen so oft sieht; die reichen Bauern auch gerne dort, wo das Wasser vom Dache rinnt, mit besonderer Vorliebe einen Drachen anbringen lassen, welcher dasselbe weit heraus auf den Weg speit, und weil auch die Wappenbilder so viele Drachen enthalten. Wenn sich in den älteren Zeiten die Tiroler auszeichneten, und als Lohn mit einem Wappenschild belohnt wurden, fehlten selten der Adler - Tirols Symbol - und eben so wenig ein drachenartiges Thier." Das Krönchen auf dem Kopf einiger Drachen erinnert an Schlangenköniginnen
und –könige. Sagen zufolge soll die Krone von unermesslichem
Wert sein und Zauberkraft besitzen. (Vgl. entsprechende Sagen, auch
von "Krönlnattern",
auf SAGEN.at) Hinsichtlich des Fischmotivs hält Martin Scharfe die Zusammengehörigkeit von Wasser und Fisch für bedeutsam:
Für diese Theorie spricht meines Erachtens, dass der plastisch ausgeformte Fisch ein traditionell beliebtes Motiv der künstlerischen Gestaltung von Wasserauslässen an Brunnen ist. Der christlichen Symbolik, nach der Jesus als Fisch (griechisch "Ichthys") bzw. die Christen als Fische bezeichnet werden (vgl. Thiede 1998, 92-98), braucht im Kontext der Wasserspeier wohl eher keine Bedeutung beigemessen werden. Die Wasserspeier am Turm der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt im Stadtteil Amras stellen eine Besonderheit in Innsbruck (Tirol) dar. Es handelt sich um vogelartige Fabeltiere, die adlergestaltig und mit aufgestellten (Papageien-) Federn auf dem schweren Kopf mit hartem Schnabel an den sagenhaften Phönix erinnern. Wenn meine Vermutung stimmt: Der "göttliche Wundervogel" der Mythologie gilt im Christentum als Symbol der Auferstehung (vgl. Schöpf 1988, 120-133) und war in der Bevölkerung durch Sagen und Märchen präsent (vgl. dazu beispielsweise die Sage "St. Leonhard und der Vogel Phönix" von Dengg 1957: 59 oder das Märchen "Der Vogel Phönix, das Wasser des Lebens und die Wunderblume" von Zingerle 1854). Moderne Formen und Ausblick Wasserspeier wie Neidköpfe sind Teil unseres westeuropäischen kulturellen Erbes, auch wenn den traditionellen Formen in der heutigen Zeit kaum noch Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wasserspeier verdanken ihre Wiederauferstehung bzw. Neudefinierung im 20. und 21. Jahrhundert nicht zuletzt Romanen, Kinderbüchern und amerikanischen Filmen, in denen sie als Protagonisten auftreten. In Amerika wurden Wasserspeier als neugotische Architekturform vom 19. Jahrhundert an beliebt und sorgen heute (wieder) für Begeisterung:
Die Begeisterung für neue Formen und neue Formensprachen schwappte als neuerlicher Kulturtransfer über den Ozean wieder retour nach Europa. Hollywood brachte Gargoyles mit den Zeichentrickproduktionen "Der Glöckner von Notre Dame" (Disney Enterprises Inc. 1996) und "Gargoyles: The Goliath Cronicles" (Walt Disney Television Animation 1996) ins weltweite Bewusstsein:
Für den Tiroler Raum scheint Sterzing in Südtirol eine
Hochburg blecherner Wasserspeier zu sein, die als moderne Dekorationselemente
zum Einsatz kommen. Sie zieren fast jede Wasserrinne an den zahlreichen
Erkern der historischen Altstadt. Das Drachenmotiv ist, was seine
Beliebtheit betrifft, nach wie vor ein Dauerbrenner. Losgelöst
von traditionellen Motiven tauchen in Sterzing auch nicht-wesenhafte
Fantasieformen auf. (Beispiele aus Süd- und Nordtirol siehe
Foto-Dokumentation) Literatur: Digitale Verweise: Text, Layout und Aktualisierung der
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