Wallfahrt Mariahilfkapelle am Birkenberg

Schnellüberblick
Wallfahrt:Marienwallfahrt zur Mariahilfkopie; örtlich auch Kinderwunschbrauch beim sogenannten Mohrele.
Status:Lokaler Wallfahrts- und Andachtsort am Birkenberg.
Kultzentrum:Mariahilfbild nach Lukas Cranach; Altar mit Franz-Xaver-Darstellung und Mohrele-Überlieferung.
Ort:Telfs, Birkenberg
Region:Innsbruck-Land
Bundesland:Tirol
Lage und Besuch
Lage: Birkenberg 6, 6410 Telfs.
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Tirol - Innsbruck-Land
Ansicht in Street View
Web: Seelsorgeraum Telfs
Öffnungszeiten:
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Bilddokumentation
Ausführliche Beschreibung

Bilddokumentation

Außenaufnahme:

Wallfahrt Mariahilfkapelle am Birkenberg

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Innenaufnahme:

Der Hauptaltar stammt vom Stamser Bildhauer Andreas Thamasch. In der Mitte des Hauptaltars findet man ein Bild im Bild, das Maria-Hilf-Bild. Es handelt sich um eine Darstellung von großen und kleinen Engeln, die so gemalt sind, als ob sie den Rahmen des Bildes im Zentrum tragen würden. Das Bild im Zentrum zeigt die Muttergottes mit dem Jesuskind. Hierbei handelt es sich um eine Nachbildung des Originals vom berühmten Maler Lukas Cranach aus dem Innsbrucker Dom.

Auf der rechten Seite des Hauptaltares sieht man den heiligen Franz Xaver, wie er gerade ein indisches Kind tauft. Bei diesem schwarzen Kind handelt es sich um das Mohrele. Die Legende besagt, dass, wenn jemand sich Nachwuchs wünscht, dieser zum Mohrele wallfahren muss. Dann wird sich der Kinderwunsch erfüllen. Allerdings muss man dem Mohrele recht zureden, dass es das Kind auch gesund und wohlbehalten ins Haus bringt. Mit seinen schneeweißen Zähnen hat es schon oft Unheil angerichtet, und die kleinen Babys so zugerichtet, dass sie bald darauf sterben mussten. (Karl Schönherr, Anna Otto-Härting, Josef Schweinester: Mei'r Huamat. Mundartgedichte, Erzählungen, Sagen und Volksweisheiten aus Telfs (Tirol). Hrsg.: Marktgemeinde Telfs. Eigenverlag, 1997, zitiert nach Wikipedia)

Wallfahrt Mariahilfkapelle am Birkenberg

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Gnadenbild:

Wallfahrt Mariahilfkapelle am Birkenberg, Gnadenbild

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

Ausführliche Beschreibung

Die Mariahilfkapelle oder auch Kapelle Mariä Heimsuchung liegt in der Gemeinde Telfs im Ortsteil Birkenberg, direkt am Fuße der Hohen Munde.

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts ließen die Brüder F. und J. Kranewitter hier eine erste Kapelle erbauen, in der eine Kopie des Mariahilfbildes von L. Cranach in Innsbruck aufgestellt wurde. Der Anlass zum Kapellenbau war die nach dem Dreißigjährigen Krieg zunehmende Verehrung des Gnadenbildes "Mariahilf" in Innsbruck. Der bedeutende Zulauf machte eine Vergrößerung der Kapelle nötig, und so kam es zum Neubau gegen Ende des 17. Jahrhunderts.

Legende: Ein Bauer versprach, zwei Glocken zu stiften. Da er das Gelübde nicht hielt, erblindete er. Er bereute, gelobte neuerdings, die Glocken zu spenden, und wurde daraufhin wieder sehend. Doch er hielt sein Versprechen wiederum nicht und erblindete abermals. (Fischer-Stoll, 2, S. 25).

Die Kapelle wurde im Jahr 1648 geweiht. Um 1694 vergrößerter Neubau als barocker Rundkuppelbau in der Nachfolge der Mariahilf-Kirche in Innsbruck.

Literatur zur Wallfahrt:

- Das Mohrele von Birkenberg auf SAGEN.at

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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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