| Wallfahrt: | Kapelle Kleinkirchental bei Hallein: ehemalige Marienwallfahrt mit Ursprungslegende, Gnadenbild, Votivgaben, Quelle und Wallfahrtsgeschichte. |
| Status: | Die organisierte Wallfahrt ist erloschen; Kapelle, Quelle und Überlieferungen bewahren die Erinnerung an den Kultort. |
| Kultzentrum: | Historisch verehrtes Marienbild; der ursprüngliche Kultgegenstand ging verloren bzw. wurde ersetzt. |
| Ort: | Kleinkirchental bei Hallein |
| Region: | Tennengau |
| Bundesland: | Salzburg |
| • | Lage: Kapelle Kleinkirchental, Kleinkirchentalweg 2, 5422 Bad Dürrnberg (Hallein). Die Kapelle liegt in einer engen Bachschlucht oberhalb von Hallein und ist über den Kleinkirchentalweg erreichbar. Der heutige Kapellenbau stammt aus dem Jahr 1972 und wurde nach dem Brand des Vorgängerbaues von 1956 einige Meter bachaufwärts errichtet. |
| • | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Salzburger Tennengau |
| • | Ansicht in Street View (Luftbild) |
| • | Web: Pfarre Dürrnberg |
| • | Geöffnet: frei zugänglich. |
| • | Bilddokumentation - derzeit noch keine Fotos vorhanden |
| • | Ausführliche Beschreibung - Geschichte, Wallfahrt, Kultobjekt und Volkskunde |
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In einer engen, felsigen Bachschlucht oberhalb von Hallein liegt die kleine Kapelle Kleinkirchental (auch unter "Kirchentalerl" bekannt), ein heute nur noch wenig bekannter ehemaliger Marienwallfahrtsort, dessen bescheidene äußere Erscheinung kaum erkennen lässt, dass sich hier einst eine lokale Gnadenstätte mit eigener Ursprungssage, Votivgaben und einer offenbar besonders verehrten Marienbilddarstellung befand. Die organisierte Wallfahrt ist heute erloschen; die Kapelle und die mit ihr verbundenen Überlieferungen besitzen jedoch weiterhin erheblichen volkskundlichen Wert, weil sie beispielhaft zeigen, wie sich auch abseits großer Kirchen aus einem landschaftlich auffälligen Ort, einem verehrten Bild und der Erinnerung an erfahrene Hilfe ein kleinräumiger Wallfahrtskult entwickeln konnte.
Die Kapelle liegt am Kleinkirchentalweg oberhalb von Hallein in einem schmalen Tal beziehungsweise einer Schlucht, deren Landschaft durch Fels, Wald und einen unmittelbar vorbeifließenden Wildbach geprägt wird. Anders als die weithin sichtbare große Wallfahrtskirche auf dem Dürrnberg gehört Kleinkirchental damit zu jenen zurückgezogenen Gnadenorten, deren Wirkung gerade aus der Abgeschlossenheit und der engen Verbindung mit der umgebenden Natur entstand.
Der Name Kleinkirchental beziehungsweise Kirchental verweist auf eine historische Weg- und Flurbezeichnung. Für die Wallfahrtsgeschichte ist jedoch vor allem die unmittelbare Lage an Fels und Wasser von Bedeutung, weil sowohl das ursprüngliche Marienbild als auch eine bei der Kapelle erwähnte Quelle mit dieser natürlichen Umgebung verbunden waren.
Die Entstehung des Gnadenortes wird in einer Überlieferung auf das Jahr 1677 zurückgeführt. Ein Hirtenknabe soll damals die ihm anvertrauten Schafe verloren haben und aus Furcht vor seinem Dienstherrn, dem sogenannten Riesenbauern, nach den Tieren gesucht haben. Schließlich habe er die Schafe an einer ungewöhnlichen Stelle wiedergefunden, wo sie vor einem von Licht umgebenen Marienbild standen.
Damit begegnet ein in Wallfahrtslegenden weit verbreitetes Motiv: Nicht der Mensch entdeckt das Heilige unmittelbar, sondern Tiere weisen durch ihr außergewöhnliches Verhalten auf den besonderen Ort hin. Schafe, Rinder oder andere Tiere bleiben stehen, knien nieder oder verweigern die Weiterbewegung und werden dadurch zu gewissermaßen ersten Zeugen einer sakralen Qualität, die der Mensch erst anschließend erkennt.
Ob hinter dem "Riesenbauern" ein historischer Hofname steht, wäre noch genauer zu untersuchen. Die Bezeichnung muss keineswegs auf eine Riesenfigur im sagenhaften Sinn verweisen, sondern könnte aus einer örtlichen Haus- oder Hofbezeichnung hervorgegangen sein.
Nach der Überlieferung befand sich das verehrte Marienbild ursprünglich unmittelbar auf dem Felsen. Zunächst soll lediglich ein Schutzdach darüber angebracht worden sein, bevor sich daraus im Laufe der Zeit eine eigentliche Kapellenanlage entwickelte.
Die Lage eines religiösen Bildes unmittelbar am natürlichen Fels verleiht Kleinkirchental einen besonderen Charakter. Der Gnadenort wurde nicht erst durch einen freistehenden Kirchenbau geschaffen, sondern entwickelte sich offenbar aus der Verehrung eines Bildes, das unmittelbar mit der Landschaft verbunden war.
Von diesem ursprünglichen Bild ist heute nichts mehr erhalten.
Eine weitere Überlieferung berichtet, dass das Felsbild durch Feuchtigkeit beschädigt worden sei und man es schließlich mit Kalk überstrichen habe. Trotz dieser Übertünchung sei das Marienbild jedoch immer wieder sichtbar geworden.
Das Motiv des nicht auszulöschenden oder nicht zu beseitigenden heiligen Bildes gehört zu den charakteristischen Erzählformen der Wallfahrtsüberlieferung. Der menschliche Versuch, ein Kultbild zu verdecken oder zu entfernen, scheitert, weil das Heilige gleichsam aus eigener Kraft wieder hervortritt.
Die Erzählung darf selbstverständlich nicht als Bericht über einen naturwissenschaftlich unerklärlichen Vorgang verstanden werden. Volkskundlich ist sie jedoch bedeutsam, weil sie dem Bild eine besondere Widerstandskraft und damit eine übermenschliche Qualität zuschreibt. Die wiederkehrende Sichtbarkeit wird zum Zeichen dafür, dass die Verehrung an diesem Ort nicht aufgegeben werden soll.
In der jüngeren Kapelle wurde beziehungsweise wird eine Darstellung verehrt, die sich am Gnadenbild von Maria Kirchental bei St. Martin bei Lofer orientiert.
Dieses Bild kann jedoch nicht mit dem Marienbild der Ursprungssage von 1677 identisch sein. Die Wallfahrt nach Maria Kirchental im Pinzgau entstand erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts, als das dortige spätgotische Gnadenbild in das Hochtal gebracht wurde. Die Kleinkirchentaler Überlieferung von 1677 ist somit älter.
Es müssen daher wenigstens zwei verschiedene Kultschichten unterschieden werden: das ursprüngliche, offenbar auf den Felsen gemalte Marienbild, auf das sich die Legende bezieht, und eine spätere Darstellung nach dem Gnadenbild von Maria Kirchental.
Wann und unter welchen Umständen dieser Bildwechsel erfolgte, lässt sich aus den derzeit greifbaren Nachrichten nicht sicher feststellen. Die spätere Übernahme einer Darstellung eines bereits berühmten Wallfahrtsbildes wäre jedoch keineswegs ungewöhnlich, denn Kopien anerkannter Gnadenbilder verbreiteten sich weit über ihre ursprünglichen Heiligtümer hinaus.
Solche Kopien waren in der traditionellen Wallfahrtsfrömmigkeit nicht bloß dekorative Nachbildungen. Mit einem berühmten Gnadenbild konnten Vorstellungen von dessen besonderer Wirksamkeit verbunden werden, die sich in gewissem Maß auch auf eine getreue Kopie übertrugen.
Auf diese Weise entstanden immer wieder kleinere regionale Gnadenorte, deren Kultbild ikonographisch auf ein bedeutenderes Heiligtum verwies. Für Kleinkirchental ist eine solche Entwicklung denkbar, kann aufgrund der gegenwärtigen Quellenlage jedoch nur als Möglichkeit und nicht als gesicherte Entstehungsgeschichte der späteren Darstellung beschrieben werden.
Kleinkirchental entwickelte sich zu einer kleinen lokalen Marienwallfahrt. Der Ort erreichte niemals die überregionale Bedeutung des nahe gelegenen Dürrnbergs oder anderer großer Salzburger Gnadenstätten, wurde jedoch von Menschen aus der näheren Umgebung mit konkreten Anliegen aufgesucht.
Gerade solche kleinen Wallfahrten sind volkskundlich besonders wertvoll, weil sie eine religiöse Landschaft sichtbar machen, die weit dichter war, als es die wenigen großen und bis heute bekannten Wallfahrtsorte vermuten lassen. Neben weithin berühmten Gnadenkirchen bestanden zahlreiche kleine Kapellen, Quellen und Bildstöcke, die für einzelne Dörfer, Familien oder Täler eine erhebliche Bedeutung besitzen konnten.
Dass Kleinkirchental tatsächlich als Gnadenort und nicht lediglich als gewöhnliche Andachtskapelle verstanden wurde, zeigen erhaltene beziehungsweise überlieferte Votivgaben. Genannt werden mehrere ältere Votivbilder, darunter ein Bild aus dem Jahr 1835 und weitere Beispiele aus dem 19. Jahrhundert.
Solche Votivbilder entstanden gewöhnlich nach einem Gelübde oder einer als Gebetserhörung verstandenen Hilfe. Der Bittsteller ließ die erfahrene Rettung oder Heilung bildlich darstellen und brachte die Tafel am Gnadenort an, wo sie zugleich persönlichen Dank ausdrückte und anderen Besuchern die Wirksamkeit der angerufenen himmlischen Fürsprecherin vor Augen führte.
Auch ein kleiner Bestand weniger Bilder kann daher für die Geschichte eines lokalen Wallfahrtsortes aussagekräftiger sein als eine allgemeine spätere Bezeichnung als "Wallfahrtskapelle".
Besonders bemerkenswert ist die Überlieferung von Krücken beziehungsweise Gehhilfen, die bei der Kapelle aufbewahrt wurden.
Zurückgelassene Krücken gehören zu den eindrucksvollsten materiellen Zeugnissen traditioneller Heilungswallfahrten. Wer nach eigener Überzeugung durch die Fürsprache eines Gnadenbildes wieder gehen konnte oder eine wesentliche körperliche Besserung erfahren hatte, ließ die nicht mehr benötigte Gehhilfe am Heiligtum zurück.
Damit wurde die Krücke vom Alltagsgegenstand zum Votiv. Für nachfolgende Pilger war sie zugleich sichtbarer Beweis dafür, dass andere Menschen an diesem Ort bereits Hilfe erfahren zu haben glaubten.
Aus den überlieferten Krücken darf jedoch nicht geschlossen werden, Kleinkirchental sei ausschließlich oder hauptsächlich bei Gehbehinderungen aufgesucht worden. Ein derart spezialisiertes Wallfahrtsmotiv ist bislang nicht nachgewiesen.
Welche konkreten Anliegen die Menschen bevorzugt nach Kleinkirchental brachten, lässt sich aus den greifbaren Quellen nicht mehr mit Sicherheit bestimmen. Die Votivbilder und insbesondere die Krücken weisen auf körperliche Erkrankungen und Heilungserwartungen hin, doch ist keine eindeutige Spezialisierung des Gnadenortes überliefert.
Gerade bei kleinen, weitgehend erloschenen Wallfahrten ist dieser Quellenverlust häufig. Mit dem Ende regelmäßiger Wallfahrten verschwanden nicht nur Prozessionen und Gottesdienste, sondern oftmals auch jene mündlichen Kenntnisse darüber, "wofür" ein bestimmtes Gnadenbild besonders hilfreich sein sollte.
Bei beziehungsweise unterhalb der Kapelle soll sich früher auch eine Quelle befunden haben. Einzelne ältere Beschreibungen bringen sie mit dem Gnadenort in Verbindung; bei jüngeren Begehungen konnte sie offenbar nicht mehr eindeutig festgestellt werden.
Eine besondere Heilwirkung des Wassers oder eine fest umrissene volksmedizinische Verwendung ist derzeit nicht ausreichend belegt. Es wäre daher zu weitgehend, von einem Heilbrunnen oder einem bestimmten "Augenwasser" zu sprechen.
Dennoch gehört die Quelle zur historischen Topographie des Ortes. Fels, Wasser und Marienbild bildeten gemeinsam jene landschaftliche Situation, innerhalb derer sich die kleine Wallfahrt entwickelte.
Das Wasser besitzt im Kleinkirchental eine bemerkenswerte Doppelrolle. Einerseits war eine Quelle offenbar Bestandteil der Umgebung des Gnadenortes, andererseits bedrohte der unmittelbar vorbeifließende Wildbach die Kapelle immer wieder.
Gerade diese Spannung macht den Ort topographisch besonders anschaulich. Die Kapelle wurde in einer Landschaft errichtet, deren Enge und Wasserreichtum religiös eindrucksvoll wirken konnten, die zugleich aber für ein kleines Bauwerk erhebliche Gefahren mit sich brachte.
Nach einer älteren, vermutlich zunächst sehr einfachen Überdachung des Marienbildes wurde schließlich eine eigentliche Kapelle geschaffen. Für 1830 ist ein hölzerner Kapellenbau überliefert.
Damit hatte der lokale Gnadenort spätestens im frühen 19. Jahrhundert eine dauerhafte bauliche Form erhalten. Die bereits aus dieser Zeit überlieferten Votivbilder zeigen zugleich, dass Kapelle und Wallfahrt eng miteinander verbunden waren.
Im Jahr 1956 wurde die damalige Kapelle durch einen Brand zerstört. Damit ging nicht nur ein Gebäude verloren, sondern wahrscheinlich auch ein Teil jener älteren Ausstattung, die noch unmittelbar mit der historischen Wallfahrt verbunden gewesen war.
Für kleine Wallfahrtsorte können solche Katastrophen besonders einschneidend sein, weil ihnen häufig jene institutionellen und finanziellen Möglichkeiten fehlen, mit denen große Heiligtümer ihre historischen Bestände über Generationen bewahren können.
Trotz des Brandes wurde Kleinkirchental nicht aufgegeben. Im Jahr 1972 entstand einige Meter bachaufwärts eine neue Kapelle, wobei die Verlagerung des Standortes offenbar auch der Gefährdung durch den Wasserlauf Rechnung trug.
Der Wiederaufbau zeigt, dass der Ort auch zu einer Zeit, in der die eigentliche Wallfahrt bereits erheblich an Bedeutung verloren hatte, innerhalb des lokalen religiösen und kulturellen Gedächtnisses noch genügend Gewicht besaß, um eine erneute Errichtung der Kapelle zu rechtfertigen.
Dabei entstand allerdings kein unveränderter Wiederaufbau des historischen Gnadenortes. Mit der Verschiebung des Standortes, dem Verlust älterer Ausstattung und der veränderten religiösen Praxis setzte eine neue Phase ein, in der die Kapelle zunehmend vom lebendigen Wallfahrtsziel zum Erinnerungsort einer früheren lokalen Frömmigkeit wurde.
Im Vergleich zu großen Pilgerzentren war die Infrastruktur von Kleinkirchental naturgemäß bescheiden. Dennoch lassen sich auch hier jene grundlegenden Elemente erkennen, die einen Gnadenort auszeichnen: ein Kultbild, ein Schutzbau beziehungsweise später eine Kapelle, ein Weg zum Heiligtum, Votivgaben und möglicherweise eine in den Kult einbezogene Quelle.
Gerade die Einfachheit des Ortes ist aufschlussreich. Eine Wallfahrt benötigte nicht zwingend eine monumentale Kirche, Pilgerherbergen und Devotionaliengeschäfte. Für eine lokal begrenzte Pilgerbewegung konnte bereits ein verehrtes Bild in einer kleinen Kapelle genügen, sofern sich mit ihm die Erwartung besonderer Hilfe verband und Berichte über Gebetserhörungen innerhalb der örtlichen Bevölkerung weitergegeben wurden.
Die historische Wallfahrt nach Kleinkirchental ist heute als erloschen einzustufen. Ein regelmäßiger organisierter Wallfahrtsbetrieb mit eigenen Pilgergruppen, Wallfahrtsgottesdiensten oder feststehenden Wallfahrtstagen lässt sich gegenwärtig nicht mehr feststellen.
Die Kapelle besteht jedoch weiterhin und bewahrt damit den Ort einer früheren religiösen Praxis. Einzelne Besuche und private Andacht sind selbstverständlich nicht mit einer fortbestehenden organisierten Wallfahrt gleichzusetzen.
Gerade diese Unterscheidung ist wichtig: Kleinkirchental ist heute kein lebendiger Wallfahrtsort mehr, wohl aber ein historischer Gnadenort, dessen materielle und erzählerische Zeugnisse an eine ehemals wesentlich dichtere lokale Wallfahrtslandschaft erinnern.
Die besondere Bedeutung von Kleinkirchental liegt weniger in Größe oder kunsthistorischem Rang der Kapelle als in der ungewöhnlichen Dichte der mit diesem kleinen Ort verbundenen Überlieferungen. Eine Hirtenlegende erzählt von verlorenen Schafen, die ein lichtumflossenes Marienbild entdecken; das auf den Felsen gemalte Bild soll sich selbst gegen die Übertünchung behauptet haben, während Votivtafeln und zurückgelassene Krücken von Menschen zeugen, die hier Hilfe in körperlicher und persönlicher Not erwarteten.
Dabei verbinden sich mehrere charakteristische Elemente traditioneller Wallfahrtskultur: Tiere erkennen den heiligen Ort, bevor der Mensch ihn wahrnimmt, ein Kultbild widersetzt sich seiner Beseitigung, die Landschaft aus Fels und Wasser wird in die religiöse Deutung einbezogen, und materielle Votive machen die erhoffte oder erfahrene Hilfe sichtbar.
Besonders aufschlussreich ist zugleich die Veränderung des Kultes. Das ursprüngliche Felsbild ging verloren oder wurde ersetzt, eine spätere Darstellung orientierte sich offenbar am Gnadenbild von Maria Kirchental, die ältere Kapelle brannte ab, und der Neubau wurde an veränderter Stelle errichtet. Die religiöse Kontinuität des Ortes bestand damit nicht in der unveränderten Bewahrung eines einzelnen Kultgegenstandes, sondern in der Erinnerung an einen als besonders angesehenen Platz.
Kleinkirchental zeigt dadurch beispielhaft, wie kleine Wallfahrten entstehen, sich verändern und schließlich erlöschen können. Was zurückbleibt, ist keine bedeutungslose Kapelle, sondern ein kulturgeschichtlicher Erinnerungsort, an dem sich noch heute Spuren einer lokalen religiösen Welt ablesen lassen, die andernorts bereits vollständig verschwunden ist.
- Gugitz, Gustav: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Wien 1956.
- Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Salzburg.
- Dokumentationen zur Kapelle Kleinkirchental und zu den Marienwallfahrten im Raum Hallein und Dürrnberg.
- Regionale Überlieferungen zur Hirtenlegende, zum ehemaligen Felsbild, zu den Votivgaben und zur Quelle im Kleinkirchental.
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher
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