Hopfgarten im Brixental, Elsbethenkapelle (ehemalige Wallfahrt)

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Wallfahrt:Hopfgarten im Brixental, Elsbethenkapelle (ehemalige Wallfahrt)
Status:Historische beziehungsweise erloschene Wallfahrt.
Kultzentrum:Volkskundlich handelt es sich daher um eine nachträgliche Gründungslegende, die den Namen Elsbethen, die Burg Engelsberg, die heilige Elisabeth und eine wundertätige Quelle miteinander verbindet.
Ort:Hopfgarten im Brixental
Region:Tiroler Unterland
Bundesland:Tirol
Lage und Besuch
•Lage: östlich Elsbethen 14, 6361 Hopfgarten im Brixental.
•Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Tiroler Unterland
•Ansicht in Street View
•Web: Pfarre Hopfgarten
•Öffnungszeiten: tagsüber frei zugänglich.
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Ausführliche Beschreibung

Das Kirchlein geht auf eine Stiftung des Engelsberger Propstes Bartholomäus von Hamersbach zurück. Üblicherweise wird das Jahr 1494 genannt; der neuere Kirchenführer weist allerdings darauf hin, dass die letzte Ziffer des eingemauerten Wappensteins möglicherweise als 5 zu lesen ist, sodass auch 1495 denkbar wäre. Die Weihe zu Ehren der heiligen Elisabeth von Thüringen erfolgte 1511 durch den Chiemseer Bischof Berthold Pürstinger. Das Elsbethenkirchlein gilt als einzige Tiroler Kirche mit diesem Patrozinium.

Der Bau ist im Kern spätgotisch und wurde später mehrfach verändert. Er besitzt ein gotisches Marmorportal und einen Dachreiter. Die heutige Innenausstattung stammt überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der aus barocken Teilen um 1720 zusammengesetzte Altar trägt ein 1881 von Johann Fuchs gemaltes Bild der heiligen Elisabeth vor der Landschaft von Elsbethen, Engelsberg und Hopfgarten. Zur weiteren Ausstattung gehören Figuren der heiligen Virgil und Rupert, ein Bild der Vierzehn Nothelfer von 1803 sowie ein Gemälde zur örtlichen Gründungslegende.

Mit dem Kirchlein verbindet sich eine ausführliche Sage. Danach lebte auf Schloss Högau eine fromme Tochter namens Elsbeth, die den Ritter von Engelsberg heiratete. Ein zurückgewiesener Ritter von Itter nahm das Paar gefangen und ließ es im Kerker beinahe verdursten. In ihrer Not erschien ihnen die heilige Elisabeth; auf ihren Hinweis entsprang aus der Kerkerwand eine Quelle. Der Ritter von Itter bekehrte sich daraufhin und ließ zum Dank das Elsbethenkirchlein erbauen.

Diese Sage erklärt das Elisabethpatrozinium durch das Motiv der wunderbaren Wasserrettung. Historisch ist die Kapelle jedoch nicht von einem Ritter von Itter, sondern vom Engelsberger Propst gestiftet worden. Volkskundlich handelt es sich daher um eine nachträgliche Gründungslegende, die den Namen Elsbethen, die Burg Engelsberg, die heilige Elisabeth und eine wundertätige Quelle miteinander verbindet.

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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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