Wallfahrt Thaur, Lorettokapelle

Schnellüberblick
Wallfahrt:Historische Loreto-Wallfahrt zur Schwarzen Madonna.
Status:Wallfahrt erloschen; die Kapelle wird weiterhin kirchlich genutzt.
Kultzentrum:Schwarze Madonna von Loreto und historischer Stationsweg von Innsbruck nach Loretto.
Ort:Thaur
Region:Innsbruck-Land
Bundesland:Tirol
Lage und Besuch
Lage: Haller Straße, 6065 Thaur.
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Tirol - Innsbruck-Land
Ansicht in Street View
Web: Pfarre Thaur
Öffnungszeiten: Jeden Montag um 19.00 Uhr findet eine Messe statt.
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Bilddokumentation
Ausführliche Beschreibung

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Außenaufnahme, Innenaufnahme:

Thaur, Lorettokapelle
Thaur, Lorettokapelle

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie SAGEN.at-Fotogalerie

Thaur, Lorettokapelle

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Ausführliche Beschreibung

Die Kirche Maria Loretto im Gemeindegebiet Thaur bei Hall (Exklave, Katastralgemeinde Thaur II) in Tirol war ursprünglich ein Marienheiligtum und lokaler Wallfahrtsort. Die Verehrung der Schwarzen Madonna in Thaur ist die älteste Loretto-Wallfahrtskirche im deutschsprachigem Raum.

Die Wallfahrt ist erloschen, wegen der auffallenden Architektur trotzdem hier erwähnt.

Die kleine Kirche im Spätrenaissancestil wurde 1589 auf 1590 erbaut. Das fensterlose Langhaus und das Turmfundament sind mit wuchtigem rötlichen Quaderwerk verziert. Darüber erhebt sich ein steiles Satteldach und der spitzhelmige Turm. Das Portal ist aus Nagelfluh. Dach, Helm und Turmobergeschoß wurden zuletzt 2012 neu geschindelt.

Die Bildstöcke an der Hallerstraße sind ein von Erzherzog Ferdinand II. gestifteter Stationsweg am historischen Weg von Innsbruck über Rum nach Loretto.

Die Bildstöcke stammen aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, vielleicht wie die Lorettokapelle selbst aus der Zeit um 1589/90.

Die insgesamt 15 Bildsäulen sind aus Brekziesteinen, stehend auf einem Sockel; sie haben einen abgefasten Schaft und ein quadratisches Tabernakelgehäuse. Ihre hutartig geschwungenen Steindächlein zieren kleine Kreuze. 1628 wurden die baufällig gewordenen Bildstöcke und die auf Kupfer gemalten Bildnisse auf Anordnung von Erzherzog Leopold V. instand gesetzt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden sie von namhaften Tiroler Künstlern mit Darstellungen der Rosenkranzgeheimnisse neu gestaltet. Sie sind teils auf Eternit gemalt.

Einige der Bildstöcke wurden schon im Laufe des 20. Jahrhunderts umgestellt. Im Zuge des vierstreifigen Ausbaus der B171 von 2009 bis 2011 wurden fünf Bildstöcke fachgemäß demontiert, in der Werkstatt restauriert, und in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt ab 2012 wieder an geeigneten Plätzen aufgestellt. (Text nach Wikipedia)

Literatur zur Wallfahrt:

Hans Hörtnagl, Das Loretokirchlein in der Haller Au, in: Innsprugg, Bürger, Bauten, Brauchtum; gesammelte heimatkundliche Schilderungen, Innsbruck 1932, S. 180 - 187.

A. Mollnig, Maria-Loreto in der Haller Au in der josefinischen Zeit, in: Tiroler Heimatblätter, 10. Jg., Februar 1932, S. 63 - 66.

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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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