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In Kooperation mit den Lokalen Bezirksblättern
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| Sagenwanderung Seefelder Plateau | |
| Sagenwanderung
von Seefeld zum Riesenhaus in Leithen
Mit der Bahn genießen wir das aussichtsreiche Panorama von
der Martinswand und fahren bis Seefeld. Dort können wir in der Pfarrkirche Oswald Milser's Hostienwunder, siehe die Überlieferung durch Zingerle, Grimm, Bader, nachspüren, die "Heiligblut-Kapelle" ist in der sehenswerten, gotischen Pfarrkirche integriert. Die Sage vom "Mittagsteufel" ist weniger bekannt und beruht auf einer wahren Begebenheit. Vom Kirchplatz weiter gehts zum berühmten Seekirchl, die Klosterstrasse oder auch der Maximilianweg führen beide zum Ziel. Das eigentliche wundertätige Kreuz, von dem schon Erherzog Leopold angetan war, existiert heute nicht mehr. Die Gründungslegende wurde aber bildlich umgesetzt. Zudem ist die vorhandene, fast lebensgroße Christusfigur welcher Haare wachsen sollen, mit einer Sage verbunden, . In der Senke, die wir südwärts durchschreiten, soll sich einst ein See mit Drachen befunden haben und wirklich wurden hier von Paläontologen Dinosauriervorkommen nachgewiesen. Am Wildsee entlang geht's weiter Richtung Reith-Leithen, dem Kampfplatz der Riesen Haymon und Thyrsus zu. Das Thyrsenblut (Steinöl, Ichtyol) wird heute noch in der Seefelder Maxhütte industriell abgebaut, das Werk ist aber nicht frei zugänglich.
Sagenwanderung Seefeld - Reith Unser Weg führt uns vorbei an Wildgehegen, die Rehe und Hirsche können mit angebotenen Mais gefüttert werden. Wir kommen zum "Gstoag", wo schon in der Sage Bauern von Katzen verfolgt wurden. Den alten Holzbildstock von 1611 konnten wir nicht mehr ausfindig machen, er wurde aus Dank einer Kindesauffindung aufgestellt.
Eindrücke Reith Nach etwa 2 Stunden Gehzeit erreichen wir Reith, ein Dorf, das
im 2. Weltkrieg tragische Ereignisse durchmachen musste. Die Bombardierungen
im März, April 1945 hatten es dem Erdboden fast gleichgemacht.
Der Künstler Johann Obleitner, 1893 in Absam bei Innsbruck
geboren,wählte Reith (Leithen) als Alterswohnsitz und so ist
es nicht weiter verwunderlich, zahlreiche Arbeiten von ihm hier
vorzufinden. So zum Beispiel die Türen der Pfarrkiche, auf
denen der Kampf
der Riesen, umrahmt von einem Drachen, dargestellt ist.
"Sunnroan Weg"
Der "Römerstein" Wir erreichen Leithen, vorbei an einem alten Bienenhaus und der
Magnuskapelle und erahnen schon aus einiger Entfernung das
Riesenhaus. Haymon mit Schwert und Rüstung, Thyrsus riß
sich zur Verteidigung eine Birke aus. Das Fresko stammt aus 1537,
eine Aufschrift beschreibt den Riesenkampf, rechts sehen wir zwei
Wappen, das Bindenschild und der Tiroler Adler. Vergessen Sie nicht
sich auch die Westfassade anzuschauen! Wer noch Lust und Laune hat kann über den Leithener Wiesenweg nach Reith zurückkehren, die Pestsäule von 1637 ist ebenfalls sehr sehenswert. Ansonsten kehren wir um zum Leithener Bahnhof und beenden unsere Wanderung, die vielleicht lang, aber ohne Steigungen ist.
Volkskunst-Wandbild Diese Wanderung ist familienfreundlich, die Wege sind breit, gut beschildert und führen abwärts. Je nach körperlicher Verfassung kann in Seefeld, Reith und Leithen der Zug stündlich bestiegen werden. Es gibt mehrere Einkehrmöglichkeiten. Eine Aufmunterung noch für die Heimfahrt: Die "Amashexen"
aus der Region brachten die Ameiseneier als Vogelfutter zum Innsbrucker
Markt und gingen am selben Tag retour
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