Ohlsdorf, Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin

Schnellüberblick
Wallfahrt:Marienwallfahrt zur "Mutter zur guten Hoffnung", besonders in Anliegen von Schwangerschaft, Geburt, Kindesnöten und Kindersegen. Die ehemals weit über den Ort hinaus bedeutende Wallfahrt ist heute nur mehr von lokaler Bedeutung; einzelne Gruppenwallfahrten sind bis in die jüngere Vergangenheit nachweisbar.
Status:Historischer und kirchlich weiterhin bezeichneter Marienwallfahrtsort.
Kultzentrum:Gnadenbild "Maria gravida" beziehungsweise "Mutter zur guten Hoffnung", gemalt 1657 von Christian Degenhart.
Ort:Ohlsdorf.
Bezirk/Region:Gmunden / Traunviertel.
Bundesland:Oberösterreich.
Lage und Besuch
• Lage: Hauptstraße 18, 4694 Ohlsdorf.
• Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Traunviertel
• Ansicht in Street View
• Web: Pfarre Ohlsdorf
• Öffnungszeiten: Die Kirche sollte untertags geöffnet sein. Die Kirche wird regelmäßig liturgisch genutzt.
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•Ausführliche Beschreibung

Bilddokumentation

• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Ansicht von Norden:
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Ansicht von Norden

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Bauinschrift:
Die Bauinschrift der Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin in Ohlsdorf.
"hanns von aichlham, 1501"
Es handelt sich um den Bau- und Maurermeister Hans von Aichlham, der auch die Kirche von Laakirchen erbaut hat. Es wird historisch angenommen, dass er der sogenannten Bauhütte im Attergau (Raum Vöcklabruck) angehörte. Seine Bauten zeigen eine Synthese aus bodenständiger, einheimischer Gotik und dem bayerischen Sechseck-Kirchenbau (Einflüsse aus dem Raum Burghausen/Salzburg). Dieser Stil zeichnet sich durch charakteristische Sternrippen- und Netzrippengewölbe aus.
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Bauinschrift

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Kirchenraum:
Ansicht des Kirchenraums mit dem berühmten Hochaltar, links dem Nothelferaltar und rechts dem Nepomukaltar.
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Kirchenraum

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Hochaltar:
Der Altar ist im Barockwerkstil 1680/90 von einem unbekannten Meister gefertigt. Ein dreigeschoßiger Hochaltar mit Säulenarchitektur flankiert mit Chorfenstern aus 1905 (links: Mariä Verkündigung, rechts: Geburt Christi).
Das Gnadenbild liegt hinter dem eigentlichen Hauptaltar mit einem Abstand von knapp über einem Meter.
Links vom Gnadenbild der überlebensgroße Nikolaus mit dem Bischofsstab, Buch und drei Kugeln als Symbol für die heilige Dreifaltigkeit, der Schutzpatron der alten Schiffer und Traunflößer, und zur Rechten der hl. Ulrich mit Bischofsstab, Buch und Fisch.
Im zweiten Geschoß innerhalb der Säulen das Bild des Kirchenpatrons, des hl. Martin, als Bischof dargestellt.
Im dritten Geschoß der Erzengel Michael mit Schwert und Waage der Gerechtigkeit.
Im ganzen Hochaltar 70 Engelsfiguren: "Maria, umgeben vom Chor der Engel".
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Hochaltar

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Gnadenbild "Maria zur guten Hoffnung":
Das berühmte Gnadenbild des Hochaltares der Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf.
Ein Gemälde der schwangeren Gottesmutter, der "Maria Gravida" - "Maria zur guten Hoffnung".
Weltweit sind nur wenige solcher Gnadenbilder bekannt.
Dieses Gnadenbild wurde 1657 vom Meister "C. M. Doognhart", also Christian Degenhart (um 1611 – 1676), der als Garstener Klostermaler bekannt gewesen ist.
Maria steht auf einer Erdkugel und zerdrückt mit dem linken Fuß der Paradiesschlange den Kopf. Das Haupt Mariens ist mit einem Sternenkranz umgeben. Darüber befindet sich ein regenbogenähnliches Spruchband mit dem Text: "Und das Wort ist Fleisch Worden" und die Geisttaube mit trinitarischem Dreieck. Engel in Wolken schweben um Maria. Mariens Mantel ist mit Rosenblüten besetzt. (Text: Kirchenführer).
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Gnadenbild "Maria zur guten Hoffnung"

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Motivkerzen:
"Mutter zur guten Hoffnung - Ohlsdorf"
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Motivkerzen

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Südansicht:
Ansicht von Süden, links vor der Kirche die große Linde, rechts neben dem Süd-Portal das Missionskreuz aus 1870.
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Südansicht

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf - Sonnenuhr:
Inschrift:
"Omnes vulnerant, ultima necat"
("Alle verletzen, die letzte tötet")
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Sonnenuhr

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Aussicht zum Traunviertel:
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Aussicht zum Traunviertel

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• Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Gasthaus Kirchenwirt:
Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Martin, Ohlsdorf, Kirchenwirt

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Ausführliche Beschreibung

Lage und Kirche

Die weithin sichtbare Pfarrkirche von Ohlsdorf steht auf einer Anhöhe über dem Ortszentrum und ist dem heiligen Martin von Tours geweiht. Kirchliches Leben in Ohlsdorf reicht weit in das Mittelalter zurück; die Überlieferung der Pfarre setzt eine frühe Kirche bereits in das 8. Jahrhundert. Die heutige Kirche gehört im Kern jedoch der Spätgotik an. In ihrer gegenwärtigen Gestalt entstand sie gegen Ende des 15. Jahrhunderts und zu Beginn des 16. Jahrhunderts. An der nördlichen Außenwand befindet sich eine Inschrift mit dem Namen "Hans von Aichlhann" und der Jahreszahl 1501, die traditionell mit dem Abschluss des spätgotischen Kirchenbaues verbunden wird.

Der Innenraum ist als zweischiffige gotische Halle ausgebildet. Netz- und Sternrippengewölbe, Achtecksäulen und ein mächtiger Triumphbogen prägen den Raumeindruck. Der Chor schließt im Fünfachtelschluss. Von der spätgotischen Ausstattung selbst ist im Kirchenraum kaum etwas erhalten; das heutige Erscheinungsbild wird wesentlich von der barocken Ausstattung bestimmt, die im Zusammenhang mit der katholischen Erneuerung und der zunehmenden Marienverehrung des 17. Jahrhunderts entstand.

Das Gnadenbild "Maria gravida"

Das Zentrum der Ohlsdorfer Wallfahrt ist ein 1657 geschaffenes Gemälde der schwangeren Gottesmutter. Die Darstellung wird als "Maria gravida", "Maria zur guten Hoffnung" oder "Mutter zur guten Hoffnung" bezeichnet. Nach der Überlieferung der Pfarre stammt das Bild vom Garstener Klostermaler Christian Degenhart, der ungefähr von 1611 bis 1676 lebte. Die sichtbar schwangere Maria steht auf einer Erdkugel und setzt den Fuß auf die Schlange. Ein Sternenkranz umgibt ihr Haupt; über ihr erscheinen die Geisttaube und ein Spruchband mit dem Hinweis auf die Menschwerdung Christi. Rosen auf dem Mantel und die umgebenden Engel verstärken die marianische Symbolik.

Der um 1689/90 entstandene barocke Hochaltar ist ganz auf dieses Gnadenbild ausgerichtet. Er steht etwas von der östlichen Chorwand ab; durch einen ovalen, von Strahlen und Engeln umgebenen Durchbruch öffnet sich der Blick auf das dahinterliegende Bild. Rund siebzig Engelsfiguren bestimmen nach der Kirchenbeschreibung der Pfarre den gesamten Altaraufbau. Seitlich erscheinen unter anderem die Heiligen Nikolaus und Ulrich; im oberen Bereich steht der Kirchenpatron Martin. Die Erzengel Gabriel, Raphael und Michael beziehen sich in Gestik und Anordnung ebenfalls auf das zentrale Marienbild. Damit ist der Hochaltar nicht bloß Träger des Gnadenbildes, sondern als groß angelegte Inszenierung der "Maria, umgeben vom Chor der Engel" gestaltet.

Schwangerschaft, Geburt und Kindersegen

Die besondere Ikonographie des Gnadenbildes bestimmte wesentlich die Anliegen der Wallfahrer. Die Pfarre nennt ausdrücklich "Kindsnöte und Kindersegen" als hauptsächliche Wallfahrtsmotive. Für Frauen und Familien, die um eine Schwangerschaft, um eine glückliche Geburt oder um das Wohlergehen eines Kindes baten, bot die sichtbar schwangere Gottesmutter eine unmittelbar verständliche religiöse Identifikationsfigur. In einer Zeit, in der Schwangerschaft und Geburt mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden waren, verbanden sich in einem solchen Bild christologische Aussagen über die Menschwerdung Christi mit sehr konkreten Hoffnungen und Ängsten des Alltags.

Die Marienverehrung war nach der pfarrlichen Überlieferung spätestens 1663 bereits stark ausgeprägt, also nur wenige Jahre nach der Entstehung des Bildes. Die Wallfahrt entwickelte sich in der Folge weit über Ohlsdorf hinaus. Eine rückblickende Darstellung der KirchenZeitung der Diözese Linz berichtet für die Blütezeit von jährlich etwa 6.000, mitunter sogar 7.000 Pilgern. Für die Wallfahrt bestand demnach eine eigene Stiftung; außerdem wird ein Mirakelbuch erwähnt, in dem außergewöhnliche Gebetserhörungen und Wunderüberlieferungen festgehalten worden sein sollen. Solange dieses Mirakelbuch selbst nicht ausgewertet ist, lassen sich einzelne darin enthaltene Berichte jedoch nicht zuverlässig wiedergeben.

Wallfahrt und Einzugsgebiet

Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Ohlsdorf nach Angaben der Pfarre von Wallfahrern aus ganz Oberösterreich besucht. Damit war die "Mutter zur guten Hoffnung" über längere Zeit ein überregional bekanntes marianisches Gnadenbild. Für einzelne Herkunftsorte lässt sich die Wallfahrt auch unabhängig von späterer Erinnerung fassen. Der kirchliche Realschematismus von 1913 verzeichnet für Pinsdorf eine jährliche Wallfahrt Anfang Oktober nach Ohlsdorf mit Priester. Ende September zogen außerdem die sogenannten "karischen Holzarbeiter" gesondert und ohne Priester dorthin. Solche Angaben zeigen, dass sich neben pfarrlich organisierten Prozessionen auch berufs- oder gruppenspezifische Wallfahrtstraditionen entwickelt hatten.

Im 20. und frühen 21. Jahrhundert nahm die Bedeutung dieser regelmäßigen Wallfahrten deutlich ab. Bei der Pinsdorfer Dankwallfahrt beteiligten sich schließlich nur noch wenige Personen; bei einem Wiederbelebungsversuch wurde die Route verändert und das Ziel in die Römerkirche Aurachkirchen verlegt. Andere Gruppen kamen weiterhin gelegentlich nach Ohlsdorf. Die heutige Kirchenbeschreibung der Pfarre bezeichnet die Kirche als Wallfahrtskirche nur mehr von lokaler Bedeutung, während die Diözese Linz Ohlsdorf weiterhin ausdrücklich als Wallfahrtsort mit der "Mutter zur guten Hoffnung" führt. Von einer heutigen großen oder regelmäßig überregionalen Wallfahrt kann daher nicht mehr gesprochen werden; der historische Wallfahrtscharakter und die besondere marianische Andachtsfunktion bestehen jedoch fort.

Andachtsgraphik und Verbreitung des Gnadenbildes

Die überörtliche Bedeutung des Ohlsdorfer Kultes lässt sich nicht nur aus schriftlichen Nachrichten, sondern auch aus erhaltenen Andachtsbildern ablesen. Im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien haben sich graphische Darstellungen des Ohlsdorfer Gnadenbildes aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten. Ein Kupferstich bezeichnet das dargestellte Marienbild ausdrücklich als jenes, das in der alten Pfarrkirche zu Ohlsdorf bei Gmunden "mit großer Andacht" verehrt werde. Solche kleinformatigen Drucke konnten von Pilgern mitgenommen, verschenkt oder im häuslichen Andachtsbereich aufbewahrt werden. Sie verbreiteten die Kenntnis des Gnadenbildes weit über den Kirchenraum hinaus und gehören deshalb zu den besonders aussagekräftigen materiellen Zeugnissen der Wallfahrt.

Auch spätere Nachbildungen zeigen, dass die ungewöhnliche "Maria gravida" als eigenständiger Bildtyp wahrgenommen wurde. Die Verbindung von Schwangerschaftsdarstellung, Immaculata-Motivik und der Bitte um Kindersegen machte das Ohlsdorfer Bild innerhalb der marianischen Wallfahrtskultur unverwechselbar.

Barocke Ausstattung

Neben dem Hochaltar entstanden auch die Seitenaltäre und die Kanzel im barocken Zusammenhang. Der linke Seitenaltar ist den Vierzehn Nothelfern zugeordnet und enthält heute im Obergeschoss ein Bild der Heiligen Familie. Der rechte Seitenaltar besitzt als Hauptbild den heiligen Johannes Nepomuk und verbindet ihn mit den Pestheiligen Rochus und Sebastian. Die Kanzel trägt die vier Evangelisten; auf ihrem Schalldeckel erscheint der heilige Martin bei der Mantelteilung. Die Ausstattung verbindet damit das ältere Patrozinium der Pfarrkirche mit dem später dominierenden Marienkult.

Eine weitere bemerkenswerte Einzelheit ist die Marienglocke des nach dem Zweiten Weltkrieg erneuerten Geläutes. Sie wurde ausdrücklich dem Wallfahrtswesen zugeordnet. Auch darin blieb die Erinnerung an die besondere Stellung der Marienverehrung in Ohlsdorf institutionell sichtbar.

Die Bauplatzlegende

Zur lokalen Überlieferung gehört eine typische Bauplatzlegende. Danach begann man die Kirche zunächst an einer anderen Stelle auf einem Hügel zu errichten. Die bereits aufgeführten Mauern seien jedoch über Nacht immer wieder verschwunden. Schließlich spannte man zwei Ochsen vor einen mit Steinen beladenen Wagen, verband ihnen die Augen und ließ sie ziehen. Wo die Tiere stehen blieben, sollte die Kirche errichtet werden. Dort sei schließlich der heutige Bauplatz gewählt worden.

Historisch erklärt diese Erzählung den Standort der Kirche nicht. Sie gehört vielmehr zu einem in Mitteleuropa weit verbreiteten Sagentypus, in dem Tiere, verschwundene Baumaterialien oder andere wunderbare Zeichen den von Gott bestimmten Platz einer Kirche anzeigen. Gerade deshalb ist sie für die Volkskunde wichtig: Die scheinbar zufällige Lage eines Sakralbaues wird nachträglich als Ergebnis göttlicher Führung gedeutet.

Frühe Marienverehrung und Quellenkritik

Ältere Darstellungen führen die Ohlsdorfer Marienwallfahrt bis in das 15. Jahrhundert zurück und nennen um 1460 eine "Unserer Lieben Frauen"-Kapelle. Ein belastbarer unmittelbarer Nachweis für eine bereits damals entwickelte Wallfahrt ist jedoch schwer zu greifen. Sicher fassbar wird die große Ohlsdorfer Marienwallfahrt mit dem Gnadenbild von 1657 und der bereits wenige Jahre später nachweisbaren intensiven Verehrung. Eine ältere marianische Tradition ist durchaus möglich; sie sollte jedoch nicht ohne nähere Quellenprüfung mit der barocken Wallfahrt gleichgesetzt werden.

Heutige Bedeutung

Ohlsdorf ist heute Pfarrkirche und zugleich ein historischer Marienwallfahrtsort. Das Gnadenbild befindet sich weiterhin im Mittelpunkt des Hochaltares und ist damit nicht nur museales Zeugnis einer vergangenen Frömmigkeit, sondern Bestandteil des gegenwärtigen Kirchenraumes. Die einst großen Pilgerzüge aus verschiedenen Teilen Oberösterreichs sind weitgehend verschwunden, doch die religiösen Anliegen, mit denen die "Mutter zur guten Hoffnung" verbunden wurde, haben ihre Aktualität nicht verloren. Gerade Kinderwunsch, Schwangerschaft, Sorge um die Geburt und das Wohl eines Kindes geben dem seltenen Bildtypus auch heute eine unmittelbar verständliche Bedeutung.

Literatur und Quellen

Pfarre Ohlsdorf: Pfarrkirche Ohlsdorf. Kirchenbeschreibung zu Innenraum, Ausstattung, Gnadenbild und Wallfahrt.

Diözese Linz: Pfarre Ohlsdorf. Beschreibung des Wallfahrtsortes und der Pfarrkirche.

Josef Wallner: Mutter von der guten Hoffnung. In: KirchenZeitung der Diözese Linz, Ausgabe 2015/16, 15. April 2015.

Kirchlicher Realschematismus der Diözese Linz 1913, Pfarre Pinsdorf.

Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien: Sammlung sakraler Graphik, Andachtsbilder des Ohlsdorfer Gnadenbildes, 18. und 19. Jahrhundert.

Bundesdenkmalamt: Denkmalliste Oberösterreich, Katholische Pfarrkirche hl. Martin, Ohlsdorf.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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