| Wallfahrt: | Jüngere Marienwallfahrt, entstanden seit 1828 aus einem an einer Birke befestigten Mariazeller Andachtsbild und dem Krankheitsgelübde Anton Kobalds. |
| Status: | Lebendiger regionaler Marienwallfahrtsort mit regelmäßigen Fatimawallfahrten am 13. des Monats und mehreren traditionellen Marienwallfahrtstagen. |
| Kultzentrum: | Nachbildung der Mariazeller Gnadenstatue; der ursprüngliche Gnadenaltar der 1853 errichteten Kapelle ist bis heute erhalten. |
| Hauptfest: | Mariä Heimsuchung am 2. Juli; weitere besondere Termine sind Mariä Himmelfahrt am 15. August, Mariä Geburt am 8. September und die Monatswallfahrten am 13. |
| Besonderheit: | Aus privater Frömmigkeit an der sogenannten Frauenbirke entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein großer Wallfahrtsort; Votivgaben werden in der Kleinen Schatzkammer bewahrt. |
| Ort: | Eichkögl, weithin als Klein Mariazell bekannt. |
| Region: | Steiermark. |
| • | Lage: Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Klein-Mariazell), Eichkögl 149, 8322 Eichkögl. |
| • | Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Steiermark |
| • | Ansicht in Street View |
| • | Web: Pfarre Eichkögl |
| • | Öffnungszeiten: täglich von etwa 8:00 bis 20:00 geöffnet. Die Kleine Schatzkammer der Pfarre mit ihren Votivbildern, Votivgaben und weiteren Gegenständen aus der Geschichte der Wallfahrt kann nur nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. |
| • | Bilddokumentation |
| • | Ausführliche Beschreibung |
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Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Eichkögl, weithin als Klein Mariazell bekannt, gehört zu den jüngeren, zugleich aber besonders anschaulich dokumentierten Marienwallfahrtsorten der Steiermark. Ihre Geschichte beginnt nicht mit einem mittelalterlichen Gnadenbild oder einer kirchlichen Stiftung, sondern mit einem privaten Andachtszeichen: Im Jahr 1828 brachte Theresia Payer von einer Wallfahrt nach Mariazell ein Bild der dortigen Gnadenmutter mit und befestigte es an einer Birke neben einem alten Holzkreuz. Aus diesem zunächst schlichten Andachtsplatz entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein regional bedeutender Wallfahrtsort.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wurde das Krankheitsgelübde ihres späteren Mannes Anton Kobald. Nach seiner als Gebetserhörung verstandenen Genesung ließ er 1853 eine Kapelle errichten, in der eine Nachbildung der Mariazeller Gnadenstatue verehrt wurde. Bereits wenige Jahre später bezeugen Votivbilder den Glauben an erfahrene Hilfe. Der wachsende Pilgerzustrom führte schließlich zum Bau der heutigen großen Wallfahrtskirche, die 1890 vollendet wurde. Bis heute ist Klein Mariazell ein lebendiger Marienwallfahrtsort mit regelmäßigen Wallfahrtsgottesdiensten, Fatima-Andachten und Fußwallfahrten aus der Umgebung.
Klein Mariazell liegt in Eichkögl im Bezirk Südoststeiermark im oststeirischen Hügelland. Die Wallfahrtskirche bildet das religiöse Zentrum des Ortes und ist schon aus größerer Entfernung gut sichtbar.
Kirchlich ist Eichkögl heute eine eigene Pfarre im Seelsorgeraum Feldbach der Diözese Graz-Seckau. Die Entstehung der Pfarre ist jedoch wesentlich jünger als die Wallfahrt selbst: Zunächst entwickelte sich der Gnadenort, später entstand die große Kirche, und erst 1926 wurde Eichkögl zur selbständigen Pfarre erhoben.
An der Stelle des späteren Wallfahrtsortes befand sich ursprünglich ein altes Holzkreuz, das als "Kreuz in der Grueb" bezeichnet wurde. Im Jahr 1828 pflanzte Theresia Payer daneben eine Birke und befestigte daran ein Bild der Mariazeller Gnadenmutter, das sie von einer Wallfahrt nach Mariazell mitgebracht hatte. Die Birke erhielt später die Bezeichnung "Frauenbirke".
Dieser unscheinbare Vorgang ist für die Geschichte von Klein Mariazell von großer Bedeutung. Am Anfang stand keine Erscheinung und kein wundersam aufgefundenes Bild, sondern ein persönliches Wallfahrtsandenken, das aus dem großen Gnadenort Mariazell in die Heimat mitgenommen wurde. Das kleine Bild an der Birke entwickelte sich nach und nach zu einem lokalen Andachtszeichen, vor dem Menschen beteten und Maria um Hilfe anriefen.
Volkskundlich lässt sich darin eine Übertragung von Heiligkeit erkennen. Ein Gegenstand, der mit einem bedeutenden Wallfahrtsort verbunden war, trug die Erinnerung an diesen Ort in die Heimat weiter und konnte selbst zum Mittelpunkt neuer Frömmigkeit werden. Klein Mariazell entstand somit gewissermaßen als regionaler Tochterkult des großen steirischen Mariazell.
Theresia Payer heiratete später den Gastwirt Anton Kobald, dessen Gasthaus sich in der Nähe der Frauenbirke befand. Im Winter 1852/53 erkrankte Kobald schwer an einer Lungenentzündung. Nach der örtlichen Überlieferung wurde sein Zustand als so ernst angesehen, dass nur geringe Hoffnung auf Genesung bestand.
Kobald gelobte daraufhin, im Falle seiner Gesundung an der Stelle des bisherigen Andachtsortes eine Kapelle zu errichten. Er erholte sich von seiner Krankheit und verstand seine Genesung als Gebetserhörung. Sein Gelübde erfüllte er noch im selben Jahr.
Am 29. September 1853, dem Fest des hl. Erzengels Michael, wurde die neu errichtete Kapelle feierlich gesegnet. In ihr wurde nun nicht mehr nur das kleine Mariazeller Andachtsbild verehrt, sondern eine Nachbildung der Gnadenstatue von Mariazell aufgestellt.
Aus dem privaten Gebet an einer Birke war damit ein öffentlich zugänglicher kirchlicher Andachtsort geworden.
Die Bezeichnung "Klein Mariazell" erklärt sich unmittelbar aus der Entstehungsgeschichte des Kultortes. Bereits das erste Marienbild an der Frauenbirke stammte aus Mariazell, und auch die 1853 aufgestellte Gnadenstatue war eine Nachbildung der berühmten Mariazeller Magna Mater.
Darüber hinaus wurde auch der Gnadenaltar von 1853 dem Mariazeller Vorbild nachempfunden. Die Beziehung zum großen steirischen Gnadenort bestand also nicht nur in der Verehrung einer ähnlichen Marienfigur, sondern wurde bewusst in Bild, Altar und Bezeichnung des neuen Heiligtums aufgenommen.
Klein Mariazell ist damit ein besonders anschauliches Beispiel für die regionale Ausbreitung eines bedeutenden Wallfahrtskultes. Die religiöse Wirkung des großen Gnadenortes wurde durch Nachbildung und Erinnerung in einen neuen lokalen Zusammenhang übertragen.
Der ursprüngliche Gnadenaltar aus der ersten Kapelle ist bis heute erhalten. Er befindet sich heute in einer kleinen Kapelle links vom Kircheneingang und erinnert unmittelbar an die Anfänge des Wallfahrtsortes.
Dieser historische Gnadenaltar ist vom Hochaltar der heutigen großen Kirche zu unterscheiden. Der Hochaltar ist dem Patrozinium Mariä Heimsuchung gewidmet und gehört zur Ausstattung des späteren Kirchenbaues.
Damit besitzt Klein Mariazell zwei miteinander verbundene, aber historisch unterschiedliche Zentren: den ursprünglichen Gnadenaltar als Zeugnis der Wallfahrtsgründung von 1853 und den Hochaltar der heutigen Pfarr- und Wallfahrtskirche.
Nach der Segnung der Kapelle entwickelte sich Klein Mariazell erstaunlich rasch zu einem beliebten Wallfahrtsziel. Gläubige kamen in der Hoffnung auf Hilfe und Gebetserhörung, und schon wenige Jahre später lassen sich klassische Zeugnisse eines Wallfahrtskultes nachweisen.
Das älteste erhaltene Votivbild stammt aus dem Jahr 1857, also nur vier Jahre nach der Einweihung der Kapelle. Weitere Votivbilder tragen die für solche Dankstiftungen typische Aussage "Maria hat geholfen!" und dokumentieren, dass Pilger eine erfahrene Besserung oder Rettung der Fürsprache Mariens zuschrieben.
Der frühe Bestand an Votivbildern ist für die Wallfahrtsgeschichte besonders wertvoll. Er zeigt, dass der Ort nicht erst Jahrzehnte später rückblickend zum Wallfahrtsort erklärt wurde, sondern dass sich bereits wenige Jahre nach der Kapellengründung ein ausgeprägter Gnaden- und Dankkult entwickelt hatte.
Ein Teil der materiellen Zeugnisse der Wallfahrt wird heute in der Kleinen Schatzkammer der Pfarre Eichkögl aufbewahrt, die 1991 eingerichtet wurde. Dort befinden sich Votivbilder, Votivgaben, Andachtsbilder, Kelche und andere Gegenstände aus der Geschichte des Wallfahrtsortes.
Besonders interessant sind auch Stücke, die auf den praktischen Wallfahrtsbetrieb hinweisen, darunter eine Hostienzange und ein tragbarer Beichtstuhl. Solche Gegenstände erinnern daran, dass große Wallfahrten nicht nur aus Prozession und Gebet bestanden, sondern auch einen erheblichen seelsorglichen Aufwand mit sich brachten. Wo zahlreiche Pilger ankamen, mussten Beichten gehört, Kommunionen ausgeteilt und Gottesdienste gefeiert werden.
Davon zu unterscheiden sind jene kuriosen Gegenstände, die im Laufe der Zeit im Klingelbeutel gefunden wurden und heute ebenfalls in der Sammlung gezeigt werden. Sie gehören zur Geschichte der Pfarre und des Museums, sind aber nicht im engeren Sinn als Votivgaben zu verstehen.
Mit dem steigenden Pilgerzustrom erwies sich die Kapelle von 1853 bald als zu klein. Auf Initiative des Ehepaares Anton und Theresia Kobald und mit Unterstützung des zuständigen Pfarrers von Kirchberg begann 1883 der Bau einer wesentlich größeren Kirche.
Die alte Kapelle blieb zunächst bestehen, wurde aber 1888 im Zuge der Bauarbeiten abgetragen. Die neue Wallfahrtskirche konnte 1890 vollendet werden und wurde am 14. Juni desselben Jahres durch Fürstbischof Johannes Baptist Zwerger feierlich eingeweiht.
Die Entwicklung verlief damit in einer bemerkenswerten Reihenfolge: Zuerst entstand der Wallfahrtsort, dann die große Wallfahrtskirche und erst Jahrzehnte später die selbständige Pfarre. Eichkögl wurde mit 1. Jänner 1926 zur eigenen Pfarre erhoben.
Der Gnadenort war somit nicht das Ergebnis einer bereits bestehenden Pfarrstruktur; vielmehr führte gerade der Erfolg der Wallfahrt dazu, dass sich an diesem Platz nach und nach ein eigenständiges kirchliches Zentrum entwickelte.
Seit 1901 bestand in Eichkögl nahezu ununterbrochen eine eigene geistliche Betreuung. Diese war nicht zuletzt notwendig, weil der Wallfahrtsbetrieb eine regelmäßige seelsorgliche Präsenz erforderte.
Noch bevor Eichkögl zur selbständigen Pfarre wurde, musste also auf die religiösen Bedürfnisse der eintreffenden Pilger reagiert werden. Der Wallfahrtsort besaß dadurch bereits früh eine Funktion, die über jene einer gewöhnlichen Kapelle deutlich hinausging.
Auch dieser Umstand zeigt, welche regionale Bedeutung Klein Mariazell um die Wende zum 20. Jahrhundert bereits erreicht hatte.
Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche ist ein neobarocker Bau, der bewusst Formen des heimischen Spätbarocks aufgreift. Das helle dreijochige Langhaus wird von Kreuzgratgewölben überspannt und führt in einen gerade geschlossenen Chor; die Hauptfassade wird vom mehrgeschossigen Glockenturm beherrscht.
Die Ausstattung stammt teilweise aus der Bauzeit der Kirche, teilweise wurden ältere barocke Kunstwerke aus anderen Kirchen übernommen. Dadurch verbindet der Innenraum historistische Architektur mit älteren sakralen Ausstattungsstücken.
Der Hochaltar ist dem Patrozinium Mariä Heimsuchung gewidmet. In seinem Bildprogramm nimmt zugleich die Mariazeller Muttergottes einen wichtigen Platz ein, womit die ursprüngliche Verbindung zum großen steirischen Wallfahrtsort auch in der späteren Kirche sichtbar bleibt.
Das Orgelgehäuse besitzt eine wesentlich ältere Geschichte als das Kirchengebäude. Das Hauptgehäuse wurde 1753 von Ferdinand Schwarz, das Positiv 1794 von Franz Xaver Schwarz geschaffen. Im Jahr 1938 wurde ein neues Orgelwerk der Firma Reinisch eingebaut.
1928 erhielt der Kirchenraum eine malerische Ausgestaltung. Das Fresko über dem Hochaltar zeigt, entsprechend dem Patrozinium, die Heimsuchung Mariens.
Bei der Neugestaltung des Kirchplatzes im Jahr 1993 schuf Franz Donner einen Brunnen, dessen Reliefs die Geschichte des Wallfahrtsortes aufgreifen.
Dargestellt werden unter anderem Szenen aus der Entstehung von Klein Mariazell sowie Menschen, die in Krankheit, Armut oder anderer Not bei Maria Hilfe suchen. Weitere Darstellungen erinnern an den Erzengel Michael und an religiöse Vorstellungen von Gericht und Fürbitte.
Die Geschichte des Wallfahrtsortes wird dadurch nicht nur in schriftlichen Chroniken bewahrt, sondern ist heute unmittelbar im öffentlichen Raum ablesbar. Der moderne Brunnen verbindet Erinnerung an die Gründungsgeschichte mit den traditionellen Anliegen der Wallfahrer.
Eine zusätzliche marianische Tradition entwickelte sich seit Dezember 1977. Seither finden am 13. jedes Monats sogenannte Fatima-Wallfahrten statt.
Damit trat zum älteren Mariazeller Kult des 19. Jahrhunderts eine weitere, im 20. Jahrhundert entstandene Form der Marienfrömmigkeit. Die ursprüngliche Verehrung der Mariazeller Gnadenmutter wurde dadurch nicht ersetzt, sondern durch die Fatima-Spiritualität ergänzt.
Volkskundlich lassen sich in Eichkögl somit mehrere Schichten marianischer Wallfahrtsfrömmigkeit erkennen: Am Anfang steht Mariazell, daraus entwickelt sich Klein Mariazell, und später kommt die Fatima-Wallfahrt hinzu.
Gerade diese Überlagerung verschiedener Marienkulte zeigt, dass Wallfahrtsorte keine unveränderlichen Gebilde sind, sondern neue Frömmigkeitsformen aufnehmen können, ohne ihre ältere Tradition aufzugeben.
Neben den Monatswallfahrten am 13. besitzt Klein Mariazell mehrere besondere Marienwallfahrtstage.
Von Bedeutung ist das Patrozinium Mariä Heimsuchung, das in Eichkögl traditionell am 2. Juli gefeiert wird. Auch Mariä Geburt am 8. September gehört zu den besonderen Wallfahrtsterminen.
Einen weiteren Höhepunkt bildet Mariä Himmelfahrt am 15. August, der sogenannte Große Frauentag, zu dem Gläubige aus der Umgebung nach Eichkögl kommen.
Zusätzlich wird der erste Samstag des Monats als Herz-Mariä-Sühnesamstag begangen. Klein Mariazell besitzt damit bis heute ein dichtes marianisches Gottesdienst- und Wallfahrtsleben.
Die enge Beziehung zwischen Eichkögl und Mariazell besteht nicht nur in der Geschichte des Gnadenbildes, sondern wird heute auch durch einen eigenen Pilgerweg sichtbar.
Seit 2005 führt ein markierter Pilgerweg von Klein Mariazell nach Mariazell; daneben wurde auch ein Pilger-Radweg eingerichtet.
Damit schließt sich die Geschichte des Kultortes in bemerkenswerter Weise: Im Jahr 1828 brachte Theresia Payer ein Marienbild von Mariazell nach Eichkögl und begründete damit indirekt den späteren Wallfahrtsort. Heute ziehen Pilger von Klein Mariazell wieder zum großen Mariazeller Gnadenort.
Die historische Übertragung des Kultes und die heutige Pilgerbewegung verlaufen somit in entgegengesetzter Richtung und verbinden beide Wallfahrtsstätten bis in die Gegenwart.
Klein Mariazell ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie ein neuer Wallfahrtsort aus privater Frömmigkeit entstehen konnte.
Am Anfang steht ein einfaches Andachtsbild, das eine Wallfahrerin aus Mariazell mit nach Hause bringt und an einer Birke befestigt. Durch das Krankheitsgelübde Anton Kobalds erhält der Ort eine neue Bedeutung. Seine Genesung wird als Gebetserhörung verstanden, die versprochene Kapelle wird errichtet, eine Nachbildung der Mariazeller Gnadenmutter aufgestellt und der neue Kultort übernimmt bewusst Elemente des großen Vorbildes.
Bereits wenige Jahre später dokumentieren Votivbilder den Glauben an erfahrene Hilfe. Mit dem wachsenden Pilgerzustrom entstehen größere kirchliche Strukturen, bis schließlich aus dem kleinen Andachtsplatz eine große Wallfahrtskirche und später sogar eine eigene Pfarre hervorgehen.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die Abhängigkeit vom großen Mariazeller Kult. Klein Mariazell zeigt, wie ein berühmtes Gnadenbild durch Kopien, Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken neue lokale Heiligtümer hervorbringen konnte.
Das erhaltene Votivwesen und die Kleine Schatzkammer machen diese Entwicklung auch materiell nachvollziehbar. Zugleich zeigt die spätere Aufnahme der Fatima-Frömmigkeit, wie ältere Wallfahrtstraditionen durch neue marianische Bewegungen ergänzt und fortgeführt werden können.
Klein Mariazell ist bis heute ein lebendiger regionaler Marienwallfahrtsort.
Am 13. jedes Monats finden weiterhin Fatima-Wallfahrten mit Wallfahrtsgottesdienst statt. Hinzu kommen die besonderen Marienfeste des Kirchenjahres sowie traditionelle Fußwallfahrten aus den umliegenden Pfarren.
Auch die Verbindung mit Mariazell ist weiterhin lebendig und wird durch den Pilgerweg von Eichkögl nach Mariazell besonders sichtbar.
Klein Mariazell kann als lebendige regionale Marienwallfahrt mit erhaltenem Gnadenaltar und Votivwesen, monatlichen Fatima-Wallfahrten, traditionellen Marienwallfahrtstagen und fortbestehenden Fußwallfahrten bezeichnet werden.
- Reinhard Weidl: Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, Klein-Mariazell am Eichkögl. Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 461, Salzburg 2006.
- Kurt Woisetschläger / Peter Krenn: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Steiermark (ohne Graz). Wien 1982, Abschnitt Eichkögl.
- Kleine Schatzkammer der Pfarre Eichkögl: Sammlung zur Geschichte der Wallfahrt mit Votivbildern, Votivgaben, Devotionalien und liturgischen Gegenständen.
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher
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