Adlwang, Wallfahrtskirche St. Blasien

Der Name scheint erstmalig um 1300 auf. Die Kirche wurde um 1348 von den Herren von Rohr erbaut; unbekannt aber ist, wann die heutige spätgotische Hallenkirche erbaut wurde. Um die Kirche finden sich Befestigungsreste. Die Kirche wurde 1967 restauriert; einen Großteil der Arbeiten, Abdecken des Steines, Sanierung und Neuverlegung des Bodens, Verlegung eines Köpflpflasters rund um die Kirche, wurde von einer pfarramtlichen Arbeitsgruppe durchgeführt. Diese Wallfahrtskirche, für die sich der Pfarrer von Pfarrkirchen immer wieder in starkem Maße einsetzt, ist nun ein wirkliches Schatzkästchen geworden.

Die Kirche ziert ein wertvoller barocker Hochaltar von 1715; das Hochaltarbild stellt den hl. Blasius dar; auch die beiden Seitenaltäre, die 1708 aus der Pfarrkirche hierhergekommen sind, fanden nach der Restaurierung eine neue Aufstellung.

Kultgegenstand: Gemälde des hl. Blasius, der, ein Blutzeuge aus der diokletianischen Christen Verfolgung, schon im frühen Mittelalter als Nothelfer für Mensch und Tier galt.

Legende: Die Kirche soll von den Herren von Rohr erbaut worden sein; ein Ritter von Rohr floh vor seinen Feinden und gelobte, auf dem Platz, an dem er Schutz fände, eine Kirche zu bauen.

Wallfahrt: Hauptfest am Blasiustag (3. Februar) und am Sonntag danach; den Wallfahrern wird an diesen Tagen der Segen mit den gekreuzten Kerzen gespendet und Brot und Salz geweiht. Zu den Blasisegen kommen Gläubige aus der näheren Umgebung, wie Ternberg, Sierning, Nußbach, und zwar am Blasiustag die bäuerliche Bevölkerung, am Sonntag andere Personen. Außerdem wird zu St. Markus (Marxentag, 25. April) eine Flurprozession von Pfarrkirchen hierhergeführt. Außer dem sonntäglichen Gottesdienst um 10 Uhr finden aber auch besondere Gottesdienste statt, wie die Bad Haller Handwerker-Gedächtnismesse, die Hubertusmesse der Jägerschaft des Jägerringes (am 1. Samstag nach Allerheiligen; an diesem Tag wird die Jagd nach St. Blasien ausgerichtet), die Imkermesse für die Umgebung und verschiedene andere Gedächtnismessen; aber auch Fahrzeugsegnung und Kirchenkonzerte finden statt.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Grünburger Straße 117, 4541 Adlwang.
Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Traunviertel
Ansicht in Street View
Web: Pfarrgemeinde Adlwang
Geöffnet:
 
  Wir haben leider kein Foto:
 
Foto von Wallfahrtskirche einsenden

Sollten Sie Fotos haben, können Sie sie hier hochladen!

   
Literatur zur Wallfahrt:
   
   
  Zurück zur Übersicht: Wallfahrt im Traunviertel
  Zurück zur Übersicht: Wallfahrt in Oberösterreich
  Zurück zur Gesamtübersicht Wallfahrt
 
Wir bitten Sie um Ihre Mitarbeit mit Text- oder Bildzusendungen.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

© www.SAGEN.at