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Das karelische Wunder – Kishi Das karelische Wunder – Kishi, Teil 1
Das russische Dorf - gibt es das noch? Ein richtiges russisches Dorf, wo nachts die Fenster nicht blau sind vom Licht der Fernseher, wo kein Öl in den Pfützen schwimmt. Ein Dorf, das noch sauber ist und still, und das Leben geht im Takt der Jahrhunderte? Nein, das gibt es nicht mehr. Doch, das russische Dorf gibt es noch. Und zwar auf einer Insel im Onegasee. Kishi heißt die Insel…
Kishi Das staatliche historisch-architektonische ethnographische Museum Kishi war eines der ersten Freilichtmuseen in Russland. Seine Entstehungsgeschichte begann schon in den 1940-er Jahren mit der Restaurierung des architektonischen Ensembles des Kishi-Kirchhofes 1) Den heutigen Namen hat das Museum 1966 bekommen. Das Freilichtmuseum Kishi befindet sich auf der gleichnamigen Insel im Onegasee, 68 km weit von der Hauptstadt Kareliens Petrosawodsk entfernt. Es ist im Sommer mit einem Tragflügelschiff (1 Stunde 15 Minuten von Petrosawodsk) zu erreichen. Nach Kishi kommen auch Kreuzfahrtschiffe aus Petersburg und Moskau. Das Tragflügelschiff am Liegeplatz Kishi Karelien so wie der ganze Norden Russlands ist reich an Wäldern. Das bedingte eine breite Entwicklung von Holzbau in diesen Regionen. Heutzutage sind auf Kishi 87 Denkmäler der Holzbaukunst des 14.-20. Jahrhunderts gesammelt, wobei viele davon aus anderen oft weit liegenden und schwer zugänglichen Gegenden Kareliens hier gebracht wurden. Das sind nicht nur Kirchenbauten, sondern Bauernhäuser, Scheunen, Wind- und Wassermühlen, Badehäuser. Das Museum besitzt noch eine umfangreiche Sammlung der Gegenstände, die die materielle Kultur der Karelen, Wepsen 2) und Russen charakterisieren, dazu kommen alte von Hand geschriebene Bücher, Ikonen, Glocken. Außerdem gehört dem Museum eine der reichsten Sammlungen von Zeichnungen und Fotonegativen aus den 1940-er-1980-er Jahren, das sind Ergebnisse der Untersuchungen der russischen Holzbaudenkmäler, viele von denen schon längst nicht mehr existieren. Alle Bauten auf der Insel bilden ein einheitliches und harmonisches Ensemble. So steht z.B. das Jakowlew-Haus für die Besucher offen. Es gehörte dem Bauer Jakowlew und stammt aus dem karelischen Dorf Kleschtschelja. Das Jakowlew-Haus. 80-er-90-er Jahre des 19.Jh., 1966-1969 restauriert Das Haus wurde aus Kiefernholz gebaut und ist ein für den russischen Norden typischer Einhof, in dem die Wohn- und Wirtschaftsteile unter einem Dach zusammengebracht sind. Innere Ausstattung und Holzornamente, mit denen das Haus verziert ist, sind für die Bauernhäuser des Südkareliens typisch.
Das Jakowlew-Haus, Balkon
Das Jakowlew-Haus, Freitreppe
Das Jakowlew-Haus, Fenster Die Dorfeinwohner waren nicht reich und führten ein einfaches Leben, die innere Ausstattung der Wohnräume spricht dafür. Hier ist nur das Nötige zu sehen - einfache Holzmöbel: Das Jakowlew-Haus, innere Ausstattung
- einfaches Holz- und Tongeschirr:
Das Geschirr an der Wand im Jakowlew-Haus
Wiege im Jakowlew-Haus
- die im Leben der Dorffrauen eine wichtige Rolle spielenden Spinnbretter:
Karelische Spinnbretter im Jakowlew-Haus
Hier ist ein altes schwieriges Bügeleisen, man bügelte mit Hilfe von glühenden Kohlen, die hinein gelegt wurden.
Das alte Bügeleisen im Jakowlew-Haus
Der russische Ofen im Jakowlew-Haus
Samowar im Jakowlew-Haus
Samowar unter der Ikone in der Roten Ecke im Jakowlew-Haus
Rote Ecke im Jakowlew-Haus Alle Fotos 24.Juli 2007 weiter zu Teil 2 Das karelische Wunder – Kishi, Teil 1 Für Fragen und Vorschläge benutzen Sie ausschliesslich das Thema Russland in unserem Forum.
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