Verschiedene Schätze


Vorwerk Fragenstein©Wolfgang Morscher
Gepflasterter Boden, Burgruine Fragenstein, Zirl
Vorwerk des oberen Turmes

© Wolfgang Morscher, 4. April 2004

Einige kleine Mädchen von Zirl giengen oft zur Ruine Fragenstein hinauf, um dort zu spielen. Da bemerkte einst eines derselben einen unterirdischen gang, an dessen Wänden wunderbar glänzendes, goldenes und silbernes "Gotz'nzuig" (Kochschellen) hieng. Sofort lief es zu seinen Gespielinnen, erzählte ihnen davon und wollte sie zu der Stelle führen. Allein jetzt war kein unterirdischer Gang mehr zu finden, da der Schatz eben nur auf wenige Augenblicke geblüht hatte.

Informationstafel©Wolfgang Morscher
Informationstafel zur Ruine Fragenstein, Zirl
© Wolfgang Morscher, 4. April 2004

"Ruine Fragenstein/
Die Burg wurde zwischen 1200 und 1220 erbaut und war vom Anfang an
landesfürstlicher Ansitz./
Das Geschlecht der Fragensteiner ist ca. 100 Jahre nachweisbar.
Nach dem Erlöschen der Fragensteiner wurde um 1290 die Feste an
Otto Charlinger und ab 1365 an Parzifal v. Weineck übergeben, der auch
den oberen (westlichen) Turm errichtete./
Zweimal weilte der Tiroler Minnesänger Oswald v. Wolkenstein auf der Burg.
Nach 1423 ging die Burg endgültig an die Tiroler Landesfürsten über.
Friedrich II: (mit der leeren Tasche) und sein Sohn Sigmund (der Münzreiche)
weilten öfters auf der Burg./
Kaiser Maximilian I: ließ die Burganlagen wohnlicher ausgestalten und
wohnte wiederholt anläßlich seiner Jagden auf Fragenstein./
Infolge des Spanischen Erbfolgekrieges (Bayrischer Rummel)
brannte die Burg 1703 vollständig aus./
Renovierungsarbeiten durch den Heimatbund und die Marktgemeinde Zirl
verhindern den totalen Verfall der Ruine."



Quelle: Sagen aus Innsbruck's Umgebung, mit besonderer Berücksichtigung des Zillerthales. Gesammelt und herausgegeben von Adolf Ferdinand Dörler, Innsbruck 1895, Nr. 58/10.