| Wallfahrt: | Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Grödig: Geschichte, Leonhardkult, Votivgaben, Eisenvotive, Leonhardiritt und volkskundliche Bedeutung. |
| Status: | Historische überregionale Wallfahrt deutlich zurückgegangen; Leonhardiritt, Pferdesegnung und Gottesdienste bestehen fort. |
| Kultzentrum: | Kein einzelnes Gnadenbild; im Zentrum steht die Fürbitte des hl. Leonhard. |
| Ort: | St. Leonhard bei Grödig |
| Region: | Flachgau |
| Bundesland: | Salzburg |
| • | Lage: Wallfahrtskirche St. Leonhard, Gutratweg 2, 5083 Grödig. |
| • | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Salzburger Flachgau |
| • | Ansicht in Street View |
| • | Web: Pfarre Gröding |
| • | Geöffnet: Die Kirche in St. Leonhard ist am Sonntag für den Gottesdienst um 10:00 Uhr geöffnet. Ansonsten ist die Kirche immer abgeschlossen. (außer Adventmarkt Zeit) |
| • | Bilddokumentation - derzeit noch keine Fotos vorhanden |
| • | Ausführliche Beschreibung - Geschichte, Wallfahrt, Kultobjekt und Volkskunde |
Wir haben leider noch keine Fotos der Wallfahrtskirche - Haben Sie Fotos?
Die Wallfahrtskirche St. Leonhard liegt südlich von Salzburg im Gemeindegebiet von Grödig, am Fuß des Untersberges und nahe der historischen Verbindung nach Berchtesgaden. Der weithin sichtbare Kirchenbau erhebt sich auf einem Felsen über dem Talraum der Königsseeache. Die ältere Bezeichnung des Ortes lautete Grafengaden; für die Kirche begegnen daneben die Namen St. Leonhard bei Grafengaden und St. Leonhard am hangenden Stein. Der Ort gehörte über Jahrhunderte zum geistlichen und politischen Einflussbereich der Fürstpropstei Berchtesgaden und bildete dadurch einen religiösen Verbindungspunkt zwischen dem heutigen Salzburger Flachgau und dem Berchtesgadener Land.
St. Leonhard ist als historischer Wallfahrtsort eindeutig nachgewiesen. Die Pfarre Grödig bezeichnet die Kirche ausdrücklich als Wallfahrtskirche und verweist auf die noch erhaltenen Votivbilder als Zeugnisse zahlreicher Gebetserhörungen. Zugleich formuliert die Pfarre vorsichtig, St. Leonhard sei "bis in die jüngste Vergangenheit" eine beliebte Wallfahrtskirche gewesen. Die ehemals weit ausstrahlende kontinuierliche Wallfahrt ist daher heute deutlich zurückgegangen; von einer vollständig erloschenen Wallfahrt kann jedoch nicht gesprochen werden. Mit dem jährlich um den Gedenktag des hl. Leonhard am 6. November gefeierten Leonhardiritt, der Pferdesegnung und der regelmäßigen sonntäglichen Messfeier besteht eine lebendige kultische Kontinuität. Jeden Sonntag wird in der Wallfahrtskirche um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert.
Die Vorgeschichte des Ortes reicht wesentlich weiter zurück als die erste urkundliche Erwähnung der Kirche. Grafengaden war bereits vor der Gründung des Berchtesgadener Augustiner-Chorherrenstiftes ein Herrschafts- und Siedlungsstützpunkt. Johannes Lang bezeichnet Grafengaden, das heutige St. Leonhard bei Grödig, als ehemaligen Stützpunkt der Sighardinger Grafen, von dem aus bereits vor der Berchtesgadener Stiftsgründung die Besiedlung des Tales der Königsseeache erfolgt sei. Kurz vor seinem Tod übertrug Graf Berengar I. von Sulzbach 1125 dem jungen Augustiner-Chorherrenstift ein umfangreiches Waldgebiet, dessen Besitz und Nutzung für die spätere Ausbildung der Berchtesgadener Herrschaft von grundlegender Bedeutung wurden.
Diese frühe Verbindung erklärt, weshalb die Annahme einer Kirchengründung durch die Berchtesgadener Augustiner-Chorherren historisch plausibel ist. Die heutige Pfarre Grödig formuliert vorsichtig, dass die Chorherren möglicherweise eine Kirche errichtet hätten; romanische Bauteile des bestehenden Gotteshauses weisen jedenfalls in eine frühe Bauperiode zurück. Korbinian Birnbacher setzt einen ersten Kirchenbau in das 12. oder 13. Jahrhundert. Ein exaktes Gründungsjahr lässt sich aus den erhaltenen Urkunden jedoch nicht erschließen.
Auch bei der Frühgeschichte der Wallfahrt ist diese Quellenlage zu berücksichtigen. Andrea Egger-Rainer bezeichnet St. Leonhard ausdrücklich als Wallfahrt des 13. Jahrhunderts, während die Kirche erst 1407 erstmals urkundlich genannt wird. Damit ist eine hochmittelalterliche Kulttradition in der volkskundlichen Literatur überliefert, der sichere urkundliche Nachweis setzt jedoch später ein.
St. Leonhard war längere Zeit religiöses Zentrum der näheren Umgebung. Nach der Darstellung der Pfarre wurde die Kirche 1407 Filialkirche von Schellenberg, dem heutigen Marktschellenberg. Bis 1816 blieb sie dem Berchtesgadener kirchlichen Bereich verbunden. Nach den territorialen Neuordnungen infolge der napoleonischen Zeit und dem endgültigen Übergang des Berchtesgadener Landes an Bayern wurde St. Leonhard mit der österreichischen Pfarre Grödig verbunden. Korbinian Birnbacher nennt zusätzlich 1915 als Jahr der Inkorporation in die Erzabtei St. Peter in Salzburg.
Die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu Berchtesgaden ist für die Wallfahrtsgeschichte nicht nebensächlich. Historische Pilgerbewegungen orientierten sich nicht an der heutigen Staatsgrenze. Noch um 1900 kamen nach der von Andrea Egger-Rainer ausgewerteten Überlieferung Wallfahrer aus dem gesamten Salzburger Raum sowie aus dem angrenzenden Bayern und aus Berchtesgaden nach St. Leonhard. Der Wallfahrtsraum entsprach damit einer älteren Kultur- und Wirtschaftslandschaft, die durch die politische Grenze des 19. Jahrhunderts nur teilweise durchschnitten wurde.
Die Kirche vereinigt mehrere Bauperioden. Nach Angaben der Pfarre reichen Teile des Langhauses noch in die Romanik zurück, während Triumphbogen und Chor gotisch sind. Korbinian Birnbacher charakterisiert den Bau insgesamt als einschiffige spätgotische Kirche. Der auffällige Westturm entstand 1643/44; die Pfarre nennt eine Höhe von etwa 63 Metern. Sein rötliches Steinmaterial und die barocke Zwiebelhaube machen den Turm zu einem markanten Orientierungspunkt am Fuß des Untersberges.
Über dem Kircheneingang befindet sich das Wappen des Berchtesgadener Fürstpropstes Ferdinand, unter dessen Regierung der Turmbau erfolgte. Die Orgelempore wurde 1663 eingebaut. Die entscheidende barocke Ausstattungsphase folgte gegen Ende des 17. Jahrhunderts, als auch der Wallfahrtskult eine stärkere bildliche Ausformung erhielt.
Der heutige Hochaltar besitzt einen 1850 von Josef Haslauer erneuerten Marmoraufbau. Die barocken Figuren der Heiligen Georg und Martin werden in das Jahr 1692 datiert. Im Mittelpunkt steht das ebenfalls 1692 entstandene Altarbild mit der Fürbitte des hl. Leonhard.
Gerade dieses Bild besitzt für die Wallfahrtsgeschichte eine wesentlich größere Bedeutung, als eine gewöhnliche kunsthistorische Beschreibung erkennen lässt. Andrea Egger-Rainer beschreibt darauf ein ungewöhnlich breites Spektrum jener Menschen und Anliegen, für die Leonhard als Fürsprecher angerufen wurde. Zu sehen sind Blinde, Besessene und Gefangene, eine Mutter mit einem kranken Säugling, ein Blinder mit Glöckchen sowie ein Bauer und eine Bäuerin mit ihrem Vieh.
Das Altarbild ist damit gleichsam ein bildliches Verzeichnis der Patronate des Heiligen. Es beschränkt Leonhard keineswegs auf die heute populäre Vorstellung des Pferde- und Viehpatrons. Gefangenschaft, Krankheit, körperliche Gebrechen, Sorge um Kinder und bäuerliche Existenz stehen nebeneinander.
Darin spiegelt sich eine wesentliche historische Entwicklung des Leonhardskultes. Leonhard von Noblat beziehungsweise Saint-Léonard-de-Noblat in Zentralfrankreich lebte vermutlich im 6. Jahrhundert; sichere biographische Nachrichten fehlen weitgehend. Seine in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstandene Vita ist stark legendenhaft. Darin erscheint er unter anderem als besonderer Helfer und Fürsprecher der Gefangenen. In der mittelalterlichen Verehrung wurde die Kette deshalb zu seinem wichtigsten Attribut.
Die große Bedeutung Leonhards als Vieh- und insbesondere Pferdepatron ist dagegen eine spätere Entwicklung. Vergleichende Mirakeluntersuchungen zeigen, dass in älteren Leonhardskulten zunächst Gefangenenbefreiungen, Krankheiten, Unfälle und Geburtsnöte im Vordergrund stehen konnten. Elfriede Grabners Untersuchung des Murauer Leonhardsheiligtums zeigt beispielsweise, dass in den spätmittelalterlichen Wunderberichten der "Kettenlöser" stark hervortritt, während sich das Spektrum in der frühen Neuzeit in Richtung Krankheiten und Geburtsnöte verändert. Gerade vor diesem größeren kultgeschichtlichen Hintergrund ist das Grödiger Hochaltarbild bemerkenswert, weil es ältere und jüngere Patronatsbereiche gleichzeitig festhält.
Die Zuschreibung des Hochaltarbildes ist in der Literatur nicht einheitlich. Korbinian Birnbacher nennt Johann Friedrich Pereth als Maler. Die ältere Österreichische Kunsttopographie von 1916 bezeichnet die entsprechende Abbildung dagegen ausdrücklich als "Hochaltarbild von J. W. Hofler". Andrea Egger-Rainer nennt ebenfalls Johann Wolf Hofler und bezeichnet das Gemälde sogar als entsprechend bezeichnetes Werk.
Da zwei voneinander unabhängige ältere beziehungsweise volkskundliche Quellen Hofler nennen und Egger-Rainer ausdrücklich auf eine Bezeichnung des Bildes verweist, ist die Zuschreibung an Johann Wolf Hofler gewichtiger; die abweichende neuere Zuschreibung an Pereth sollte jedoch nicht verschwiegen werden.
Die Seitenaltäre zeigen die Beweinung Christi und die Heilige Familie. Birnbacher schreibt diese Gemälde Johann Wolf Hofler zu. Auch die barocken Seitenaltarfiguren beziehungsweise der weitere Figurenschmuck gehören zur qualitätvollen Ausstattung der Kirche.
Zu den bedeutendsten Ausstattungsstücken gehört die blau-gold gefasste Kanzel aus dem späten 17. Jahrhundert. Korbinian Birnbacher datiert sie auf 1695 und nennt Andreas Stangassinger und Bartholomäus Pertiller als ausführende Künstler. Ihr Figurenschmuck zeigt die vier lateinischen Kirchenväter und den hl. Bonaventura. Die Gestaltung steht in der Berchtesgadener Kunsttradition.
Die Österreichische Kunsttopographie datierte die Kanzel 1916 etwas früher auf 1692. Auch hier zeigt sich, dass einzelne Datierungen der Ausstattung in der älteren und neueren Literatur voneinander abweichen.
Zum historischen Kirchenschatz gehörten beziehungsweise gehören darüber hinaus qualitätvolle liturgische Geräte. Die Kunsttopographie dokumentiert unter anderem ein Augsburger Ziborium aus der Zeit um 1665 mit einer um 1750 erneuerten Krone, einen Kelch des 18. Jahrhunderts und ein Augsburger Silberkruzifix von F. C. Mäderl.
Anders als bei einer klassischen Marienbildwallfahrt lässt sich für St. Leonhard kein einzelnes Gnadenbild feststellen, an dessen materielle Präsenz die gesamte Wallfahrt gebunden gewesen wäre. Das Ziel war vielmehr der Heilige Leonhard selbst als wirksamer Fürsprecher.
Das Hochaltarbild besitzt zweifellos zentrale Bedeutung, doch belegen gerade die Votivgaben, dass der Kult weiter gefasst war. Der Heilige wurde in unterschiedlichen Notlagen angerufen; das Gelübde konnte durch den Besuch seiner Kirche, eine Messe, ein Wachs- oder Eisenopfer oder später durch ein gemaltes Votivbild erfüllt werden.
Diese Form der Heiligenwallfahrt unterscheidet sich strukturell von einem Ort wie Maria Plain. Dort steht die besondere Biographie eines einzelnen Bildes im Zentrum; in St. Leonhard konzentriert sich die kultische Wirksamkeit auf Patron, Heiligtum und Gelübdepraxis.
Die Entwicklung Leonhards vom Gefangenenpatron zum großen bäuerlichen Schutzheiligen lässt sich in St. Leonhard ungewöhnlich anschaulich nachvollziehen.
Die Kette verweist zunächst auf die Befreiung Gefangener. Aus dem Ostalpenraum sind zahlreiche Kirchen bekannt, an denen Ketten als Votivgaben angebracht oder ganze Kirchenbauten mit großen Eisenketten "gegürtet" wurden. Leopold Kretzenbacher hat diesem Phänomen eine grundlegende vergleichend-volkskundliche Untersuchung gewidmet. In manchen Fällen bestanden solche Ketten aus zusammengefügten Votivgaben oder erinnerten an die Fesseln, aus denen der Heilige die Gefangenen nach der Legende befreien konnte.
Im bäuerlichen Kult erhielt dasselbe Attribut eine zusätzliche Bedeutung. Die Kette konnte nun auch als Stall- und Viehkette verstanden werden. Damit ließ sich das alte Attribut des Gefangenenlösers unmittelbar mit der bäuerlichen Lebenswelt verbinden. Leonhard wurde zum Beschützer von Hof und Stall, von Rindern und besonders von Pferden. Andrea Egger-Rainer verweist darauf, welche existenzielle Bedeutung ein gesundes Arbeitspferd in der vorindustriellen Landwirtschaft besaß: Der Verlust eines Pferdes konnte die wirtschaftliche Grundlage eines Hofes gefährden.
Dieser Bedeutungswandel war kein vollständiger Austausch eines Patronats durch ein anderes. Das Grödiger Hochaltarbild zeigt vielmehr noch beide Ebenen nebeneinander: den Gefangenen mit seinen Fesseln und den Bauern mit seinem Vieh.
Besonders wertvoll für die Geschichte der Wallfahrt ist die Überlieferung der früheren Votivsammlungen. Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts befanden sich nach den von Andrea Egger-Rainer ausgewerteten Quellen bedeutende und umfangreiche Votivbestände in der Kirche. Genannt werden ausdrücklich: eiserne Ritterfiguren, Hufeisen, Lungen aus Wachs und Wachstiere.
Diese wenigen Objektgruppen ergeben bereits ein erstaunlich differenziertes Bild des Wallfahrtskultes.
Die eisernen Ritter beziehungsweise menschlichen Figuren stehen in der Tradition Leonhards als Patron der Gefangenen. Eisen gehörte durch die Fessel selbst zur Symbolsprache des Kultes. Ein solches Votiv konnte die überwundene oder gefürchtete Gefangenschaft beziehungsweise andere mit dem Leonhardspatronat verbundene Anliegen materiell vertreten.
Die Hufeisen verweisen unmittelbar auf Pferd, Fuhrwesen und bäuerliche Arbeit. Sie waren zugleich Gebrauchsgegenstand und symbolisches Objekt einer Wirtschaftsweise, in der das Pferd Arbeitskraft, Transportmittel und wertvoller Besitz war.
Die Wachstiere repräsentierten jene Tiere, für deren Gesundheit oder Rettung gebetet beziehungsweise für deren Genesung gedankt wurde. Solche Tiermodelle wurden an zahlreichen Wallfahrtsorten in Wachs, Holz oder Eisen geopfert. Sie bildeten das Anliegen konkret ab und konnten nach der Darbringung teilweise wieder verkauft oder, bei Wachs und Metall, als Rohstoff wiederverwendet werden. Gerade deshalb sind von diesen ursprünglich massenhaft verwendeten einfachen Votiven heute vergleichsweise wenige erhalten.
Besonders bemerkenswert ist die Wachslunge. Hier richtet sich die Bitte nicht auf das Vieh, sondern unmittelbar auf den menschlichen Körper. Anatomische Votive machten das erkrankte Organ zum sichtbaren Gegenstand der Fürbitte. Die überlieferte Wachslunge bestätigt damit, dass St. Leonhard keineswegs ausschließlich Viehwallfahrt war, sondern auch bei menschlichen Erkrankungen aufgesucht wurde.
Die Zusammenstellung von eisernem Ritter, Hufeisen, Wachslunge und Wachstier entspricht auffallend genau der Vielschichtigkeit des Hochaltarbildes. Bildprogramm und Votivpraxis ergänzen einander: Gefangenschaft, menschliche Krankheit und bäuerliche Viehsorge gehörten gleichzeitig zum Wirkungsbereich des Heiligen.
Noch 1956 wurde hinter dem Hochaltar eine eiserne Kette verwahrt. Sie ist für die Geschichte des Kultes ein besonders wichtiger Gegenstand, da sie die ältere Symbolik des Gefangenenpatrons unmittelbar mit der späteren bäuerlichen Leonhardsverehrung verbindet.
St. Leonhard bei Grödig war allerdings keine jener Kirchen, deren Baukörper sichtbar mit einer mächtigen Eisenkette umspannt blieb. Andrea Egger-Rainer nennt die ebenfalls salzburgische Kirche von Leogang als heute noch erhaltenes Beispiel einer solchen Kettengürtung. In Grödig befand sich die Kette dagegen im Kircheninneren beziehungsweise wurde hinter dem Hochaltar aufbewahrt.
Über den heutigen Verbleib dieser 1956 dokumentierten Kette geben die bislang zugänglichen neueren Beschreibungen keine eindeutige Auskunft.
Neben den plastischen Votiven verfügte St. Leonhard über eine Sammlung gemalter Votivbilder. Im Jahr 1956 wurde hinter dem Hochaltar noch eine Gruppe solcher Tafeln aufbewahrt, deren jüngstes Stück nach der damaligen Dokumentation aus dem Jahr 1720 stammte.
Die heutige Pfarre verweist weiterhin ausdrücklich auf eine Reihe erhaltener Votivbilder, die von Gebetserhörungen zeugen. Damit ist zumindest ein Teil dieser für die Wallfahrt wesentlichen Bildquellen noch vorhanden.
Votivbilder sind für die volkskundliche Erforschung eines Wallfahrtsortes von besonderem Wert, weil sie die offizielle Heiligenikonographie um die Perspektive der Wallfahrer ergänzen. Während ein Altarbild zeigt, wofür der Heilige nach kirchlicher und bildkünstlerischer Tradition zuständig war, dokumentieren Votivtafeln, mit welchen konkreten Nöten Menschen tatsächlich zu ihm kamen.
Die traditionelle Votivpraxis hielt erstaunlich lange an. 1956 wurden in St. Leonhard noch Wachstiere und Kerzen geopfert. Damit reicht die ältere Form des gegenständlichen Tieropfers bis weit in das 20. Jahrhundert hinein.
Es handelt sich dabei selbstverständlich nicht um ein Tieropfer im wörtlichen Sinn. Das aus Wachs geformte Tier vertrat symbolisch das lebende Tier im Stall. Der Wallfahrer brachte nicht das wertvolle Nutztier selbst dar, sondern dessen bildlichen Stellvertreter.
Solche Votive besitzen dadurch eine doppelte Bedeutung: Sie formulierten eine Bitte oder einen Dank und brachten zugleich zum Ausdruck, welchen wirtschaftlichen Wert und welche emotionale Bedeutung das Tier für seinen Besitzer hatte.
Gerade der Fortbestand bis 1956 ist bemerkenswert. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mechanisierung der Landwirtschaft längst eingesetzt, doch ältere Formen bäuerlicher Frömmigkeit waren noch keineswegs vollständig verschwunden.
Bis etwa 1900 wurde St. Leonhard nach der volkskundlichen Dokumentation von Menschen aus dem gesamten Salzburger Raum sowie aus dem angrenzenden Bayern und Berchtesgaden besucht.
Die Wallfahrt besaß damit einen deutlich überlokalen Einzugsbereich. Das ist aufgrund der historischen Zugehörigkeit des Ortes zu Berchtesgaden besonders verständlich. Kirchliche, wirtschaftliche und verwandtschaftliche Beziehungen reichten über die heutige Staatsgrenze hinweg; Marktschellenberg liegt nur wenige Kilometer entfernt.
Die Wallfahrt nach St. Leonhard gehörte daher zu einer gemeinsamen Salzburger-Berchtesgadener Kulturlandschaft, deren ältere Verkehrs- und Kommunikationswege sich nicht an den Grenzen der modernen Nationalstaaten orientierten.
Diese grenzüberschreitende Beziehung lebt bezeichnenderweise auch im heutigen Leonhardiritt weiter. Weiterhin bereichern Reiter und Gespanne aus dem benachbarten Bayern und Wallfahrtszug aus dem Raum Marktschellenberg den Leonhardiritt.
Um 1905 standen nach der historischen Dokumentation noch zahlreiche Devotionalienbuden ganzjährig rund um die Kirche. 1956 waren Verkaufsstände zumindest an den Wallfahrtstagen vorhanden.
Diese Information ist für das Verständnis des früheren Wallfahrtsbetriebes außerordentlich wichtig. Eine ganzjährige Ansammlung von Devotionalienhändlern setzt einen entsprechenden Besucherstrom voraus und zeigt, dass St. Leonhard nicht nur an einem einzelnen Festtag aufgesucht wurde.
Zum Angebot solcher Händler gehörten an vergleichbaren Wallfahrtsorten kleine Heiligenbilder, Medaillen, Wachsvotive, Kerzen und andere religiöse Erinnerungs- und Schutzgegenstände. Welche Waren in St. Leonhard im Einzelnen angeboten wurden, lässt sich aus den Dokumenten nicht vollständig rekonstruieren; die dokumentierten Wachsvotive müssen jedoch hergestellt beziehungsweise erworben werden können, bevor sie in der Kirche geopfert wurden.
Die Verkaufsbuden gehörten damit funktional zur Wallfahrt. Sie ermöglichten die Beschaffung jener Gegenstände, mit denen Gelübde und Anliegen materiell ausgedrückt wurden.
Religiöse Wallfahrt und bäuerliche Ökonomie verbanden sich in St. Leonhard besonders deutlich im Viehmarkt.
Noch 1956 fand am 1. September der traditionelle St.-Leonharder Viehmarkt statt. Andrea Egger-Rainer bezeichnet ihn als einen der bedeutendsten Viehmärkte Salzburgs. 1963 wurde er eingestellt.
Die Verbindung ist unmittelbar verständlich: An einem Kultort des großen Viehpatrons kamen jene Menschen zusammen, deren wirtschaftliche Existenz in erheblichem Maß von Viehzucht, Tiergesundheit und Handel abhing. Wallfahrt, Bitte um Schutz für den Tierbestand, Kauf und Verkauf von Vieh, soziale Begegnung, Markt und Wirtshaus bildeten keine voneinander isolierten Bereiche, sondern verschiedene Bestandteile desselben Festgeschehens.
Gerade diese Verbindung erklärt auch, weshalb Leonhardsfeste für die ländliche Bevölkerung weit über den engeren kirchlichen Rahmen hinaus Bedeutung besaßen.
Der Viehmarkt verschwand 1963, doch ein St. Leonharder Kirtag wird weiterhin am ersten Septemberwochenende gefeiert. Damit blieb die weltliche Markt- und Festtradition zumindest in veränderter Form bestehen, obwohl der eigentliche Viehhandel aufgegeben wurde.
Bemerkenswert ist dabei die kalendarische Trennung: Der Septemberkirtag und der Leonhardiritt um den kirchlichen Gedenktag am 6. November sind heute zwei unterschiedliche Veranstaltungen.
Mehrere Faktoren veränderten die Leonhardswallfahrten im 19. und besonders im 20. Jahrhundert grundlegend. Die fortschreitende Mechanisierung der Landwirtschaft entzog dem Pferd seine frühere Stellung als unverzichtbares Arbeits- und Transporttier. Gleichzeitig verloren viele traditionelle Votivformen und organisierte bäuerliche Wallfahrten an Bedeutung.
In St. Leonhard lässt sich dieser Wandel besonders gut an den Quellen ablesen. Um 1900 kamen noch Wallfahrer aus einem weiten grenzüberschreitenden Raum; um 1905 bestanden ganzjährig Devotionalienbuden. 1956 wurden noch Wachstiere geopfert und der große Viehmarkt abgehalten. 1963 verschwand der Viehmarkt. Die Pfarre beschreibt die Kirche heute rückblickend als Wallfahrtsort, der "bis in die jüngste Vergangenheit" besonders beliebt gewesen sei.
Diese Entwicklung bedeutet jedoch nicht einfach das Ende der Leonhardsverehrung. Vielmehr änderten sich deren Träger und Ausdrucksformen.
Für die Beurteilung des heutigen Leonhardirittes ist eine genaue historische Unterscheidung wichtig. Der gegenwärtige Grödiger Leonhardiritt ist keine seit dem Mittelalter ununterbrochen überlieferte Reiterprozession.
Seine heutige Form geht auf den Theologen und Liturgiewissenschaftler Franz Nikolasch zurück. Nikolasch wirkte seit 1969 als Seelsorger in St. Leonhard. Nach Angaben der Pfarre fand er die Kirche damals in einem sehr schlechten baulichen Zustand vor und leitete gemeinsam mit der örtlichen Kirchengemeinschaft eine umfassende Restaurierung ein. Zugleich versuchte er, St. Leonhard eine stärkere eigenständige örtliche Identität zu geben.
Anfang der 1970er-Jahre erlebte Nikolasch bei einem Besuch im bayerischen Bad Tölz einen Leonhardiritt. 1975 organisierte er erstmals einen solchen Ritt in St. Leonhard bei Grödig. Der heutige Brauch ist daher als bewusste Wiederbelebung beziehungsweise Neugestaltung einer zum historischen Kultort passenden Tradition zu verstehen.
Gerade diese Entstehungsgeschichte mindert den volkskundlichen Wert des Brauches keineswegs. Sie zeigt vielmehr exemplarisch, wie sich im 20. Jahrhundert historische Patronate, regionale Identität und moderne Vereins- und Festkultur miteinander verbinden konnten.
Andrea Egger-Rainer beschreibt den Ablauf des Grödiger Leonhardirittes: Priester und Ministranten führen eine Figur des hl. Leonhard mit, Reiter und Gespanne ziehen gemeinsam mit örtlichen Vereinen im Festzug, anschließend folgen Gottesdienst und Pferdesegnung. Reiterspiele wie das Kranzlstechen bilden den weltlichen Teil des Festes.
Auch jüngere Veranstaltungsberichte zeigen dieselbe Grundstruktur: festlich geschmückte Pferde und Kutschen, Umzug, Festmesse, Segnung der Reiter und Pferde und anschließend das Kranzlstechen.
Der heutige Leonhardiritt ist somit keine unverändert überkommene bäuerliche Pferdewallfahrt, sondern eine erfolgreiche Revitalisierung des Leonhardskultes in einer Gesellschaft, in der das Pferd seine ursprüngliche wirtschaftliche Funktion weitgehend verloren hat.
Gerade darin liegt eine bemerkenswerte Transformation: Früher kam der Bauer zum Heiligen, weil das Pferd für seinen Hof existenziell notwendig war; heute kommen Pferdehalter, Reitervereine und Traditionsgruppen mit Tieren, die überwiegend Freizeit-, Sport- und Liebhabertiere geworden sind. Die religiöse Handlung der Segnung bleibt bestehen, während sich die soziale Funktion des Tieres verändert hat.
Die heutige Gestalt der örtlichen Kult- und Brauchlandschaft ist stark mit Franz Nikolasch verbunden. Neben der Renovierung der Kirche initiierte er den Leonhardiritt, gründete 1978 die St. Leonharder Weihnachtsschützen und unterstützte die Entstehung der Leonharder Trachtenfrauen. Bereits 1973 hatte er den Adventmarkt St. Leonhard ins Leben gerufen. Sein erklärtes Ziel bestand nach der Pfarrdarstellung darin, dem Ort ein eigenes Gemeinschafts- und Identitätsbewusstsein zu geben.
Nikolasch wirkte insgesamt 52 Jahre in St. Leonhard und feierte dort im September 2022 seine letzte Messe; er starb am 3. Oktober 2022 und wurde in St. Leonhard bestattet.
Für die Volkskunde ist seine Tätigkeit insofern bemerkenswert, als hier die Entstehung beziehungsweise Wiederbelebung von "Tradition" ungewöhnlich genau dokumentiert ist. Der Leonhardiritt erscheint nicht als anonyme Fortsetzung eines vermeintlich uralten Brauches, sondern als bewusst gestaltete Wiederanknüpfung an das historische Patronat und die bäuerliche Vergangenheit des Wallfahrtsortes.
St. Leonhard erlaubt damit einen ungewöhnlich langen Blick auf den Wandel religiöser Funktionen.
Die älteste Kultschicht verweist auf Leonhard als Gefangenenbefreier und allgemeinen Nothelfer. Dafür stehen die Kette, die eisernen menschlichen beziehungsweise ritterlichen Votive und das Hochaltarbild mit Gefangenen, Kranken, Blinden und Mutter mit krankem Kind.
Später tritt die bäuerliche Funktion stärker hervor. Hufeisen und Wachstiere belegen die Sorge um Pferde und Vieh; der überregional bedeutende Viehmarkt verbindet das Heiligtum unmittelbar mit der bäuerlichen Wirtschaftsordnung.
Im 20. Jahrhundert gehen Viehmarkt, traditionelle Opferpraxis und überregionale Massenwallfahrt zurück. Gleichzeitig wird der Leonhardskult durch Pferdesegnung und Leonhardiritt neu inszeniert und erhält eine neue soziale Trägerschaft.
Das Ergebnis ist keine einfache Linie von "altem Brauch" zu "modernem Brauch", sondern eine Abfolge von Bedeutungsverschiebungen, in denen ältere Elemente jeweils neu interpretiert werden.
Eine weitere jüngere Schicht bildet der Leonhardsweg von Salzburg nach St. Leonhard bei Tamsweg. Der beschilderte Pilgerweg führt auf rund 141 Kilometern vom Salzburger Dom durch das Land Salzburg zum Lungauer Leonhardsheiligtum. St. Leonhard bei Grödig bildet dabei das Ziel der ersten, etwa elf Kilometer langen Etappe von Salzburg und zugleich den Ausgangspunkt der zweiten Etappe in Richtung Hallein.
Damit ist die Grödiger Kirche heute wieder in einen größeren Pilgerweg eingebunden. Dieser moderne Leonhardsweg darf nicht mit der historischen lokalen Wallfahrt gleichgesetzt werden, schafft jedoch eine neue Verbindung zwischen mehreren Orten der Leonhardsverehrung und gibt der Kirche erneut eine Funktion als Station einer überregionalen Pilgerbewegung.
Zur Weihnachtszeit werden in St. Leonhard mehrere besondere Krippen beziehungsweise Andachtsobjekte gezeigt. Dazu gehören eine Ölbergkrippe mit Wachsfiguren von 1890, eine Krippe von Xandl Schläffer und das barocke St. Leonharder Kindl. Diese Weihnachtsobjekte gehören nicht zum eigentlichen Leonhardswallfahrtskult, erweitern aber das religiöse Jahresprogramm der Kirche.
Auch der seit 1973 veranstaltete Adventmarkt hat den Kirchenplatz zu einem überregional wahrgenommenen vorweihnachtlichen Ort gemacht. Die Einnahmen des von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern getragenen Marktes kommen sozialen Zwecken zugute.
St. Leonhard bei Grödig gehört zu jenen Wallfahrtsorten, an denen sich die historische Entwicklung eines Heiligenkultes besonders anschaulich aus materiellen Zeugnissen rekonstruieren lässt.
Das Hochaltarbild von 1692 bewahrt das gesamte ältere Spektrum der Leonhardsverehrung: Gefangene, Blinde und Kranke stehen neben Mutter und Kind sowie Bauer, Bäuerin und Vieh. Die Votivgaben konkretisieren dieselben Anliegen in einer zweiten, von den Wallfahrern selbst hervorgebrachten Bildsprache: eiserne Ritter für das Gefangenenpatronat, eine Wachslunge für menschliche Krankheit, Hufeisen für das Pferd und Wachstiere für den bäuerlichen Viehbestand.
Besonders aussagekräftig ist die eiserne Kette. Sie verbindet das ursprüngliche Attribut des Gefangenenlösers mit jener späteren bäuerlichen Umdeutung, in der dieselbe Kette als Bindeglied zu Stall und Vieh verstanden werden konnte.
Die Wallfahrt war zugleich ein wirtschaftliches und soziales Ereignis. Die ganzjährig bestehenden Devotionalienbuden um 1905 dokumentieren einen erheblichen Besucherstrom, der Viehmarkt machte den Kultort zu einem Zentrum bäuerlicher Ökonomie, und die Herkunft der Wallfahrer aus Salzburg, Bayern und Berchtesgaden zeigt, dass St. Leonhard in eine grenzüberschreitende Kulturlandschaft eingebettet war.
Das Verschwinden des Viehmarktes 1963 und der Rückgang der traditionellen Wallfahrt spiegeln die tiefgreifenden Veränderungen der ländlichen Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Die Mechanisierung machte das Arbeitspferd wirtschaftlich entbehrlich; gleichzeitig verloren Wachsvotive und andere traditionelle Opferformen ihre frühere Selbstverständlichkeit.
Die 1975 begonnene Wiederbelebung des Leonhardirittes zeigt jedoch, dass ein Kult nicht notwendig gemeinsam mit seiner ursprünglichen wirtschaftlichen Grundlage verschwinden muss. Seine Zeichen können neue Bedeutungen annehmen. Das Pferd ist heute weniger Arbeitsmittel als Freizeit-, Sport- und Identifikationstier; Segnung, Heiligenfigur, Prozession und Wallfahrtskirche stellen dennoch eine Verbindung zur historischen Leonhardsverehrung her.
St. Leonhard ist deshalb volkskundlich nicht nur wegen seines Alters bemerkenswert. Der Ort dokumentiert beispielhaft Entstehung, Wandel, Rückgang und bewusste Revitalisierung einer Wallfahrtstradition. Mittelalterlicher Gefangenenpatron, frühneuzeitlicher Nothelfer, bäuerlicher Viehpatron und moderner Pferdeheiliger sind dabei nicht voneinander getrennte Gestalten, sondern historische Schichten desselben Kultes.
Die historische überregionale Wallfahrt besitzt heute nicht mehr jene Bedeutung, die sie noch im 19. und frühen 20. Jahrhundert hatte.
Gleichzeitig besteht mit dem Leonhardiritt um den 6. November ein lebendiger, religiös eingebundener Leonhardsbrauch mit Gottesdienst und Pferdesegnung fort. Die Kirche wird außerdem regelmäßig liturgisch genutzt; jeden Sonntag findet um 10 Uhr eine Messe statt.
- Egger-Rainer, Andrea: Reiterfeste und Umritte. In: Bräuche im Salzburger Land, Langtext, Abschnitt "Der Leonhardiritt". (St. Leonhard bei Grödig wegen der Angaben zu Votivgaben, eiserner Kette, Devotionalienbuden, Viehmarkt und Einzugsgebiet der Wallfahrt. Die Darstellung stützt sich unter anderem auf Gustav Gugitz und auf lokale Erhebungen des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde).
- Grabner, Elfriede: Sankt Leonhard als "Steirischer Nothelfer". Ein lange als verschollen geglaubtes Mirakelbuch und seine Wunderberichte aus dem 15. und 17. Jahrhundert. In: Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Jg. 100, 2009, S. 185–200.
- Gugitz, Gustav: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde, Band 5: Oberösterreich und Salzburg. Wien 1958.
- Kretzenbacher, Leopold: Die Ketten um die Leonhardskirchen im Ostalpenraum. Kulturhistorische Beiträge zur Frage der Gürtung von Kultobjekten in der religiösen Volkskultur Europas. In: Leopold Schmidt (Hg.): Kultur und Volk. Beiträge zur Volkskunde aus Österreich, Bayern und der Schweiz. Festschrift für Gustav Gugitz zum achtzigsten Geburtstag. Wien 1954, S. 165–202. (Grundlegende vergleichend-volkskundliche Untersuchung der Leonhardsketten).
- Kretzenbacher, Leopold: Kettenkirchen in Bayern und in Österreich. Vergleichend-volkskundliche Studien zur Devotionalform der cinctura an Sakralobjekten als kultisches Hegen und magisches Binden. Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Abhandlungen, Neue Folge 76. München 1973.
- Neuhardt, Johannes: Wallfahrten im Erzbistum Salzburg. München/Zürich 1982.
- Neuhardt, Johannes (Hg.): Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch. Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg. Salzburg 1986.
- Österreichische Kunsttopographie: Die Denkmale des Gerichtsbezirkes Salzburg. Österreichische Kunsttopographie, Band XI. Wien 1916, St. Leonhard S. 278–286.
- Birnbacher, Korbinian OSB: St. Leonhard – Grödig. In der Dokumentation der Wallfahrtskirchen der Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein.
- Lang, Johannes: Berchtesgaden: "Beynahe im Herzen des Erzstiftes". In: Das größere Salzburg. Zur territorialen und historischen Entwicklung des Salzburger Raumes. Zur Vorgeschichte Grafengadens und der Berchtesgadener Herrschaftsbildung.
| Zurück zur Übersicht: Wallfahrt in Salzburg | |
| Zurück zur Gesamtübersicht Wallfahrt |
Wir bitten Sie um Ihre Mitarbeit mit Text- oder Bildzusendungen.
Ergänzungen: Wolfgang Morscher
© www.SAGEN.at