Sarleinsbach, Pfarrkirche zum hl. Petrus

Sarleinsbach ist eine sehr frühe Siedlung an einer alten Handelsstraße; es ist bereits 1170 urkundlich genannt. Die Kirche ist ein schöner, spätgotischer Bau. Während der Hochaltar neugotisch ist, stammen die barocken Seitenaltäre aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die Kanzel aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist eine Sitzstatue des heiligen Petrus um 1440/50 im Chor.

Kultgegenstand: Sitzfigur des hl. Leonhard auf dem linken Seitenaltar, aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, in der linken Hand Kette und Hufeisen, in der rechten den Bischofsstab haltend.

Wallfahrt: Wegen Viehkrankheiten und auch als Heiratsvermittler aufgesucht. Die jungen Mädchen trugen eine, früher vorhanden gewesene eiserne Figur des Heiligen um den Altar. Auch Naturalopfer waren früher üblich. Wallfahrten kamen aus der Umgebung, aber auch aus Bayern, jedoch nicht am 6. November, sondern am Samstag vor dem Weißen Sonntag. Heute kommen vor allem am Weißen Sonntag Männer in Gruppen von Julbach und Ulrichsberg.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: bei Marktplatz 2, 4152 Sarleinsbach.
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Web: Pfarre Sarleinsbach
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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