Sämtliche Stücke der vorliegenden Sammlung sind vom Unterzeichneten selbst aus den betreffenden Urtexten übersetzt worden. Der der Sammlung zu Grunde liegende Plan ist aus dem Inhaltsverzeichnis zu ersehen, das auch die Stellennachweise für die einzelnen Erzählungen enthält.
Indische Namen und andere Wörter sind nicht in der Umschrift gegeben, welche in indologischen Werken üblich ist, sondern im deutschen Alphabet. Nur ein Laut ließ sich durch keinen Näherungswert unseres Alphabetes ausdrücken, wir setzen für diesen das Zeichen m ein, welches aber keinen Labial, sondern nur Nasalierung des vorhergehenden Vokals bedeutet; "am" ist also wie das französische Substantivum an zu sprechen. Die Betonung indischer Namen entspricht den lateinischen Betonungsgesetzen.
Die unserem Lande beigegebenen Abbildungen stellen indische Götter, namentlich Awataras des Gottes Wischnu dar. Sie sind der großen illustrierten Mahabharata -Handschrift der königlichen Hof- und Staatsbibliothek München entlehnt. Auch an dieser Stelle sei der Direktion dieser Bibliothek für die Erlaubnis zur Benutzung der Handschrift und zur Veröffentlichung der Bilder herzlichst gedankt.
Döbeln, den 1. Juli 1918
Johannes Hertel
Quelle: Johannes Hertel, Indische Märchen, Jena
1919, S. 3
Für SAGEN.at korrekturgelesen von Christine Haack, März 2005.