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"FETTE BEUTE" ENTPUPPTE SICH ALS DICKER HUND

WIEN. Selten folgt der Fluch der bösen Tat so direkt auf dem Fuß wie bei zwei Dieben, die sich im Einkaufstrubel irrtümlich einen bleischweren Hundekadaver aufgehalst und dafür auch noch bezahlt haben.

Wer zur Weihnachtszeit ein überdimensionales Paket aus einem Elektrogeschäft der Shopping-City Süd karrt, hat bestimmt gerade ein mordsteures Gerät erstanden. So folgerichtig dachten zwei Polen und machten sich an die junge Frau heran, die sich da mit ihrem Einkaufswagen und dem vielversprechenden mit Klebebändern festgezurrten Karton abmühte. Einen Tausender, wer weiß wie erworben, wollten sie schon opfern - die Beute war sicher viel mehr wert. Ob sie ihnen den Schein in einem der Geschäfte wechseln lassen könnte, baten sie die Wienerin: "Wenn wir selbst hineingehen, glaubt man sofort, das Geld ist falsch." Gleich darauf machten sie sich mit dem Wagerl der Frau aus dem Staub, nichtsahnend, warum sie es ihnen so arglos anvertraut hatte. In dem Paket war nur der Leichnam ihres Bernhardiners verschnürt: Den altersschwachen Vierbeiner hatte im Weihnachtswirbel mitten im Elektrohaus der Schlag getroffen. Ein freundlicher Verkäufer hatte geholfen, den Dahingeschiedenen diskret zu verpacken und in einem Einkaufswagen zu verstauen. Als die Besitzerin mit dem gewechselten Tausender zurückkam, waren die Diebe mit dem vermeintlichen guten Tausch schon über alle Berge. Da hat wohl kurz darauf noch zwei der Schlag getroffen . . .

Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 15.Dezember 1997, Seite 18

Variante:

Frau und Mann unterwegs, mit ihrem Schäferhund:

Die beiden Alten auf Einkaufstour mit dem alten Schäferhund. Plötzlich fällt das Tier tot um. Neben der Trauer die Frage: Wie entsorgen?

Nebenan im Fernsehgeschäft einen großen Karton besorgt, schön zugebunden. Der Mann holt seinen Wagen, die Frau wartet unterdessen auf einer Bank. Da kommen zwei Typen und bitten: "Können Sie 50 Euro wechseln?" Sie kann nicht, verweist auf die benachbarte Kasse. Die beiden drucksen: "Die glauben, wir hätten Falschgeld. Können Sie das nicht für uns machen?" Sie drücken ihr den Geldschein in die Hand.

Die Hilfsbereite erfüllt trotz unguter Gefühle den Gefallen. Als sie mit dem Wechselgeld zurückkommt, sind die beiden verschwunden - und mit ihnen der Karton. Trickdiebe, in der Annahme, in dem Karton befände sich ein Fernsehgerät.

Später wurde der Karton mit dem toten Hund in einem Straßengraben gefunden.

Pech für die Diebe: Geld weg und keine Beute. Hoffentlich ist ihnen das eine Lehre.

Quelle: E-Mail-Zusendung von Anton Stephan Reyntjes 5. Februar 2002, der die Geschichte von seinem Bruder gehört hat, dem die story von einem Arbeitskollegen erzählt wurde...


Variante:

Eine ältere Dame mit einem kleinen Hund an der Leine kam in eine unserer Filialen, um etwas zu kaufen. Plötzlich machte der Hund einen tiefen Schnaufer und fiel tot um. Die Dame war natürlich geschockt, auch die
Verkäufer waren ziemlich betroffen. Was sollten sie tun mit dem toten Hund?

Ein Verkäufer bot der Dame an, den Hund zu verpacken und ein Taxi zu rufen. Es fand sich eine leere Computerschachtel, der Hund wurde hineingesteckt, die Schachtel verschnürt und die Dame trat damit vor das Geschäft, um auf das Taxi zu warten. Dort wurde sie von einer Ausländerin angesprochen, ob sie ihr einen Tausend-Schilling-Schein wechseln könne. Die Dame verneinte, sagte der Ausländerin, sie solle doch in das Geschäft gehen, die würden ihr sicher wechseln können. Aber die Ausländerin sagte, in dem Geschäft wären die Leute so unfreundlich zu ihr gewesen, da traue sie sich nicht mehr hinein. Aber sie würde auf den Computer aufpassen, während die Dame das Geld wechseln geht. Als die Dame nach einer Minute aus dem Geschäft kam mit zehn Hundertern in der Hand, war allerdings nichts mehr zu sehen von der
Ausländerin und der Computerschachtel...

Quelle: E-Mail-Zusendung von Paul Baumann, 1. Mai 2005, der die Geschichte vor einigen Jahren an seinem Arbeitsplatz, einem großen Einzelhandelsunternehmen der Foto- Unterhaltungselektronik- und Computerbranche gehört hat.


Variante:

Ein Paar ist mit seinem Hund auf Einkaufsbummel in der Mariahilferstraße. Man beschließt einen Kaffee trinken zu gehen und kehrt in einem der Caféhäuser ein. Der Hund kam mit und lag zu den Füßen der beiden unter dem Tisch. Als der Zeitpunkt gekommen war, wo die zwei beschlossen wieder zu gehen mussten sie entsetzt feststellen, dass ihr Hund inzwischen verstorben war…

Was tun?...

Der Mann ging vis a vis in ein Elektrogeschäft und organisierte sich dort einen leeren Karton eines Plasmafernsehers. Mit diesem transportierten sie das arme, verstorbene Tier ab und stellten den Karton samt totem Hund in ihr Auto.

Da sie noch einiges zu besorgen hatten, taten sie dieses, um dann einige Zeit später beim Zurückkommen zum Auto feststellen zu müssen, dass selbiges aufgebrochen wurde und der Karton fehlte…

Da haben die Diebe doch glatt in der irrigen Annahme, auf einfache Weise zu einem teuren Elektrogerät zu kommen einen toten Hund gestohlen…

Quelle: E-Mail-Zusendung von Robert Kunov, 3. September 2007, der die Geschichte auch in einer Variante aus Shopping City Süd gehört hat.


Variante:

"Zwei ältere Damen fuhren zu einem Kurztripp nach Berlin, um dort ausgiebig zu shoppen. Eine der beiden Damen nahm ihren Hund, einen großen, schon ziemlich betagten Chow Chow mit. Wie es sich gehört, besuchte man das KaDeWe, kaufte einiges ein und schlenderte durch die Abteilungen. In der Elektronik-Abteilung des Kaufhauses fiel der Hund plötzlich tot um.

Besorgte Verkäufer kümmerten sich sogleich um die beiden Damen, waren aber zugleich auch daran interessiert, nicht zu viel Aufsehen zu erregen. So boten sie den Damen einen leeren, großen Fernsehkarton an, um den Hund abtransportieren zu können, was die Damen auch annahmen. Sie verfrachteten den Karton in das Auto, welches in der Tiefgarage des KaDeWe abgestellt war und mußten die Rücksitzbank umlegen, weil der Karton ansonsten zu sperrig war.

Die beiden Damen überlegten, was sie mit der angebrochenen Reise machen sollten, beschlossen, sich von dem Vorfall nicht irritieren zu lassen und gingen weiter shoppen.

Als sie nach ein paar Stunden zurückkehrten, war das Auto aufgebrochen und der Karton verschwunden. Offenbar waren Diebe davon ausgegangen, dass sich im Karton auch das befand, was aussen aufgedruckt war, nämlich ein hochmoderner, teurer Markenfernseher."

Quelle: E-Mail-Zusendung von Simone Birkhölzer, 4. Juni 2008, die die Geschichte zum Zusendungsdatum in Deutschland gehört hat.

Variante:

Ein Ehepaar ist zu Besuch bei Freunden und gemeinsam suchen sie an einem Nachmittag ein Mall auf, um im dort befindlichen "Mediamarkt" ein wenig zu bummeln.

Besagtes Ehepaar ist Besitzer eines schönen Deutschen Schäferhundes.

Mitten im Bummel zwischen DVD´s und Haartrocknern fällt der Hund um und ist tot.

Der herbeigerufene Marktleiter regt an, das verstorbene Tier in einem ausrangierten Produktkarton aus dem Markt zu transportieren (er fürchtete wohl zu viel Aufmerksamkeit).

Gesagt, getan. Die Kiste (sicher mit viel Außenwerbung versehen/Miele/Sony/.... oder sonstwas) wurde zum Parkplatz getragen und in den Kofferraum des Autos gelegt.

Man entschloss, den Bummel fortzusetzen.

Als nach einer Stunde das Auto wieder aufgesucht wurde, war dieses aufgebrochen und die Kiste war samt Inhalt verschwunden.

Quelle: E-Mail-Zusendung von Peter Steinhöfel, der diese Geschichte am 9. Dezember 2008 gehört hat.

Anmerkung: Vergleiche auch Der gestohlene Hund aus Niederösterreich und "Ruhe im Karton" aus Deutschland.