Naarn im Machlande, Wallfahrtskirche Maria Laab

Über die frühe Geschichte der Kirche ist wenig bekannt. Jedenfalls haben wir es hier mit einer alten Ansiedlung zu tun, denn bereits 1092 ist der Name urkundlich genannt. Aus anderen Nachrichten geht hervor, dass die Wallfahrt mindestens bis 1665 zurückreicht. Das Kirchlein wurde unter Kaiser Josef II. gesperrt, 1824 aber wieder geöffnet.

Der hakenförmige, schmucklose Bau weist eine neuromanische Einrichtung auf. Der Hauptteil der Kirche ist der ost-west ausgerichtete Trakt, an dessen Ostfront sich der Hochaltar befindet. An der linken Wand dieses Traktes ist auch ein Grabstein eingemauert: "Wolfgang Schickhmayr, Weißenwolffischer Oberpfleger, am 29. Mai 1702, im 57. Lebensjahr gestorben und Regina Ursula geborene Steinhanßin von Sonnenfeldt, 3. März 1721, 71 Jahre alt, gestorben."

Kultgegenstand: Spätgotisches Schnitzwerk "Mariä Krönung" um 1520 auf dem Hochaltar; die hl. Maria nimmt den Mittelteil ein, rechts Gottvater, links Christus, darüber der hl. Geist.

Legende: Die Gnadenstatue wurde im Laub gefunden und an einem Baum angebracht; sie kehrte dreimal an jene Stelle zurück, wo sie gefunden worden war. Aus den reichlich eingehenden Spenden wurde dann die Kirche errichtet.

Wallfahrt: Besonders im 17. Jh. stark besucht; der Opferstock enthielt jährlich rund 200 fl. — Heute abgesehen von Einzelbesuchen nur noch jährlich am 2. Juli von Mitterkirchen aus eine Wallfahrt mit Autos und jedes 2. oder 3. Jahr im Herbst eine von Perg zu Fuß.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Laab 2, 4331 Naarn im Machlande.
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Web: Pfarrgemeinde Naarn
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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