Ein junger Uhrmacher sollte im Feldkircher Pfarrkirchturm die Uhr aufziehen. Als er beim Spitzbogentürchen über die ersten Stufen der schmalen steinernen Wendeltreppe hinanstieg, trat ihm der „aufgegestellte" Tod (Gerippe) entgegen; er hielt eine Schrift in der Hand. Vor Grausen ward dem Uhrmacher im Augenblick das Haar schneeweiß. Er ging zeitlebens nie mehr allein die Uhr aufziehen.
Quelle: Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg, Richard Beitl, 1953, Nr. 267, S. 155