| Wallfahrt: | Historisch bedeutende Marienwallfahrt mit älteren Lichtmess- und späteren Maria-Landshut-Traditionen; Wallfahrer kamen unter anderem aus St. Peter, Sarleinsbach, Nebelberg, Haibach, Eferding und früher auch aus Böhmen. Die organisierte Wallfahrt ist heute stark zurückgegangen; einzelne traditionelle Fußwallfahrten wurden in jüngster Zeit eingestellt. |
| Status: | Historisch bedeutender Wallfahrtsort; heute Pfarrkirche und Andachtsort mit fortbestehender Gnadenbildverehrung. |
| Kultzentrum: | Gnadenbild "Maria mit dem geneigten Haupte" beziehungsweise "Maria Landshut" am linken Seitenaltar, 1772 aufgestellt; daneben ältere Marienverehrung, die bereits vor diesem Bild bestand. |
| Ort: | Kleinzell im Mühlkreis. |
| Bezirk/Region: | Mühlviertel. |
| Bundesland: | Oberösterreich. |
| • | Lage: Kleinzell im Mühlkreis 1b, 4115 Kleinzell im Mühlkreis. |
| • | Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Mühlviertel |
| • | Ansicht in Street View |
| • | Web: Pfarre Kleinzell |
| • | Öffnungszeiten: außerhalb der Gottesdienstzeiten nach aktueller Besucherinformation keine allgemeine Innenbesichtigung; Kirchenbesuch gegebenenfalls über die Pfarrgemeinde erfragen. |
| • | Bilddokumentation |
| • | Ausführliche Beschreibung |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie
Die Pfarrkirche hl. Laurentius steht im Zentrum von Kleinzell im Mühlkreis und ist dem Augustiner-Chorherrenstift St. Florian inkorporiert. Sie ist heute in erster Linie Pfarrkirche, besitzt aber eine bedeutende historische Wallfahrtstradition. Mittelpunkt der jüngeren Marienwallfahrt ist das Gnadenbild "Maria mit dem geneigten Haupte", das seit 1772 am linken Seitenaltar verehrt wird und in den Quellen auch als "Maria Landshut" bezeichnet wird. Die organisierte Wallfahrt ist gegenüber ihrer früheren Bedeutung stark zurückgegangen; die Erinnerung an das Gnadenbild und die ältere Marienverehrung gehört jedoch weiterhin zur religiösen Identität des Ortes.
Kleinzell wird 1109 als "cella ad Mouhile", also als "Zelle an der Mühl", urkundlich genannt. Der Ortsname legt einen kirchlichen oder klösterlichen Zusammenhang nahe und hat immer wieder zu der Annahme geführt, hier habe sich bereits um 1100 eine kleine Missions- oder Einsiedlerzelle befunden. In jüngeren örtlichen Darstellungen wird diese Vorstellung bisweilen noch konkreter ausgeschmückt und mit iro-schottischen Wandermönchen oder sogar einem hypothetischen Mönch namens Laurentius verbunden.
Solche Deutungen sind als Möglichkeiten interessant, urkundlich gesichert sind sie jedoch nicht. Die Nennung von 1109 belegt zunächst den Ortsnamen, nicht die Biographie eines Gründermönchs und auch nicht eine bestimmte Gestalt der damaligen Kirche. Für eine quellenkritische Darstellung ist deshalb zwischen dem alten Namen "cella" und späteren Gründungsvorstellungen zu unterscheiden. Sicher ist dagegen, dass Kleinzell zu den sehr frühen kirchlich geprägten Siedlungen des oberen Mühlviertels gehört.
Die heutige Pfarrkirche bewahrt einen mittelalterlichen Kern. Der spätgotische Chor wurde im 15. Jahrhundert errichtet; die kunsthistorischen und touristischen Beschreibungen setzen die Bauphase ungefähr zwischen 1430 und 1480 an. 1452 weihte der Passauer Weihbischof Sigismund von Salona den Hochaltar dem heiligen Laurentius. Der Chor war 1476 vollendet, wie die spätgotische Sakramentsnische und der Schlussstein mit dem in Granit gehauenen Rost, dem Attribut des Kirchenpatrons, eindrucksvoll bezeugen.
Der mittelalterliche Saalbau wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Ältere Darstellungen nennen dafür 1754, andere baugeschichtliche Zusammenfassungen die Zeit um 1760. Diese geringe Abweichung ist bei einem über mehrere Jahre verlaufenden Umbau nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist, dass der gotische Chor seine Grundgestalt bewahrte, während Langhaus, Empore und Ausstattung zunehmend barock geprägt wurden. Der heutige Hochaltar entstand bereits um 1680 bis 1690 und gehört somit noch in die Zeit vor der späteren großen Marienwallfahrt zu "Maria Landshut".
Die marianische Verehrung in Kleinzell ist deutlich älter als das 1772 aufgestellte Gnadenbild. Bereits 1495 stiftete Hans Diendorfer auf Gneisenau für jeden Samstag eine Messe auf dem damaligen Jakobusaltar, an dem nach der zeitgenössischen Formulierung auch "unsre liebe Frau rast". Diese Nachricht zeigt, dass ein Marienbild oder eine Marienverehrung am Seitenaltar bereits im ausgehenden Mittelalter bestand.
Eine zweite marianische Kultschicht entwickelte sich später am Hochaltar. Dort stand vor dem Bild beziehungsweise der Darstellung des Kirchenpatrons eine geschnitzte Muttergottes mit Kind. Beide Figuren waren gekrönt; die Madonna wurde mit einem Stoffkleid bekleidet. Hauptfest dieser älteren Verehrung war Maria Lichtmess am 2. Februar. Zum Beichthören kamen zusätzliche Geistliche, zunächst unter anderem Patres aus Pupping. Heinrich Jungwirth konnte 1949 noch festhalten, dass Lichtmess als Ortsfest bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein in Erinnerung geblieben war.
1772 erhielt der linke Seitenaltar ein neues Marienbild, das in den Quellen "Maria Landshut" genannt wird und dem Typus "Maria mit dem geneigten Haupte" entspricht. Der damalige Pfarrvikar Ignaz Groß von Ehrenstein widmete beziehungsweise beschaffte das Bild für die Kirche. Die kunsthistorische Literatur führt das Gemälde als Werk des österreichischen Malers Johann Michael Greiter. Damit lassen sich Stifter beziehungsweise Auftraggeber und Maler voneinander unterscheiden; beide Angaben widersprechen sich nicht.
Der Bildtyp selbst besitzt eine weit über Kleinzell hinausreichende Geschichte. Das berühmte Vorbild "Maria mit dem geneigten Haupt" wurde im Karmelitenorden verbreitet und gelangte im 17. Jahrhundert nach Wien. Von diesem Bild entstanden zahlreiche Kopien; eine besonders verehrte Fassung befand sich in Landshut. Die Kleinzeller Bezeichnung "Maria Landshut" verweist auf diese Landshuter Traditionslinie. Entscheidend für die örtliche Wallfahrt war jedoch nicht die kunsthistorische Kopienfolge allein, sondern die intensive Verehrung, die das 1772 aufgestellte Bild innerhalb weniger Jahre entwickelte.
Die Darstellung zeigt Maria im Brustbild mit leicht zur Seite geneigtem Haupt. Gerade diese Haltung wurde in der barocken Frömmigkeit als Ausdruck mütterlicher Zuwendung verstanden. Das Bild blickt den Betrachter nicht majestätisch aus großer Distanz an, sondern scheint sich ihm zuzuneigen. Dadurch eignete sich der Typus besonders für persönliche Bitte, Trost- und Fürbittefrömmigkeit.
Die Verehrung eines Bildes darf dabei nicht mit der Annahme verwechselt werden, dem materiellen Gemälde selbst werde eine magische Wirkung zugeschrieben. In katholischer Bildfrömmigkeit richtet sich die Verehrung auf die dargestellte Person; das konkrete Bild kann jedoch durch Tradition, Gebetserfahrungen und gemeinschaftliche Erinnerung zu einem Gnadenbild werden. In Kleinzell lässt sich genau dieser Prozess beobachten: Ein neu aufgestelltes Bild wurde binnen kurzer Zeit zum Mittelpunkt einer weit ausgreifenden Wallfahrt.
Zu den eindrucksvollsten Episoden der Kleinzeller Wallfahrtsgeschichte gehört der Konflikt von 1777. Von staatlicher Seite erging der Auftrag, das inzwischen stark verehrte Marienbild aus der Kirche zu entfernen. In der Bevölkerung löste dies massiven Widerstand aus. Nach einer später veröffentlichten archivalischen Darstellung erklärten die Kleinzeller, sie würden die Wegnahme des Bildes nicht hinnehmen und im äußersten Fall "Leib und Leben" dafür einsetzen.
Pfarrvikar Mathias Jetschgo, der Kleinzell von 1773 bis 1781 betreute, berichtete die aufgebrachte Stimmung an die zuständige kaiserliche Stelle und setzte sich für die Bevölkerung ein. Der Auftrag wurde schließlich zurückgenommen; das Gnadenbild durfte in der Kirche verbleiben und auch die Wallfahrten wurden weiterhin zugelassen. Damit lässt sich die verbreitete Vorstellung korrigieren, der Konflikt habe bereits zu den eigentlichen josephinischen Reformen der 1780er Jahre gehört. Die Auseinandersetzung fand schon 1777 statt, einige Jahre vor der großen josephinischen Einschränkung des Wallfahrtswesens.
Mathias Jetschgo spielte für die Entwicklung des Wallfahrtsortes eine zentrale Rolle. Eine 1953 veröffentlichte Untersuchung zur Familie Jetschgo hebt ausdrücklich hervor, dass es ihm gelang, Kleinzell als Wallfahrtsort zu erhalten. Nach dem erfolgreichen Widerstand gegen die Entfernung des Bildes förderte er dessen Verehrung weiter. Das Gnadenbild zog große Scharen von Pilgern an, und die Marienwallfahrt erreichte im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts ihre stärkste Blüte.
Wie bedeutend Kleinzell damals geworden war, zeigt ein Bericht des Kreisamtes aus dem Jahr 1789. Darin heißt es, die Kleinzeller Marienwallfahrt mache "allen übrigen den Vorrang streitig". Eine solche Formulierung ist natürlich zeitgebundene Verwaltungssprache und keine objektive Rangliste aller Wallfahrtsorte. Sie dokumentiert aber eindrucksvoll, wie groß der Zulauf gewesen sein muss. Kleinzell war im ausgehenden 18. Jahrhundert keineswegs nur ein lokaler Andachtsplatz, sondern ein regional bedeutendes marianisches Wallfahrtszentrum.
Die josephinischen Reformen führten in den 1780er Jahren zu weitreichenden Einschränkungen von Wallfahrten, Prozessionen, Bruderschaften und anderen Formen barocker Volksfrömmigkeit. Auch Kleinzell blieb davon nicht unberührt. Die ältere bekleidete Marienstatue am Hochaltar musste 1784 ihrer textilen Gewänder entkleidet und anschließend neu gefasst werden. Gleichzeitig verlagerte sich die Aufmerksamkeit immer stärker auf "Maria Landshut" am Seitenaltar.
Die Wallfahrt verschwand dennoch nicht. Gerade die bereits 1777 erfolgreich verteidigte Stellung des Gnadenbildes und seine starke Verwurzelung in der Bevölkerung ermöglichten eine bemerkenswerte Kontinuität. Jungwirth stellte 1949 fest, dass die Erinnerung an die Wallfahrt "Maria Landshut" im Volk noch lebendig sei. Damit zeigt Kleinzell sehr anschaulich, wie obrigkeitliche Reformen traditionelle Frömmigkeit verändern konnten, ohne sie vollständig zu beseitigen.
Zu den Wallfahrtsterminen, die eine ältere wallfahrtskundliche Beschreibung um 1970 noch nennt, gehörten die "Goldenen Samstage". Dieser in Oberösterreich verbreitete Ausdruck bezeichnet traditionell die ersten drei Samstage nach dem Michaelitag am 29. September beziehungsweise die ersten drei Samstage im Oktober. Sie waren besonders der Marienverehrung gewidmet und wurden vielerorts für Wallfahrten, Rosenkranzgebet und besondere Messfeiern genutzt.
Die Goldenen Samstage bildeten somit keine ausschließlich Kleinzeller Besonderheit, sondern gehörten zu einem größeren oberösterreichischen Wallfahrtsbrauch. Dass Kleinzell an diesen Tagen Ziel von Pilgern aus St. Peter, Sarleinsbach und Nebelberg war, zeigt die Einbindung des Gnadenortes in dieses regionale religiöse Wegenetz. Die Tradition ist heute an vielen Orten weitgehend verschwunden; besonders bekannt hat sie sich etwa in Adlwang erhalten.
Das Einzugsgebiet Kleinzells reichte zeitweise deutlich über die unmittelbare Umgebung hinaus. Eine ältere wallfahrtskundliche Beschreibung nennt Wallfahrer aus St. Peter, Sarleinsbach und Nebelberg sowie ältere Pilgerzüge aus Böhmen. Auch aus Haibach und Eferding kamen Menschen nach Kleinzell. Für manche Gruppen war die Kirche nicht ausschließliches Endziel, sondern eine Station innerhalb längerer Wallfahrtswege. So besuchten Pilger aus Eferding Kleinzell auf ihrem Weg nach Maria Pötsch und früher auch zur Mühlholzkapelle bei Lembach.
Solche Verbindungen sind für die historische Wallfahrtslandschaft besonders wichtig. Wallfahrtsorte bildeten kein isoliertes Netz einzelner Punkte, sondern waren durch Wege, Zwischenstationen, Übernachtungsorte und wiederkehrende Gruppen miteinander verbunden. Kleinzell lag dabei zwischen mehreren Marienheiligtümern des oberen Mühlviertels und konnte sowohl selbst Ziel als auch Etappenort sein.
Wie sich traditionelle Wallfahrt in der Gegenwart verändert, lässt sich an Sarleinsbach besonders gut beobachten. Die Fußwallfahrt nach Kleinzell war dort über viele Jahre ein wichtiger und traditionsreicher Bestandteil des Pfarrkalenders. In den letzten Jahren gingen jedoch immer weniger Menschen die gesamte Strecke zu Fuß; außerdem verliefen Teile des Weges entlang stark befahrener Straßen. Die Pfarre entschied sich deshalb, das Ziel zu ändern und nach Maria Trost zu pilgern.
Dieser Vorgang ist volkskundlich mindestens ebenso interessant wie eine fortbestehende Tradition. Er zeigt, dass Wallfahrten nicht nur wegen nachlassender Religiosität verschwinden. Auch Verkehrsverhältnisse, Wegqualität, Sicherheitsgefühl und neue Vorstellungen vom Pilgern verändern jahrhundertealte Routen. Für Kleinzell bedeutet dies, dass ein historisch gut belegter Wallfahrerzug aus dem regionalen Wegenetz in jüngster Zeit weggefallen ist.
Kleinzell ist historisch ohne Zweifel ein bedeutender Marienwallfahrtsort. Für die Gegenwart lässt sich eine regelmäßige größere organisierte Wallfahrt zur Pfarrkirche jedoch nicht mehr sicher nachweisen. Die aktuelle Pfarrgemeinde präsentiert die Kirche vor allem als Pfarrkirche; im laufenden Gottesdienstkalender stehen die gewöhnlichen Pfarrgottesdienste im Mittelpunkt. Gleichzeitig befindet sich das historische Gnadenbild weiterhin an seinem Seitenaltar und bleibt damit als materielles Zentrum der früheren Wallfahrt erhalten.
Am treffendsten ist deshalb die Einordnung als historisch bedeutender Wallfahrtsort und heutige Pfarr- und Andachtskirche mit fortbestehender Gnadenbildverehrung. Diese Formulierung bewahrt die außergewöhnliche historische Bedeutung, ohne eine lebendige Wallfahrt zu behaupten, die sich aktuell nicht ausreichend belegen lässt.
Der barocke Hochaltar entstand um 1680 bis 1690 und gehört zu den bedeutenden älteren Ausstattungsstücken. Die Rokokokanzel wird in die Zeit um 1780 datiert. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen weitere Veränderungen hinzu; mehrere Figuren stammen von Franz Schmalzl. Fresken am Chorbogen wurden 1941 von H. Duschek geschaffen. Der Volksaltar entstand 1984.
Am Gnadenaltar flankieren beziehungsweise begleiteten nach älteren Beschreibungen zwei Reliquiare mit Wachsbossierungen und Silberfiligranarbeiten das Marienbild. Solche kostbaren Kleinobjekte gehören in die barocke Welt der Reliquien- und Wallfahrtsfrömmigkeit und zeigen, dass der Seitenaltar nicht bloß Bildträger, sondern bewusst als sakrales Ensemble gestaltet wurde.
Die auf SAGEN.at vorhandenen Fotografien dokumentieren sowohl die Außenansicht der Laurentiuskirche als auch den Innenraum mit dem Gnadenbild am linken Seitenaltar. Gerade die Innenaufnahme besitzt für die Wallfahrtsdokumentation besonderen Wert, weil sie den historischen Kultort nicht nur beschreibt, sondern seine Stellung innerhalb des Kirchenraumes sichtbar macht. Bei künftigen Ergänzungen wären Detailaufnahmen von "Maria mit dem geneigten Haupte", den Reliquiaren, der spätgotischen Sakramentsnische und dem Laurentius-Schlussstein besonders wertvoll.
Kleinzell ist volkskundlich vor allem deshalb bedeutsam, weil sich mehrere Schichten der Marienverehrung ungewöhnlich klar voneinander unterscheiden lassen. Bereits im 15. Jahrhundert bestand eine marianische Altarpraxis. Später wurde eine bekleidete Marienstatue am Hochaltar zum Zentrum einer Lichtmessfrömmigkeit. 1772 trat mit "Maria Landshut" ein neues Bild hinzu und veränderte die Wallfahrt grundlegend. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich eine so starke Verehrung, dass die Bevölkerung 1777 gegen die angeordnete Entfernung des Bildes offenen Widerstand leistete.
Ebenso aufschlussreich ist der langfristige Wandel: Hochblüte im 18. Jahrhundert, staatliche Einschränkung, Fortleben der Erinnerung, Goldene Samstage und regionale Fußwallfahrten, schließlich der Rückgang einzelner Routen in jüngster Zeit. Kleinzell zeigt damit nicht nur, wie Wallfahrt entsteht, sondern auch, wie sie sich verlagert, neue Kultbilder aufnimmt, politische Eingriffe übersteht und schließlich in eine stärker lokale Andachtsform übergehen kann.
Josef Sigl: Zur Pfarrgeschichte Kleinzells. In: Beiträge zur Landes- und Volkskunde des Mühlviertels, 8. Bändchen. Linz 1923, S. 89–99.
Heinrich Jungwirth: Der Obermühlviertler. Seine religiöse und soziologische Stellung im volkstümlichen Wallfahrtsbrauchtum seiner Heimat. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, Neue Serie 3, Gesamtserie 52, Wien 1949, S. 1–37.
August Zöhrer: Ein dreihundert Jahre altes Mühlviertler Handelshaus. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines, Bd. 98, Linz 1953, S. 131–161.
Isfried H. Pichler, Eleonore Uhl: Kleinzell in Geschichte und Gegenwart. Kleinzell im Mühlkreis 1995.
Peter Adam, Beate Auer u. a.: Dehio-Handbuch Oberösterreich. Band 1: Mühlviertel. Horn/Wien 2003.
Pfarrgemeinde Kleinzell und Marktgemeinde Kleinzell im Mühlkreis: aktuelle Informationen zur Pfarrkirche und zur Ortsgeschichte.
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher
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