Sandl, Kapelle Hacklbrunn

Die Kapelle, über einer Quelle inmitten der kleinen Ortschaft erbaut, dürfte schon 1699 bestanden haben; der Name stammt vom "Franzosenarzt" Michael Hackhl, der am Anfang des 17. Jahrhunderts hier eine Art Isolierspital für Geschlechtskrankheiten betrieb (Lues wurde im Volksmund "Franzosen" genannt); später noch Heilbad mit Rasthaus.

Legende: Ein Holzfäller wusch sich eine gefährliche Wunde, die durch einen Hackenhieb entstanden war, mit dem Wasser der Quelle; die Heilung ging überraschend schnell vor sich; seither hieß die Gegend Hackelbrunn (ist jedoch durch die Existenz des Baders Hackhl widerlegt); es kamen viele Leute zur Quelle und man erbaute eine Kapelle.

Wallfahrt: Zur Heilquelle (das Wasser wurde durch hölzerne Röhren in das Badhaus geleitet); jetzt halten die Bewohner von Hackelbrunn dort ihre Maiandachten.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Hacklbrunn, 4251 Sandl.
Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Mühlviertel
Ansicht in Street View
Web: Pfarrgemeinde Sandl
Geöffnet:
 
Kapelle Bad Hacklbrunn:
 

Bad Hacklbrunn, Kapelle

Bildquelle: SAGEN.at

   
   
Literatur zur Wallfahrt:
  - Bad Hacklbrunn auf SAGEN.at
  - F. Schober, Baderwesen in Freistadt (Freistädter Geschichtsblätter 2 (1951).
   
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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