| Wallfahrt: | Die Wallfahrtskirche beziehungsweise Gnadenkapelle Maria-Hilf in Strengen liegt im Tiroler Oberland, im Stanzertal, im Bereich des Ortsteils Klaus . |
| Status: | Historischer Mariahilf-Gnadenort, dessen Kult nach Verlegung der Kapelle weitergeführt wurde. |
| Kultzentrum: | Mariahilf-Gnadenbild. |
| Ort: | Strengen |
| Landesteil: | Tiroler Oberland |
| Bundesland: | Tirol |
| • | Lage: Klaus, 6571 Strengen. |
| • | Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Tiroler Oberland |
| • | Ansicht in Street View (Luftbild) |
| • | Web: Pfarre Strengen |
| • | Öffnungszeiten: tagsüber geöffnet. |
| • | Bilddokumentation |
| • | Ausführliche Beschreibung |
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Die Wallfahrtskirche beziehungsweise Gnadenkapelle Maria-Hilf in Strengen liegt im Tiroler Oberland, im Stanzertal, im Bereich des Ortsteils Klaus. Strengen selbst liegt an der alten Verkehrsachse zwischen Landeck und Arlberg; gerade diese Lage macht die Mariahilf-Wallfahrt volkskundlich interessant, denn sie steht nicht abgeschieden auf einem Berg, sondern im Erfahrungsraum von Straße, Durchzug, Talenge und Reisegefahr.
Die ältere Kapelle wird bereits 1702 erwähnt. Sie stand im Strenger Ortsteil Klaus, in jenem Bereich, in dem später die Straße verlief. 1954 musste diese alte Kapelle dem Straßenbau weichen; oberhalb der Klaus wurde daraufhin die heutige, als Wallfahrtskirche bekannte Gnadenkapelle Maria-Hilf errichtet. Damit ist Strengen ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie ein älterer Gnadenort durch den modernen Verkehr nicht verschwand, sondern verlegt und weitergeführt wurde.
Im Mittelpunkt der Verehrung steht ein Mariahilf-Gnadenbild. Die Mariahilf-Verehrung gehört zu den wichtigsten marianischen Frömmigkeitsformen Tirols und verbreitete sich besonders durch Kopien des berühmten Innsbrucker Mariahilfbildes.
Die Wallfahrt erhielt ihren Ruf nicht durch eine große, weit ausgeschmückte Ursprungssage, sondern durch lokale Verehrung und überlieferte Gebetserhörungen. In der Maria-Hilf-Gnadenkapelle sollen im Jahr 1871 der Überlieferung nach zwei wundersame Heilungen stattgefunden haben. Gerade solche knappen Mirakelhinweise sind volkskundlich wichtig: Sie zeigen, dass Menschen den Ort nicht nur als Kapelle, sondern als wirksamen Gnadenort verstehen.
Bis heute lebt die Wallfahrt in Strengen weiter, Wallfahrten mit anschließender Lichterprozession zur Gnadenkapelle finden statt.
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher
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