Ried im Traunkreis, Weigersdorf, Filialkirche hl. Jakob
Es handelt sich hierbei um ein sehr altes Gotteshaus, denn bereits von 1170 ist eine Weihe bekannt. Der Chor des heutigen Baues wurde 1476 geweiht, das Langhaus erst 1523. Auch spätere Daten sind uns in Bauinschriften noch erhalten.
Es handelt sich um eine der schönsten spätgotischen Landkirchen des Traunviertels. Gleich beim Eintritt fällt das gotische Südportal auf. Durch die hohen Fenster mit Fischblasenmaßwerk fällt das Licht auf das reiche Netzrippengewölbe. Auf dem Pfeiler vor der Westempore befindet sich eine spätgotische Steinfigur des hl. Jakob, eine sehr gute Arbeit um 1490; die vorzüglichen Altäre und die Kanzel sind aus der Zeit von 1660/70 und sind mit guten Figuren versehen. Auch die Kreuzwegbilder sind barock. Auffallend ist noch das spätgotische Kruzifix um 1520. Das schöne Votivbild von 1763 wurde anlässlich einer Pestepidemie von der Pfarre gespendet. Die Filialkirche untersteht, wie die Pfarre selbst, dem Benediktinerstift Kremsmünster.
Kultgegenstand: Barockes Gemälde des hl. Sebastian am Marterpfahl.
Wallfahrt: Früher am Sebastianitag von der Pfarre aus. — Jetzt wird von der Pfarre aus an den Bittagen hierher gegangen.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: bei Weigersdorf 3, 4551 Ried im Traunkreis. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Traunviertel |
| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarrgemeinde Ried im Traunkreis |
| | Geöffnet: März - Oktober: täglich 8:00 - 17:00; November - Februar: an Wochenenden. |
| | Außenansicht: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie
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| | Kirchenraum mit Hochaltar und den beiden Seitenaltären: |
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| | linker Seitenaltar mit Gnadenbild Hl. Sebastian: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie
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| | Das faszinierende und reiche Netzrippengewölbe der Filialkirche Weigersdorf aus dem Jahr 1437: |
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| | Votivbild zu einer pestähnlichen Seuche in Oberösterreich im Frühjahr 1713. Inschrift: "Zum Andenken an die pestartige Krankheit, welche im Jahre 1713 von mitte May bis Ende Juni in dieser Gegend geherrscht, und viele Menschen dahingerafft hat. Herr Jesus Christ, Du lieber Gott, verschone uns von jener Noth." |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |