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Gegen Würmer. Einen großen Theil der Krankheiten bei Menschen
und Thieren schreibt der Volksglauben Würmern zu. (Vgl. die
kleinen Leute.) Mit diesem Ausdruck werden nicht nur die wirklichen
Intestinal-Würmer, sondern auch das Panaricium (Wurm am Finger) bezeichnet.
(Kuhn, Indische u. germ. Segenssprüche. Zeitschr.
f. vgl. Sprachf. XIII, S. 135.) 1. Wenn das Vieh Würmer in einer Wunde hat, so sprich:
Dann streicht man dem Vieh von der Nase über den Rücken bis auf die Füße hinunter und klopft ihm mit der flachen Hand dreimal an den Bauch, während die höchsten Namen genannt werden. Dreimal zu wiederholen. (Neudorf bei Graudenz.) 2. Gegen Würmer bei Menschen und Pferden, auch gegen den Bandwurm:
4. Ohne alle Mühe lassen sich die Würmer
im Schweine vertreiben, wenn nur Jemand so gefällig ist, zu dem Besitzer
zu sagen: "Deine Schweine haben Würmer!" Er erwiedert alsdann
nichts, sondern geht stillschweigend seines Weges, am dritten Tage sind
die Würmer verschwunden. 5. Wenn ein Thier Würmer in Wunden bekommt, so muß man vor Sonnenaufgang an einen Ort gehen, wo die Disteln mit rothen Köpfen und stachligten Stengeln stehen, vier Disteln übereinander knicken, daß die vier Köpfe nach den vier Himmelsgegenden gerichtet sind, und über die Kreuzung einen Stein legen. Vorher soll man ein Vaterunser beten. (Wallendorf, Töppen, S. 99.) 6. Gegen die Würmer im Pferde. Quelle: H. Frischbier, Hexenspruch und Zauberbann.
Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen,
Berlin 1870. S. 97ff |