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231. Die Schlüsseljungfrau in Memmingen.

Von der Ländfärbe in Memmingen bis zu dem Weiler Dickenreis hatte sonst nächtlich die "Schlüsseljungfrau" ihren Gang. Sie war schneeweiß gekleidet und trug stets einen Bund Schlüssel in der Hand, erschien aber nur immer zu heiligen Zeiten. Einmal hat sie ein Knecht von der Bleiche erlösen wollen, hat es aber nicht gekonnt, worüber die wandelnde Jungfrau bitterlich geweint und gejammert habe.


Quelle: Allgäuer Sagen, Aus K. A. Reisers "Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus" ausgewählt von Hulda Eggart, Kempten und München 1914, Nr. 231, S. 243f.
Für SAGEN.at korrekturgelesen von Franziska Meister, Februar 2005.