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Wimpassing an der Leitha, Augenbründl

Wimpassing an der Leitha, Bezirk Eisenstadt, Burgenland

Brunnenkapelle am Pfarrhof von Wimpassing an der Leitha, Burgenland © Harald Hartmann

Brunnenkapelle am Pfarrhof von Wimpassing an der Leitha, Burgenland
Die Kapelle ist versperrt, der Brunnen zugedeckelt und angeblich versiegt.
Überlegungen, die Wasserader wieder zu ergraben sind im Gange.
© Harald Hartmann, August 2006

Bründlkapelle am Fuße des Berges nächst dem Pfarrhof, neugotisch aus dem Jahr 1877.

Marienbild, Maria amabilis genannt. Brustbild der hl. Maria mit über die Brust gekreuzten Händen, 1737 gespendet.

Legende:

Eine alte vergilbte Schrift aus dem Jahre 1448 heißt die Kirche in Wimpassing "Binpessing zu unser Frauen" also Liebfrauenkirche. Wie die Kirche zu diesem Namen gekommen ist, soll das folgende beleuchten:

Es war noch vor dem Jahre 1448, als die Leitha, an der unser Dörflein liegt, noch viel breiter und rascher war als heute. Einmal, als sie vom Regenwasser ziemlich angeschwollen war, trieben ihre Wellen in Wimpassing eine schöne Marienstatue ans Land, die die Bevölkerung mit größter Ehrfurcht empfing, und beschloß, diese als ein Geschenk Gottes anzusehen. Wo soll sie aber aufbewahrt werden? Die Gemeinde kam zu dem Beschluß, droben am Berge, wo eine kleine klare Quelle quillt, eine Kapelle zu bauen und in der das vom Herrgott gesandte Marienbild aufzubewahren.

Quelle: Elmar Schwartz, in: Sonntagsblatt, 18. Juli 1926, Nr. 5, S. 13.

Vergleiche auch: Binpessing zu unser Frauen


Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

Brunnenkapelle am Pfarrhof von Wimpassing an der Leitha, Burgenland © Harald Hartmann

Brunnenkapelle am Pfarrhof von Wimpassing an der Leitha, Burgenland
Die Kapelle ist versperrt, der Brunnen zugedeckelt und angeblich versiegt.
Überlegungen, die Wasserader wieder zu ergraben sind im Gange.
© Harald Hartmann, August 2006

 

Heilquelle, besonders bei Augenleiden gebraucht. Derzeit nicht zugänglich.

Quelle: Gustav Gugitz, Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Wien 1955, Bd 2, S. 238.
Email-Zusendung Harald Hartmann, August 2006.

Ergänzungen sind gerne willkommen!