Wolfern, Maria Laah
Eine Kapelle wird erstmals Ende des 15. Jahrhunderts genannt (der Ort selbst scheint bereits 1170 auf), 1690 wurde sie erweitert und geweiht zu Ehren der hl. Dreifaltigkeit, der hl. Maria und der 14 Nothelfer. Gleichzeitig wurde die Kapelle der Obhut der Dominikaner in Steyr übergeben, bei denen sie auch bis zu deren Auflösung verblieb. 1786 wurde sie Pfarrkirche unter dem Titel Mariä Namen; vorher gehörte sie der Pfarre Wolfern an.
Kultgegenstand: Stehende, gekrönte Marienstatue, das Zepter in der linken Hand haltend, das gekrönte Kind auf dem rechten Arm tragend; dieses hält rechts die Weltkugel (oder Apfel) und stützt sich mit der linken Hand auf die Mutter. Die Statue, welche die barocke Nachbildung eines gotischen Gnadenbildes ist, steht auf einer Mondsichel.
Legende: Man nahm an, dass der Heilbrunnen eine Lache gebildet hat, neben der die Statue stand, daher Maria Laah (auch: Maria am Buchenwald). Tatsächlich kommt der Name jedoch von Loh (= Wald, am Walde liegend).
Wallfahrt: Vor allem zum Heilbrunnen, der besonders für Augenleiden geschätzt wurde. Dieser Brunnen befindet sich an der Kirchenmauer außen, dort, wo innerhalb die Statue steht. Die Blütezeit der Wallfahrt war nach 1690, zur Zeit des Grafen Anton von Losenstein, zu verzeichnen. Es kamen sogar Pilger aus Ungarn hierher. Heute jedoch ist nur noch vereinzelter Besuch zu bemerken.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: Maria Laah Straße, 4493 Wolfern. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Traunviertel |
| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarrgemeinde Maria Laah |
| | Geöffnet: |
| | Ansichtskarte Maria Laah um 1910: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Außenansicht Maria Laah: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Außenansicht Maria Laah: Die Kirche in Maria Laah - zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, der Mutter Gottes und den 14 Nothelfern geweiht, beherbergt eine außenliegende Gruft, in der sich die sterblichen Überreste derer von Auersperg befinden. |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Der "heilige Brunnen" Maria Laah: Maria Laah wird bereits im Jahr 1212 urkundlich erwähnt. Das Wasser des Heilbrunnens, welcher einige Schritte östlich von der Kirche liegt, zog zahlreiche Wallfahrer an. Der Name Maria Laah stammt von "lohe", "loch", was eine Lage im Wald bezeichnet. Die Quelle gehört zu den "Augenbründeln", entspringt direkt unter dem Altar der Wallfahrtskirche und wird in eine Brunnenkapelle geleitet. Wallfahrer benetzen gerne ihre Augen mit dem Wasser der Quelle. |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Gruft Maria Laah: "CARL JOSEPH |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
| - über den heiligen Brunnen Maria Laah auf SAGEN.at | |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |