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Die Wanderung zur Heiligkreuzkirche nach Säben. Das Kloster Säben war eine Benediktinerinnenabtei auf dem Säbener Berg in Südtirol. Es wurde im ausgehenden 17. Jahrhundert durch Nonnen des Salzburger Stifts Nonnberg gegründet und bestand bis November 2021. Seit 2024 übernehmen Mönche der österreichischen Zisterzienserabtei Heiligenkreuz die Pilgerseelsorge auf dem Klostergelände.
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| | Lage: Kloster Säben, Säbener Aufgang 21 / Salita Sabiona 21, I-39043 Klausen (BZ). |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Südtirol |
| | Ansicht in Street View (Blick vom Parkplatz) |
| | Web: Seelsorgeeinheit Klausen-Sabiona |
| | Geöffnet: täglich zu den üblichen Kirchenöffnungszeiten geöffnet |
| | Hinweise: das Kloster Säben ist nur zu Fuß zu erreichen! Entweder von Klausen über den Kreuzweg (ca. 30 min.) oder die Säbener Promenade (ca. 40 min.), oder von Pardell (Parkplatz am Torgglhof, Pardell 58 – ca. 10 min.) Die Innenräume des Klosters sind nicht zu besichtigen. Das Gästehaus des Klosters ist derzeit geschlossen, eine Übernachtung nicht möglich. |
| | Der malerische Aufgang zum Kloster Säben: Zweifellos "malerisch": seit über 100 Jahren ein bekanntes Postkarten- und Fotomotiv und auf unzähligen Gemälden und Ansichten - der Aufgang auf den Säbener Berg zum Kloster Säben aus der Altstadt in Klausen. |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Der Weg zum Kloster Säben anfangs über viele Treppen: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Kloster Säben - Südtiroler Urweg: Als "Südtiroler Urweg" werden unveränderte Wege bezeichnet, die seit der Urzeit begangen werden. Der Burgfelsen von Säben war bereits um 2300 vor Christus, also seit rund 4000 Jahren besiedelt. Auch in der Bronzezeit war Säben bewohnt, wie Keramikfragmente belegen. Die frühen Baurelikte wurden bei ausführlichen Grabungen von 1978 - 1982 ausgegraben und wurden wie auch die "Kirche am Weinberg" u.a. aus Kostengründen wieder zugeschüttet und ein Weinberg gepflanzt. (nach Hanspaul Menara, Südtiroler Urwege, 1992). |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Kloster Säben - Liebfrauenkirche: Am neugotischen Altar der Marienkapelle ist eine Kopie der berühmten spätgotischen Skulptur der thronenden Madonna mit Kind ("Gnadenmutter von Säben") zu besichtigen. |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Kloster Säben - Marienkapelle (Gnadenkapelle): Neben der Liebfrauenkirche befindet sich die Gnadenkapelle oder Marienkapelle. Außen über der Eingangstür sieht man ein modernes Muttergottesbild des Südtirolers Rudi Uibo aus dem Jahr 1990. Die Gesichter von Mutter und Kind verschmelzen derart, dass drei Augen für beide genügen. Die Kapelle stammt in den Grundzügen aus der romanischen Stilepoche. Von den gotischen Umbauten um 1400 ist noch das zarte Gewölbe in der Apsis erkennbar. Um 1863 erfolgte eine letzte Veränderung im neugotischen Stil (Altar und Bänke). (Nach: Die Kirchen von Klausen, Sepp Krismer, Klausen 2005). |
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| | Kloster Säben - Altar Marienkapelle (Gnadenkapelle): In der Hauptnische des Altares sieht man die Muttergottesstatue, die als Säbener Gnadenmutter besonders verehrt wird. Das Original der Muttergottesstatue des Meisters Leonhard von Brixen dürfte sich im Kloster befinden, die gute Kopie wurde samt den vier Bischöfen links und rechts 1991 vom Bildhauer Otto Schrott aus Klausen angefertigt. Der Altar ist neugotisch und stammt von Josef Knabl. Wegen Kirchendiebstahl in den 1970er Jahren wurde der Altarraum 1986 durch ein Gitter abgesichert. (Nach: Die Kirchen von Klausen, Sepp Krismer, Klausen 2005). |
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| | Kloster Säben - Weg von Klausen über Keschtnweg: Der Weg von Klausen über den Keschtnweg ist die lohnendere Wegvariante. Beim Eingang zum Kloster Säben durchquert man zwei Tunnels, die um die vorletzte Jahrhundertwende angelegt wurden.: |
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| | Kloster Säben - Innenhof:
Von den Klostergebäuden selbst kann man als Besucher neben den Kirchen nur den Innenhof besuchen. |
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| | Kloster Säben - Jubiläumsbrunnen von Martin Rainer, 1986: In der Ecke vor der Klosterkirche wurde im Jahr 1986 von der Südtiroler Landessparkasse zum 300jährigen Klosterjubiläum ein Brunnen errichtet. Der Künstler Martin Rainer (1923 - 2012) zeigt den religiösen und geschichtlichen Werdegang des Heiligen Berges von Tirol auf. Ganz oben bzw. über dem Wasser sieht man die Symbole der göttlichen Dreifaltigkeit, das Auge für Gott Vater, das Lamm mit dem Kreuz für Gott Sohn und die Taube (über dem Wasser) für den Hl. Geist. In der Mitte sehen wir den Räterbischof Ingenuin, der das A und Ω als Sinnbild der Heiligen Schrift an seine Nachfolger bis zum heutigen Tag weitergibt. Die Ordensgeschichte Säbens ist durch die beiden Außenfiguren dargestellt. Links erkennt man den hl. Benedikt, rechts die hl. Schollastika mit einer Novizin und der benediktinischen Ordensregel "ora et labora". Das angedeutete Gebäude, unter dem das Wasser hervorquillt, stellt Säben als Wallfahrtsort dar. Die Pilger kommen von links und rechts. Der erste bückt sich, um zu trinken, oder im übertragenen Sinne, um seinen Durst an der Quelle des Glaubens zu stillen. Die Gruppe rechts zeigt die Gadertaler, die seit Jahrhunderten jedes dritte Jahr nach Säben pilgern. (nach: Die Kirchen von Klausen, Sepp Krismer, Klausen 2005). |
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| | Säben - Klosterkirche Hauptaltar Der Hauptaltar der Klosterkirche Säben. Die Kirche wurde von Giovanni Battista Delai errichtet und 1687 geweiht. Durch die etwas hastige Ausführung der Bauarbeiten stürzte wenige Jahre später ein Teil davon ein. Somit wurden eine Renovierung und eine Neuweihe im Jahr 1693 nötig. Das Hochaltarbild zeigt den Tempelgang Mariens und ist eine künstlerisch wertvolle Arbeit des Malers Franz Metz. (nach: Die Kirchen von Klausen, Sepp Krismer, Klausen 2005). Rechts vom Hauptaltar befindet sich die Chorkapelle (nicht im Bild), in der seit Anfang September 2024 wieder täglich und frei zugänglich um 11:30 die Hl. Messe in deutscher Sprache auf Säben gefeiert wird. Im Sommer auch in der Klosterkirche. |
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| | Heiligkreuzkirche Säben - Mauerwerk: Die älteste Kirche an dieser Stelle reicht mindestens um die Zeit 600 n. Chr. zurück, in unmittelbarer Nähe die "Kirche im Weinberg" (nicht zu besichtigen bzw derzeit zugeschüttet) auf die Jahre um 300 - 350 n. Chr. Die Mauersteine und die regelmäßigen Dioritquader dürften großteils von der romanischen Basilika an dieser Stelle stammen. |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Heiligkreuzkirche Säben: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Heiligkreuzkirche Säben - Kreuz am Hauptaltar
Das große Kreuz am Hauptaltar in der Heiligkreuzkirche auf Säben wird dem Brixner Meister Leonhard um 1470 zugeschrieben. Die Heiligkreuzkirche am höchsten Punkt des Säbener Berges geht auf eine Doppel-Kirche etwa aus dem Jahr 600 zurück. Die Außenmauern stammen von der romanischen Basilika aus dem 12. Jahrhundert, später erfolgte ein gotischer Umbau, der jetzige Zustand stammt vom Klostergründer Matthias Jenner 1679. |
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| | Kloster Säben:
Blick von der Stadt Klausen. |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |