Die alten Grabsteine bei der Pfarrkirche von Bruneck |
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| © Dietrich Feil | |
Nr. 20 Grabstein des Joseph Ignaz Gall von Ansiedl und Teisegg |
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SISTE VIATOR ET AUDI: DeCIMa nona IanVarII ASPICE VIATOR: "Wappen und Inschrift. Joseph Ignaz Gall zu Ainsidl und Teisegg, Protonotar und Pfarrer von Taufers, gest. 1725." (Weingartner 288 Nr. 22). Lebenslauf (nach Bertel II 75 Nr. 114): “Der am 19. Jänner (1725) verstorbene Herr Joseph Ignatz von Gall, 36 Jahre lang geweßter Pfarrer in Taufers, vermachte in seinem Testamente, dass von seinem Vermögen, ein drittheil den Gotteshäusern zu Bruneck, ein drittheil der abgebrannten Burgerschaft (bei dem großen Stadtbrand am 11. April 1723, der drei Viertel der Stadt betroffen hat) daselbst, und ein drittheil seinem Bruder Adam von Gall und seiner Schwester, einer verehelichten von Klebelsberg zufallen soll. Obwohl dieses Testament von der Obrigkeit in Taufers als gültig anerkannt wurde, so hat doch Herr Adam von Gall dasselbe umzustossen versucht, und hat vier Jahre lang einen kostspieligen Prozeß geführt; bis endlich zu Sterzingen durch eine Comission ein Vergleich gemacht wurde, vermög welchen denen Kirchen 4250 fl. (= Gulden), und den abgebrannten Bürgern und Einwohnern 4250 fl. zugesprochen wurde. Wegen der Verfechtung des Testamentes verdiente der Stadtrichter Joseph Ludwig von Klebelsberg [vgl. hier Grabstein Nr. 14] großen Dank, umso mehr als seine Frau die Schwester des Erblassers, und daher selbst Mit-Erbin war. "Joseph Ignatz von Gall zu Ainsiedl und Teissegg Pfarrer in Taufers stiftete im Jahr 1721 in der Pfarrkirche zu Bruneck: „Die Herrn von Gall waren in früheren Zeiten zu Brixen ansässig. Stephan von Gall wurde 1533 Stadtrichter zu Bruneck, wo diese Familie nun ihren Ansitz nahm. 1643 erkaufte sie die Ansitze Teissegg und Ainsiedl zu Oberragen in Bruneck. Als Bergwerksbeamte zu Herrengrund in Ungarn erwarben sie sich großes Vermögen. Ignatz von Gall Pfarrer von Taufers war einer der größten Wohlthäter als 1723 die Stadt Bruneck abbrannte. Ihr Wohlstand verlor sich mit Anton von Gall, der 1827 starb. Sein Sohn Franz von Gall lebt als kaiserlicher Beamter zu Innsbruck, und besitzt noch einige Gülten in Enneberg. Teisegg und Ainsiedl erkauften die Herrn von Klebelsberg.“ (Tinkhauser 195). |
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