Dorfgastein, Drei-Waller-Kapelle

Schnellüberblick
Wallfahrt:Dorfgastein: Drei-Waller-Kapelle auf der Wallerhöhe – Geschichte der Wallfahrt, drei Waller, Kopfvotive, hl. Solangia und wiederbelebte Bergwallfahrt.
Status:Historischer und wiederbelebter, heute lebendiger Bergwallfahrtsort.
Kultzentrum:Überlieferung der drei Waller; erhaltenes Kruzifix und Verehrung der hl. Solangia.
Ort:Dorfgastein, Wallerhöhe
Region:Pongau
Bundesland:Salzburg
Lage und Besuch
Lage: keine postalische Adresse. Koordinaten: 47° 16′ 44″ N, 13° 03′ 42″ O
Die Drei-Waller-Kapelle liegt auf der Wallerhöhe zwischen Dorfgastein und Lend in etwa 1.425 Metern Seehöhe.
Der gebräuchlichste Zustieg führt von Dorfgastein beziehungsweise vom Ortsteil Unterberg über einen Güter- und Wanderweg zur Kapelle. Von Unterberg sind etwa 600 Höhenmeter zu überwinden. Die Drei-Waller-Kapelle liegt zugleich an mehreren markierten Wanderwegen und kann mit einer Wanderung zur nahe gelegenen Kögerlalm verbunden werden.
Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Salzburger Pongau
Ansicht in Street View (Luftbild)
Web: Pfarre Dorfgastein
Geöffnet: zugänglich, möglicherweise Schlüssel über Kögerlalm?
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Ausführliche Beschreibung - Geschichte, Wallfahrt, Kultobjekt und Volkskunde

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Ausführliche Beschreibung

Die Drei-Waller-Kapelle liegt auf der sogenannten Wallerhöhe in 1.425 Metern Seehöhe, hoch über dem Eingang in das Gasteinertal und unmittelbar an der Grenze zwischen Dorfgastein und Lend. Bevor die Gasteiner Klamm durch einen sicheren Verkehrsweg erschlossen war, führte über diesen Bergsattel einer der alten Zugänge vom Salzachtal in das Gasteinertal. Die abgeschiedene Lage an diesem historischen Übergang, von dem sich erstmals der Blick in das innere Gasteinertal öffnet, dürfte wesentlich zur Entstehung und jahrhundertelangen Bedeutung des Kultortes beigetragen haben.

Die Drei-Waller-Kapelle gehört zu den ältesten nachweisbaren Wallfahrtsstätten des Gasteinertales. Ihre Geschichte ist eng mit der Überlieferung von drei sagenhaften "heiligen Vätern" oder "Wallnern" verbunden, die an dieser Stelle gestorben und begraben worden sein sollen. Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden ihre vermeintlichen Gräber untersucht, während zahlreiche Wallfahrer den abgelegenen Bergübergang aufsuchten und dort ungewöhnliche Votivgaben, darunter aus Holz geschnitzte Köpfe, hinterließen. Die kirchliche Obrigkeit versuchte wiederholt, diese stark auf die sagenhaften drei Männer bezogene Volksfrömmigkeit auf allgemein anerkannte christliche Kultgegenstände umzulenken. Nach einer langen Unterbrechung wurde die Wallfahrt im 21. Jahrhundert wieder aufgenommen und wird heute neuerlich regelmäßig begangen.

Der alte Übergang in das Gasteinertal

Die Lage der Kapelle ist für das Verständnis des Wallfahrtsortes von besonderer Bedeutung. Das Gasteinertal war gegen das Salzachtal durch die enge und gefährliche Gasteiner Klamm abgeschirmt. Noch bevor dort ein brauchbarer Verkehrsweg bestand, führte hoch über der Schlucht ein Bergpfad über den Sattel der Drei Waller in das Tal.

Solche Übergänge waren in der vormodernen Landschaft nicht nur Verkehrswege, sondern zugleich Orte besonderer Wahrnehmung. Nach einem beschwerlichen Aufstieg erreichte der Reisende einen Punkt, an dem sich Landschaft und Blickrichtung plötzlich veränderten und sich das Zielgebiet vor ihm öffnete. Gerade an Pässen, Talzugängen und anderen landschaftlichen Schwellen entstanden daher häufig Kreuze, Bildstöcke und Kapellen. Auch die Drei Waller sind in diesem Zusammenhang als sakral markierter Übergang zwischen Salzachtal und Gasteinertal zu verstehen.

Vermutungen über eine noch ältere, vorchristliche Kultstätte an dieser Stelle werden in der regionalen Literatur gelegentlich geäußert, lassen sich bislang jedoch nicht durch einen gesicherten archäologischen Befund bestätigen.

Die drei Waller

Der Ursprung des Namens und die Identität der drei Waller sind nicht mehr sicher festzustellen. In den historischen Quellen begegnen unterschiedliche Schreibweisen wie "Waller" und "Wallner". Die spätere volkstümliche Überlieferung deutete die Männer als Wallfahrer, doch dürfte diese Erklärung nicht zwingend die ursprüngliche Bedeutung des Namens wiedergeben.

Nach den ältesten greifbaren Nachrichten glaubte die Bevölkerung, drei fromme Männer beziehungsweise "heilige Väter" seien vor langer Zeit auf der Höhe gestorben und nahe beieinander begraben worden. Über den vermeintlichen Grabstellen standen kleine überdachte Holzbauten, die in den Quellen als Hütten beziehungsweise "Yberzimmer" erscheinen.

Spätere Sagen bauten diese knappe Überlieferung immer weiter aus. In einer heute verbreiteten Fassung waren die drei Männer Wallfahrer, die barfuß bis ins Heilige Land gezogen waren. Auf dem Rückweg erreichten sie nach langer und beschwerlicher Reise die Höhe über dem Gasteinertal. Als sie von dort erstmals wieder ihre Heimat erblickten, sollen sie vor Erschöpfung oder überwältigt von der Freude über ihre glückliche Heimkehr gestorben sein.

Eine weitere Ausgestaltung der Sage lässt die drei Männer drei symbolische Gaben mitbringen: einen Pflug, einen Schlägel und die Bibel. Sie stehen für Landwirtschaft, Bergbau und christlichen Glauben und machen aus den drei Wallern gewissermaßen Kulturbringer des Gasteinertales. Diese Fassung gehört jedoch einer jüngeren Sagenentwicklung an und darf nicht als historische Nachricht über den Ursprung des Kultortes verstanden werden.

Die erste Kapelle und die Wallfahrt

Für das Jahr 1592 ist die Errichtung einer hölzernen Kapelle belegt. Als die kirchliche Obrigkeit zu Beginn des 17. Jahrhunderts nähere Auskünfte über den abgelegenen Kultplatz verlangte, berichteten Pfarrer und Landrichter 1616 ausführlich über die dortigen Verhältnisse.

Dabei zeigte sich, dass die Drei Waller zu diesem Zeitpunkt bereits ein bedeutender Wallfahrtsort waren. Mehrmals im Jahr, besonders während der Sommermonate, kamen zahlreiche Menschen auf die Höhe. In und um die Kapelle befanden sich Kreuze, Stäbe und andere von Wallfahrern zurückgelassene Gegenstände. Besonders auffällig waren aus Holz geschnitzte menschliche Köpfe, die als Votivgaben aufgestellt worden waren. Teilweise waren diese Kopfvotive mit Haar versehen.

Die Berichte von 1616 stellen einen außergewöhnlich frühen und ausführlichen Beleg für die Volksfrömmigkeit an diesem Ort dar. Sie zeigen zugleich, dass sich die Wallfahrt zunächst stark auf die drei vermeintlich hier begrabenen Männer konzentrierte, obwohl weder ihre Identität noch ihre kirchliche Verehrungswürdigkeit geklärt waren.

Die Suche nach den Gräbern

Gerade dieser ungeklärte Kult veranlasste die Salzburger Kirchenbehörden, nach den angeblichen Gräbern suchen zu lassen. Noch im Jahr 1616 wurden an drei Stellen unter den überlieferten Grabzeichen Grabungen durchgeführt. Man stieß jedoch auf festen Fels und konnte keinerlei menschliche Bestattung feststellen.

Damit war die Angelegenheit keineswegs abgeschlossen. 1621 wurde erneut und wesentlich umfangreicher gegraben. Der Mesner von Dorfgastein zog mit mehreren Arbeitern, ausgerüstet mit Hacken, Hauen und Schaufeln, auf die Höhe. Auch diese Untersuchung erbrachte keinen Nachweis der behaupteten Gräber.

Dennoch hielt sich die Überzeugung von der besonderen Heiligkeit des Ortes. Ein Bericht von 1686 erwähnt drei im Felsen erkennbare Vertiefungen, die als Fußspuren der drei Waller gedeutet wurden. Noch 1739 ließ Pater Eliland Bayr von Schwarzach neuerlich nach den vermeintlichen Bestattungen suchen. Auch er fand keine menschlichen Überreste, erwähnte jedoch die in den Felsen gezeigten Fußspuren.

Die wiederholten Grabungen sind volkskundlich besonders bemerkenswert. Eine zunächst mündlich tradierte Legende wurde buchstäblich am Ort überprüft: Die religiöse Überlieferung verlangte nach einer materiellen Bestätigung in Form von Gräbern, Gebeinen oder anderen sichtbaren Spuren. Als solche Beweise ausblieben, verschwand die Überlieferung dennoch nicht; an ihre Stelle konnten andere materielle Zeichen wie die vermeintlichen Fußabdrücke treten.

Kirchliche Regulierung der Wallfahrt

Die Haltung der kirchlichen Obrigkeit gegenüber den Drei Wallern war differenzierter, als ein bloßes Verbot vermuten ließe. Nachdem die Untersuchungen von 1616 keine Reliquien oder Gräber erbracht hatten, ordnete das Salzburger Konsistorium 1617 an, bei den Drei Wallern ein Kruzifix oder ein Bild der Gottesmutter aufzustellen. Gleichzeitig sollte das Volk weiterhin zur Wallfahrt ermuntert werden.

Entscheidend war jedoch eine Verschiebung des Kultes: Nicht die historisch nicht nachweisbaren drei Wallner sollten verehrt werden, sondern Gott und die kirchlich anerkannten Heiligen. Die Obrigkeit versuchte damit nicht, den Wallfahrtsort grundsätzlich zu beseitigen, sondern die vorhandene Wallfahrtsbewegung in kirchlich kontrollierte Bahnen zu lenken.

Diese Entwicklung lässt sich auch an den verehrten Gegenständen erkennen. Nach einer älteren Überlieferung soll zunächst ein eisenbeschlagenes Kreuz als wundertätig gegolten haben; dieses ist heute nicht mehr vorhanden. Seit 1619 wurde offenbar der gekreuzigte Christus verehrt, dessen Kruzifix in der Kapelle erhalten blieb.

Im 18. Jahrhundert verschärfte sich die Haltung gegenüber bestimmten Formen des örtlichen Kultes. Am 22. Jänner 1740 verfügte das Salzburger Konsistorium, die inzwischen baufällige Kapelle abzutragen und an ihrer Stelle lediglich ein Kreuz oder ein Marienbild aufzustellen. Zugleich sollten die vorhandenen Bilder sowie insbesondere die geschnitzten Köpfe und Haarvotive entfernt werden.

Gerade diese Verfügung macht den Gegensatz zwischen kirchlich normierter Frömmigkeit und älteren volksreligiösen Ausdrucksformen sichtbar. Die Wallfahrer hatten ihre Anliegen durch unmittelbar körperbezogene Votivgaben dargestellt; für die Obrigkeit war diese Form der Verehrung offenbar zunehmend problematisch.

Kopfvotive und die heilige Solangia

Die aus Holz geschnitzten Köpfe gehören zu den ungewöhnlichsten überlieferten Votivgaben der Drei-Waller-Wallfahrt. Körperteilvotive waren an vielen Wallfahrtsorten verbreitet. Sie konnten jene Körperregion darstellen, für deren Heilung gebetet oder für deren bereits erfahrene Genesung gedankt wurde. Dass manche der Drei-Waller-Kopfvotive zusätzlich mit Haar versehen waren, steigerte ihre körperliche Anschaulichkeit noch erheblich.

Mit dieser besonderen Ausrichtung des Kultes dürfte auch die Verehrung der heiligen Solangia, der französischen heiligen Solange, zusammenhängen. Ein 1707 datiertes Bild der Heiligen befindet sich bis heute in der Kapelle. Hermann Greinwald weist darauf hin, dass ihre Heiligenlegende erklärt, weshalb die Drei-Waller-Kapelle besonders bei Kopfschmerzen aufgesucht wurde. Solangia soll nach ihrer Enthauptung ihr abgeschlagenes Haupt selbst getragen haben und gehört damit zur Gruppe der sogenannten Kephalophoren oder Hauptträger.

Das Nebeneinander von Kopfvotiven und Solangia-Verehrung zeigt besonders deutlich die körperbezogene Dimension dieser Wallfahrt. Krankheit und Schmerz wurden nicht abstrakt formuliert, sondern durch gegenständliche Nachbildungen des betroffenen Körperteils unmittelbar am Kultort sichtbar gemacht.

Weitere Ausstattung

Die heutige Kapelle bewahrt trotz ihres modernen Baukörpers mehrere ältere Ausstattungsstücke, die an die lange Geschichte des Wallfahrtsortes erinnern.

Auf dem kleinen barocken Altar befindet sich ein Bild des Guten Hirten; das Oberbild zeigt den heiligen Georg. An einer Seitenwand hängt das bereits erwähnte Bild der heiligen Solangia aus dem Jahr 1707. Ein weiteres Gemälde zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel und zugleich die drei Waller; das Bild trägt einen Hinweis auf eine Renovierung im Jahr 1839.

Von besonderer Bedeutung ist das Kruzifix. Am Balken steht die Jahreszahl 1619, womit es unmittelbar in jene Zeit zurückführt, in der die kirchliche Obrigkeit die Verehrung der nicht nachweisbaren drei Wallner auf einen anerkannten christlichen Kultgegenstand umzulenken versuchte. Das Kruzifix wurde 1835 renoviert.

Neubau durch Clemens Holzmeister

Nachdem die Kapelle im 20. Jahrhundert zunehmend verfallen war, setzte sich ab 1967 der Rotary Club Bad Gastein für ihre Erhaltung ein. Für die Neugestaltung konnte der bedeutende österreichische Architekt Clemens Holzmeister gewonnen werden.

Zwischen 1969 und 1973 entstand anstelle des baufälligen Vorgängerbaues die heutige Kapelle. Holzmeister wählte einen bewusst einfachen rechteckigen Blockbau mit Schindelsatteldach und kleinem Dachreiter. Die Architektur nimmt damit die Form eines schlichten alpinen Sakralbaues auf und fügt sich zurückhaltend in die exponierte Berglandschaft ein.

Die neue Drei-Waller-Kapelle wurde am 22. Juni 1975 von Erzbischof Karl Berg feierlich geweiht. Durch die Übernahme der älteren Ausstattungsstücke blieb trotz des modernen Neubaues die Verbindung mit der jahrhundertealten Kultgeschichte erhalten.

Wiederbelebung der Wallfahrt

Die traditionelle Wallfahrt zu den Drei Wallern kam im frühen 20. Jahrhundert zum Erliegen; als letztes Jahr der älteren Wallfahrtstradition wird 1925 genannt. Nach jahrzehntelanger Unterbrechung wurde der Brauch 2012 auf Initiative aus Dorfgastein wieder aufgenommen.

Seither führt wieder regelmäßig eine gemeinsame Fußwallfahrt von der Pfarrkirche Dorfgastein über Unterberg zur Drei-Waller-Kapelle. Der mehrere Stunden dauernde Aufstieg greift damit bewusst den ursprünglichen Charakter des Ortes als Bergwallfahrt wieder auf. Bei der Kapelle beziehungsweise in ihrem Umfeld wird ein Gottesdienst gefeiert.

Daneben wird auch die vom Rotary Club Gastein gepflegte Wallfahrt zur Drei-Waller-Kapelle fortgeführt. Die Wiederbelebung der Wallfahrt ist damit nicht nur eine touristische Erinnerung an eine verschwundene Tradition, sondern erneut mit religiösen Feiern am historischen Kultort verbunden.

Die Drei-Waller-Kapelle ist daher als historischer und zugleich wiederbelebter, heute lebendiger Wallfahrtsort einzuordnen.

Volkskundliche Bedeutung

Die Drei Waller gehören zu den bemerkenswertesten kleinen Wallfahrtsstätten Salzburgs, weil sich an diesem Ort mehrere Schichten religiöser Überlieferung über Jahrhunderte hinweg verfolgen lassen. Am Anfang steht die Vorstellung von drei unbekannten heiligen Männern, deren vermeintliche Gräber einen lokalen Kult hervorriefen. Darauf folgten die Wallfahrt, körperbezogene Votivgaben und die Suche nach materiellen Beweisen für die Überlieferung. Schließlich versuchte die kirchliche Obrigkeit, die Verehrung der drei nicht identifizierbaren Gestalten durch Kreuz- und Marienverehrung zu ersetzen beziehungsweise zu überformen.

Die Geschichte zeigt zugleich, dass volksreligiöse Traditionen durch obrigkeitliche Eingriffe nicht zwangsläufig verschwanden. Obwohl keine Gräber gefunden wurden und die Verehrung der drei Wallner ausdrücklich relativiert wurde, blieb der Name des Ortes erhalten. Noch Jahrhunderte später wurden angebliche Fußspuren gezeigt und neue Sagen über Herkunft und Leben der drei Männer erzählt.

Besonders charakteristisch ist die fortschreitende Ausgestaltung der Sage. Aus drei nicht näher identifizierbaren "heiligen Vätern" wurden schließlich heimkehrende Jerusalemwallfahrer und zuletzt Kulturbringer, die Pflug, Schlägel und Bibel als Symbole von Landwirtschaft, Bergbau und Christentum ins Tal gebracht hätten. Damit wurde die alte Überlieferung immer wieder an neue historische und kulturelle Deutungsbedürfnisse angepasst.

Auch die Kopfvotive mit ihren Haaren zeigen eine Form der Volksfrömmigkeit, in der Krankheit, Körper und religiöse Hoffnung unmittelbar miteinander verbunden waren. Zusammen mit der bei Kopfschmerzen angerufenen heiligen Solangia bilden sie ein selten anschauliches Zeugnis älterer Wallfahrtsmedizin.

Schließlich ist auch die moderne Wiederaufnahme der Wallfahrt selbst volkskundlich bemerkenswert. Ein jahrzehntelang unterbrochener religiöser Brauch wurde bewusst rekonstruiert und wieder in einen regelmäßig begangenen Jahreslauf eingefügt. Die Drei Waller dokumentieren damit nicht nur das Entstehen und Verschwinden, sondern auch die Möglichkeit einer neuerlichen Belebung von Wallfahrtstraditionen.

Literatur zur Wallfahrt

- Greinwald, Hermann: "Die ‚Drei Waller‘ in Badgastein". In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Bd. 128, Salzburg 1988, S. 183–192.

- Hinterseer, Sebastian: Heimatbuch Dorfgastein. Eigenverlag der Gemeinde Dorfgastein, Salzburg 1981, S. 200–205.

- Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Salzburg. Wien 1986, S. 70–71.

- Gasteiner Rundschau: Berichte zur Geschichte und Wiederbelebung der Drei-Waller-Wallfahrt.

- Pfarrverband Gasteinertal und Tourismusverband Gastein: Informationen zur gegenwärtigen Wallfahrt und zum kirchlichen Leben in Dorfgastein.

Wir bitten Sie um Ihre Mitarbeit mit Text- oder Bildzusendungen.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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