St. Oswald bei Freistadt, Maria Bründl
Maria Bründl, auch Frauenbründl, Löschenbründl oder Bründlbad im Exenholz genannt, ist etwa 2 km von St. Oswald entfernt, und um es zu erreichen, zweigt man von der Straße nach Weitersfelden in Richtung March ab.
Die Kapelle wurde 1650 erbaut; sie besitzt Messelizenz. Im Jahre 1683 wurde gegenüber der Kapelle ein Badhaus errichtet; 1761 wurde ein Neubau aufgeführt, er enthielt ein großes Badezimmer und vier kleine Badstuben, eine Wohnung für den Bademeister, und im Obergeschoß einige Zimmer für Gäste. 1766 wurde die Genehmigung für den Getränkeausschank gegeben. Das jetzige Badhaus stammt aus dem Jahre 1887.
Die Quelle entspringt unter dem Altar der Kapelle, wird in ein Sammelbecken geleitet, das sich rechts hinter dem Altar befindet, von einem Gitter umgeben und mit einem Schöpfgefäß versehen ist; von hier wird das Wasser ins Badhaus geleitet.
Kultgegenstand: Maria Lourdesstatue.
Legende: Bei St. Oswald verwundete sich ein gewisser Loisch beim Holzfällen. Er wusch sich bei der Quelle die Wunde, die bald darauf heilte. Ein Wassersüchtiger genas ebenfalls durch den Gebrauch des Wassers. Dieser ließ dann zum Sammeln des Wassers einen Steintrog errichten und bald bekam die Quelle den Ruf eines heilkräftigen Wassers. Eine ebenfalls hier geheilte Färberin von Freistadt stiftete eine Kreuzsäule und eine Muttergottesstatue; als dann Geld durch Spenden einging, errichtete die Herrschaft Weinberg die Kapelle.
Wallfahrt: Radioaktive Heilquelle, besonders von Gichtkranken besucht. Wunschglöcklein für die hl. Theresia. Wallfahrten finden jetzt hauptsächlich im Mai statt und zwar prozessionsweise in Autobussen; zuweilen verlangen diese Wallfahrer auch eine hl. Messe; an jedem 13. der Monate Mai bis Oktober wird hier eine Abendmesse gelesen; außerdem wird an jedem 1. Sonntag im Monat hier ein Segen gehalten; auch finden gern Hochzeiten hier statt. Besuch führt hauptsächlich aus der Umgebung hierher, doch auch aus dem übrigen Oberösterreich zuweilen, wie z. B. aus dem Kremstal.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: Maria Bründl, 4291 St. Oswald bei Freistadt |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Mühlviertel |
| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarrgemeinde St. Oswald bei Freistadt |
| | Geöffnet: |
| Wir haben leider kein Foto: | |
|
|
| | Literatur zur Wallfahrt: |
| - E. Pranz-Bruckner, Die Geschichte der Heilbäder Oberösterreichs bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (Dissertation 1953, Wien). | |
| Zurück zur Übersicht: Wallfahrt im Mühlviertel | |
| Zurück zur Übersicht: Wallfahrt in Oberösterreich | |
| Zurück zur Gesamtübersicht Wallfahrt | |
Wir bitten Sie um Ihre Mitarbeit mit Fotozusendungen.
|
|
Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |
