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Beim Weben. Beim Weben muß man, damit es gut gelinge, Folgendes
beobachten.
Das Gewünschte geschieht, das Garn wird schnell abgewebt. Beim Scheeren macht man alle 8 Ellen einen Strich,
"Schmied", wohl so genannt, weil die Anzeichnung mit
Kohle geschieht; man nennt daher auch ein Stück Zeug von so und soviel
mal 8 Ellen, so und soviel "Schmiede". Kommt nun beim Aufbringen
der "Schmied" auf die linke Seite, so geht es mit dem Abweben
langsam - der "Schmied" ist auf der faulen Seite -; befindet
er sich stets auf der rechten Seite, so geht es flink mit dem Weben. *) Linder, b. h. loser, nicht
so dicht in der Fadenlage, als die übrige Leinewanb. Das Linderende
ist die Verlängerung des Aufzuges (Scheering) und wird durch ein
Tuch (Lindertuch) oder durch Schnüre, welche um den Linderstock gezogen
sind, festgehalten. Quelle: H. Frischbier, Hexenspruch und Zauberbann.
Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen,
Berlin 1870. S. 126f |