| Wallfahrt: | Mariahilf-Wallfahrt zum Zingger Gnadenbild |
| Status: | Lebendige Wallfahrtskirche mit überpfarrlicher Bedeutung |
| Kultzentrum: | Mariahilf-Gnadenbild nach dem berühmten Cranach-Bild im Innsbrucker Dom |
| Ort: | Zinggen, Brixen |
| Bezirk: | Eisacktal |
| Bundesland: | Südtirol |
| • | Lage: Brennerstraße 40, 39042 Brixen (Bressanone). |
| • | Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Südtirol |
| • | Ansicht in Street View |
| • | Pfarre: Pfarrei Brixen |
| • | Öffnungszeiten: Die Kirche ist gewöhnlich tagsüber zugänglich. Für einen gezielt geplanten Besuch empfiehlt sich dennoch eine Kontrolle der aktuellen Zugangszeiten. |
| • | Bilddokumentation |
| • | Ausführliche Beschreibung |
Am nördlichen Rand der alten Bischofsstadt Brixen liegt im Stadtteil Zinggen die kleine Wallfahrtskirche Maria Hilf. Äußerlich wirkt das Gotteshaus gegenüber den großen Kirchen Brixens beinahe unscheinbar, doch verbirgt sich hinter ihm eine reiche Geschichte barocker Marienverehrung. Mittelpunkt ist das "Zingger Gnadenbild", eine Nachbildung des berühmten Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach dem Älteren im Innsbrucker Dom. Über Jahrhunderte wurde Maria hier um Hilfe und Trost angerufen; eine außergewöhnlich große Skapulierbruderschaft, Votivgaben, Wallfahrer und die bis heute bestehende besondere Beziehung von Brautpaaren zum Gnadenbild zeugen von der weit über eine gewöhnliche Filialkirche hinausreichenden religiösen Bedeutung des Ortes.
Die Diözese Bozen-Brixen führt Maria Hilf in Zinggen ausdrücklich unter den Wallfahrtskirchen mit überpfarrlicher Bedeutung in der Volksfrömmigkeit. Die Wallfahrt ist damit nicht nur historisch bezeugt, sondern auch als gegenwärtiger religiöser Ort anerkannt.
Die heutige Mariahilfkirche wurde 1658 errichtet. Nach örtlicher Überlieferung soll ihr eine kleine hölzerne Kapelle vorausgegangen sein. Eine ältere Nachricht von besonderem Gewicht liefert Hermann Mang 1935: Er bezeichnet das Bild auf dem Hochaltar von Zinggen ausdrücklich als eine Kopie des Innsbrucker Mariahilfbildes, die selbst zum Wallfahrtsbild geworden sei, und hält fest, dass bereits vor der Weihe der heutigen Kirche Wallfahrer aus Norden und Süden nach Zinggen gekommen seien. Wie weit dieser frühere Zulauf zurückreicht, lässt sich daraus nicht bestimmen; die Nachricht zeigt jedoch, dass der Wallfahrtskult nicht erst mit dem fertigen Kirchenbau von 1658 eingesetzt haben muss.
Die Kirche wurde am 20. Oktober 1658 durch Weihbischof Jesse Perkhofer geweiht. Das Diözesanarchiv Brixen verzeichnet für diesen Tag drei getrennte Altarweihen in Zinggen: den Mariahilfaltar sowie Altäre des hl. Joseph und des hl. Antonius. Damit ist die kultische Ausrichtung des neuen Gotteshauses archivalisch ungewöhnlich präzise fassbar.
Die Errichtung der Kirche wurde in der örtlichen Überlieferung auch als Dank dafür verstanden, dass das Hochstift Brixen von den unmittelbaren Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges weitgehend verschont geblieben war. Da ein ausdrücklicher Stiftungsakt dieses Inhalts bislang nicht nachgewiesen ist, ist diese Erklärung als historische Überlieferung und nicht als gesicherte Gründungsurkunde zu verstehen.
Schon um die Zeit des Kirchenbaues bestand eine eigene geistliche Betreuung. Blasius Glatzl erscheint von 1657 bis 1671 mit einem Benefizium in Zinggen. Hochwasserschäden machten später umfangreiche Instandsetzungen notwendig; nach deren Behebung wurde die Kirche 1768 neuerlich geweiht. Der Bau besitzt einen geraden Chorschluss und einen an der Ostseite stehenden Turm, dessen achteckiges Obergeschoss von einem Spitzdach abgeschlossen wird. Eine gemalte Ziegelimitation gliedert die Fassade. Die Freskenausstattung des Innenraumes schuf Josef Erler im Jahr 1837.
Das eigentliche Zentrum der Wallfahrt ist das auf dem Hochaltar verehrte Mariahilf-Gnadenbild. Es gehört zu den zahlreichen Nachbildungen jenes Marienbildes von Lucas Cranach dem Älteren, das heute im Innsbrucker Dom St. Jakob verehrt wird. Das Innsbrucker Original wird in der neueren Literatur gewöhnlich in die Zeit um 1537 datiert; Hermann Mang nannte 1935 noch das Jahr 1517. Für die Geschichte des Zingger Kultes ist weniger diese Datierungsfrage entscheidend als die außerordentliche Wirkung des Bildtypus seit dem 17. Jahrhundert.
Das Bild zeigt keine entrückte Himmelskönigin, sondern eine junge Mutter mit ihrem Kind in einer ausgesprochen innigen körperlichen Beziehung. Das Jesuskind schmiegt sich an Maria und greift nach ihrem Gesicht. Die Verbindung von mütterlicher Nähe und religiöser Schutzvorstellung trug wesentlich zur außerordentlichen Verbreitung des Bildes im Alpenraum bei.
Hermann Mang beschrieb 1935 einen für die Wallfahrtsvolkskunde grundlegenden Vorgang: Pilger nahmen Nachbildungen berühmter Gnadenbilder mit nach Hause, bewahrten sie in Gebetbüchern oder an den Wänden ihrer Stuben auf und ließen größere Kopien für Altäre anfertigen. Manche dieser Kopien entwickelten schließlich selbst eine eigene Wallfahrt. Zinggen ist dafür ein besonders klares Beispiel. Das Bild war keine bloße dekorative Wiederholung des Innsbrucker Vorbildes, sondern wurde an seinem neuen Ort selbst zum Gnaden- und Wallfahrtsbild.
Die tatsächliche Reichweite des Wallfahrtsortes wird besonders eindrucksvoll durch die Geschichte der Skapulierbruderschaft Brixen/Zinggen sichtbar. Ein im Forschungszentrum Regionalgeschichte der Universität Innsbruck dokumentiertes Mitgliederverzeichnis umfasst rund 800 Seiten. Die Bruderschaft nahm Männer und Frauen unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Stand auf und zählte während ihres ungefähr hundertjährigen Bestehens insgesamt mehr als 37.000 Eintragungen. Im Vergleich zu anderen Brixner Bruderschaften war dies eine außergewöhnlich hohe Zahl.
Bereits aus den 1690er-Jahren sind zahlreiche Angehörige des Brixner Klerus als Mitglieder nachweisbar. Der in Zinggen wirkende Geistliche Georg Peintner wird als Initiator der Skapulierbruderschaft genannt; weitere Geistliche aus dem Umfeld des Domkapitels traten ihr ebenfalls bei.
Die mehr als 37.000 Eintragungen dürfen nicht mit ebenso vielen tatsächlich nach Zinggen gekommenen Wallfahrern gleichgesetzt werden. Sie zeigen jedoch die außerordentliche Reichweite der mit Zinggen verbundenen organisierten Marienfrömmigkeit. Bruderschaften schufen dauerhafte Gemeinschaften von Gläubigen, verbanden regelmäßiges Gebet mit bestimmten religiösen Verpflichtungen und begleiteten ihre Mitglieder symbolisch durch Krankheit, Tod und die Sorge um das jenseitige Heil. In Zinggen verband sich diese organisierte Frömmigkeit unmittelbar mit dem Marienheiligtum und seinem Gnadenbild.
Den Innenraum beherrscht der prachtvolle Hochaltar mit dem vergleichsweise kleinen Zingger Gnadenbild. Die reiche Altararchitektur hebt das Bild bewusst hervor und macht es zum optischen und religiösen Zentrum der Kirche.
Auch die Seitenaltäre gehören zur bedeutenden Ausstattung des Heiligtums. Für die Jahre 1781/82 sind Arbeiten des Tiroler Malers Joseph Schöpf in Zinggen nachgewiesen; ihm werden Gemälde der Heiligen Familie und des hl. Antonius zugeschrieben. Für 1782 sind außerdem Arbeiten an zwei Altären des hl. Joseph und des hl. Antonius archivalisch belegt. Eine weitere Ausstattungsphase entstand 1837, als der aus Brixen stammende Josef Erler die Fresken der Kirche ausführte. Die heute sichtbare Innenausstattung verbindet damit den barocken Wallfahrtsraum mit Ergänzungen des späten 18. und des 19. Jahrhunderts.
Eine ungewöhnliche Besonderheit befindet sich an der Südseite der Kirche. Dort ist ein stark verwittertes Fresko aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erhalten, das Maria mit dem Jesuskind, Engeln und Heiligen zeigt. Die religiöse Darstellung ist zugleich als Sonnenuhr gestaltet: Das Zepter Mariens beziehungsweise der in die Darstellung einbezogene Stab dient als Schattenzeiger.
Damit werden sakrales Bild und alltägliche Zeitmessung unmittelbar miteinander verbunden. Wer an der Kirche die Tageszeit ablas, blickte zugleich auf ein Marienbild. Die religiöse Darstellung war damit nicht auf den Innenraum und die Zeit des Gottesdienstes beschränkt, sondern wurde Teil des alltäglichen Lebens und des Tagesablaufes.
Eine volkskundliche Besonderheit ersten Ranges ist die Darstellung der heiligen Sieben Schläfer von Ephesos. Die sieben jungen Männer liegen in Zinggen schlafend in einer Grotte. Darstellungen dieser Heiligengruppe sind in Tirol außerordentlich selten.
Die Legende erzählt von sieben jungen Christen, die während einer Christenverfolgung in einer Höhle Zuflucht suchten und dort in einen wunderbaren Schlaf verfielen. Erst Jahrhunderte später erwachten sie wieder. Die Erzählung verbreitete sich sowohl im östlichen als auch im westlichen Christentum und besitzt darüber hinaus eine bemerkenswerte Parallele im Islam.
Der Tiroler Geistliche und Volkskundler Josef Tremmel beschäftigte sich bereits 1934 ausführlich mit den Siebenschläferdarstellungen. Er berichtete, die Gruppe während des Ersten Weltkrieges im "Zinggenkirchlein" gesehen zu haben. Soldaten hätten die in der Grotte liegenden Gestalten irrtümlich für die schlafenden Apostel am Ölberg gehalten. Tremmel erwähnt außerdem die traditionelle Anrufung der Siebenschläfer durch Fieberkranke.
Die Gruppe zeigt, dass neben dem großen Mariahilf-Kult weitere, heute beinahe vergessene Heiligenverehrungen im Wallfahrtsraum Platz fanden. Gerade kleinere Heiligtümer konnten auf diese Weise zu Sammelpunkten sehr unterschiedlicher Hoffnungen und Fürbitten werden.
Die Geschichte Zinggens ist durch Votivgaben besonders anschaulich bezeugt. Hermann Mang konnte 1935 noch silberne Weihegaben beobachten, die in Vertiefungen einzelner Bauteile des Hochaltares als Schmuck eingesetzt waren. Zugleich vermerkte er, dass die übrigen Votivgaben damals bereits verschwunden waren. Dieser Befund ist besonders wertvoll, weil er nicht nur allgemein von Votivwesen berichtet, sondern den Umgang mit den erhaltenen Opfergaben unmittelbar am Gnadenaltar dokumentiert.
In späterer Zeit wurden religiöse Schmuckstücke aus Gold und Silber auch in Vitrinen der Kirche aufbewahrt; ein Teil dieser Sammlung ging durch Diebstahl verloren. Solche Gaben sind materielle Zeugnisse einer persönlichen Beziehung zwischen Gläubigen und Gnadenbild. Bitte, Gelübde und Dank konnten sich in einem dauerhaft hinterlassenen Gegenstand verbinden.
Zur Verbreitung des Kultes gehörten auch kleine Andachtsbilder. Das Österreichische Museum für Volkskunde bewahrt die Fotografie einer um 1858 entstandenen Druckvorlage, die an die "200 jährige Verehrung" des Gnadenbildes Maria Hilf in Zinggen erinnerte. Der Druck nennt zugleich die Weihe der Wallfahrtskirche am 20. Oktober 1658 durch Weihbischof Jesse Perkhofer. Solche Andachtsbilder konnten von Gläubigen mitgenommen, in Gebetbüchern verwahrt oder im Haus aufgehängt werden und trugen den Kult des Gnadenbildes über den Kirchenraum hinaus.
Eine weitere überlieferte Tradition ist der Besuch von Brautpaaren. Das Zingger Gnadenbild wird neben Pilgern und Menschen, die Hilfe oder Trost suchen, ausdrücklich auch von Brautpaaren aufgesucht.
Volkskundlich gehört dies in den Bereich der religiösen Begleitung von Lebensübergängen. Die Eheschließung begründet einen neuen Haushalt und eine neue familiäre Gemeinschaft. Der Besuch des Gnadenbildes kann diesen Übergang unter den Schutz Mariens stellen und zugleich Bitte und Dank miteinander verbinden. Gerade die Mariahilf-Darstellung mit ihrer innigen Beziehung zwischen Mutter und Kind eignete sich besonders für Vorstellungen von Familie, Schutz und Fürsorge.
Maria Hilf in Zinggen ist keine erloschene Wallfahrt. Die Diözese Bozen-Brixen hat die Kirche ausdrücklich unter jenen Wallfahrtskirchen angeführt, die zwar keine diözesanen Heiligtümer im engeren kirchenrechtlichen Sinn sind, in der Volksfrömmigkeit jedoch überpfarrliche Bedeutung besitzen.
Auch das regelmäßige religiöse Leben zeigt Kontinuität. In der Wallfahrtskirche werden weiterhin Rosenkranzgebet und Messe gefeiert; Messintentionen nennen Dank und Bitte an die Gottesmutter. Daneben finden besondere Gebetszeiten und marianische Andachten statt. Die Formen haben sich gegenüber der großen Bruderschaftszeit des 17. und 18. Jahrhunderts verändert, der Kern des Kultes - Bitte, Vertrauen und Dank vor dem Gnadenbild - ist jedoch erhalten geblieben.
Maria Hilf in Zinggen ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie sich ein zunächst kleines barockes Marienheiligtum zu einem weit ausstrahlenden religiösen Mittelpunkt entwickeln konnte. Im Zentrum steht die Kopie eines bereits berühmten Gnadenbildes. Gerade Zinggen zeigt, dass die religiöse Wirksamkeit eines Kultbildes in der Frühen Neuzeit nicht ausschließlich an das materielle Original gebunden wurde. Durch Nachbildungen konnte ein Kult an neue Orte übertragen werden; dort entstanden wiederum eigenständige Wallfahrten, Bruderschaften und lokale Traditionen.
Die mehr als 37.000 Eintragungen der Skapulierbruderschaft zeigen, dass die Kirche in ein außergewöhnlich weit reichendes Netzwerk organisierter Marienfrömmigkeit eingebunden war. Zugleich bewahrt Zinggen Spuren sehr unterschiedlicher Formen der Volksfrömmigkeit: das Mariahilf-Gnadenbild als Mittelpunkt von Bitte und Dank, silberne Weihegaben und andere Votive, Andachtsbilder, den Besuch von Brautpaaren, die Skapulierbruderschaft sowie die seltene Siebenschläfergruppe mit ihrer Anrufung bei Fieber.
Selbst die Sonnenuhr an der Außenwand fügt sich in diese dichte religiöse Bildwelt ein: Maria begleitet hier nicht nur den außergewöhnlichen Augenblick der Wallfahrt, sondern zugleich den Ablauf des gewöhnlichen Tages. Die Verbindung von international verbreitetem Gnadenbildtypus und örtlich gewachsener Frömmigkeit macht Zinggen zu einem besonders aussagekräftigen Beispiel barocker und nachbarocker Wallfahrtskultur im Brixner Raum.
- Hermann Mang: Kopien auswärtiger Gnadenbilder in den Brixner Kirchen. In: Der Schlern, 16. Jahrgang, 1935, S. 138-141, 3 Abb.
- Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde. Band 3: Tirol und Vorarlberg. Wien 1956, zu Zinggen S. 202.
- Josef Tremmel: Die heiligen Siebenschläfer. In: Tiroler Heimatblätter, 12. Jahrgang, Heft 1, 1934, S. 1-3. Von SAGEN.at online bereitgestellt: Die heiligen Siebenschläfer.
- Erika Kustatscher: Quellen und Untersuchungen zum Brixner Klerus und zu den geistlichen Bruderschaften; insbesondere die Nachweise zur Skapulierbruderschaft Brixen/Zinggen.
- Forschungszentrum Regionalgeschichte der Universität Innsbruck: Mitgliederverzeichnis der Skapulierbruderschaft Brixen/Zinggen; Dokumentation eines rund 800 Seiten umfassenden Quellenbestandes mit mehr als 37.000 Eintragungen.
- Diözesanarchiv Brixen, Archiv des Domkapitels, Urk. DK 4102: Altarweihen in Zinggen, 20. Oktober 1658.
- Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Landesdenkmalamt: Mariahilfkirche in Zinggen, Denkmalverzeichnis.
- Österreichisches Museum für Volkskunde, Online Sammlung Plus, Inv.-Nr. AÖMV/13830: Fotografie eines Andachtsbildes "Erinnerung an die 200 jährige Verehrung des Gnadenbildes ... Maria Hilf, in Zinggen", Druckvorlage um 1858.
- Diözese Bozen-Brixen: Dekret zur Bestimmung der diözesanen Wallfahrtsorte und weiterer Wallfahrtskirchen mit überpfarrlicher Bedeutung, 24. November 2024.
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher
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