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Die Einwall-Kapelle steht bei Kirchdorf in Tirol, westlich des Hofes Einwall und nahe dem Weiler Griesenau im Kohlental. Sie ist keine große Wallfahrtskirche mit breiter Mirakelüberlieferung, sondern eine kleine, stille Mariahilfkapelle, wie sie für die Tiroler Volksfrömmigkeit besonders typisch ist. Gerade ihre Lage abseits des Dorfzentrums macht sie zu einem Ort der persönlichen Andacht, an dem Vorübergehende, Bewohner der Umgebung und einzelne Wallfahrer innehalten konnten. Die Kapelle ist als denkmalgeschütztes Objekt ausgewiesen; in der aktuellen Denkmalliste wird sie westlich von Einwall 2 in Kirchdorf in Tirol geführt. Der Bau stammt aus dem Jahr 1793. Die Kapelle ist gemauert, einjochig, besitzt einen runden Chorschluss und ein steiles, holzschindelgedecktes Satteldach. Damit entspricht sie dem schlichten Typ einer ländlichen Andachtskapelle: klein im Maßstab, aber sorgfältig gebaut und durch ihre Form klar als Sakralraum erkennbar. An der Kapelle ist die Inschrift "C.E. MDCCLXXXXIII, C.N." erhalten, die ebenfalls auf das Baujahr 1793 verweist. Im Inneren befindet sich ein kleiner Rokokoaltar mit einer Kopie des Innsbrucker Mariahilfbildes. Dieses Gnadenbildmotiv war in Tirol weit verbreitet und wurde in vielen Kapellen, Häusern und Bildstöcken verehrt. Für die Einwall-Kapelle ist daher weniger eine eigene große Ursprungssage entscheidend, sondern die Einbindung in die allgemeine Mariahilf-Verehrung: Maria wird hier als Helferin in Not, Krankheit, Gefahr und alltäglichen Sorgen angerufen. Auch über dem Portal befindet sich ein Mariahilfbild, wodurch die marianische Widmung schon beim Eintritt sichtbar wird. Volkskundlich besonders aufschlussreich ist der Hinweis, dass sich in der Kapelle einst zahlreiche Votivgaben befanden, die leider abhanden gekommen sind. Gerade solche Votivgaben wären wichtige Zeugnisse persönlicher Bitten und Danksagungen gewesen: Sie zeigen, dass die Kapelle nicht nur dekorativ oder privat-fromm verstanden wurde, sondern tatsächlich als Ort erhoffter Hilfe und erfahrener Erhörung. Dass diese Gaben verschwunden sind, macht die Überlieferung ärmer, bestätigt aber zugleich den früheren Andachtscharakter des Ortes. |
| | Lage: westlich Einwall 2, 6382 Kirchdorf in Tirol. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Tiroler Unterland |
| | Ansicht in Street View: https://maps.app.goo.gl/hyoMP9o1H7sWGRUU7 |
| | Geöffnet: |
| | Einwall-Kapelle, Kirchdorf in Tirol: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Einwall-Kapelle, Kirchdorf in Tirol - Portal: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Einwall-Kapelle, Kirchdorf in Tirol - Mariahilf-Altar: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Einwall-Kapelle, Kirchdorf in Tirol - Mariahilf-Altar: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Einwall-Kapelle, Kirchdorf in Tirol - Inschrift: "C.E. MDCCLXXXXIII, C.N." (1793): |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |