BASILIUS,
hl.
aus: E. Hoffmann-Krayer, H. Bächtold-Stäubli,
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens,
Berlin und Leipzig 1932
Basilius, hl., Bischof von Cäsarea und Kirchenlehrer mit dem
Beinamen der Große, Vater des morgenländischen Mönchtums
1), gest. 379, Fest 14. Juni, in Kölner Festkalendern des
13. und 14. Jhs. aufgeführt 2). Dem hl. Basilius wird eine
der in den liturgischen Büchern der griechischen Kirche aufgeführten
Beschwörungsformeln gegen Besessene zugeschrieben. In diesem Exorzismus
wird eine Reihe Tiere genannt, die in der Legenden- und Sagenwelt seit alters
eine Rolle gespielt haben, auch in dem uralten Johannisgebet für den
Zweck der Weinsegnung genannt werden 3). Der Basiliustag wird
bei slavischen Völkern besonders geachtet. Serbische Zigeunermädchen
versuchen sich an diesem Tag mit Liebeszauber 4). Des Heiligen
Bild an das Hirtenhäuschen befestigt, schützt nach französischem
Volksglauben die Herde vor dem Wolf 5).
1) Künstle Ikonographie
120.
2) Zilliken Kölner Festkalender 76.
3) Franz Benediktionen 2, 576.
4) Urquell 3 (1892), 12; ZfVk. 4 (1894), 160.
5) Wolf Beiträge 1, 248; Sébillot Folk-Lore 3,
41.
Wrede.