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Gegen den Urok. Nach Mrongovius poln.-deutsch. Wb. heißt Urok
das Beschreien, Besprechen, Behexen, Bezaubern; in Masuren versteht man
jedoch darunter Uebelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel. Der Urok ist die
Folge von allerlei bösen Einflüssen und wird nicht immer auf
böse Menschen zurückgeführt, sondern scheint vielmehr unsichtbaren
Mächten zugeschrieben zu werden. Gewöhnlich jedoch erzeugt ihn
der böse Blick. (Töppen, S. 37.) 1. Es ging Gottes Mütterchen durch einen Kastanien-Wald, es begegnete ihr Herr Jesus selbst und fragte sie: Wohin gehst du, meine liebste Mutter? Sie sprach: Ich gehe zu dem getauften N. N., dreimal neun uroki zu versegnen. Sprach zu ihr Herr Jesus: Gehe hin und versegne durch Gottes Macht, des Sohnes Gottes und des heiligen Geistes Hülfe und durch das heilige Evangelium. Im Namen etc. Amen, Amen, Amen! (Töppen, S. 47.) Quelle: H. Frischbier, Hexenspruch und Zauberbann.
Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen,
Berlin 1870. S. 91f |