Dimbach, Wallfahrtskirche Maria am grünen Anger
Bereits 1147 ist Dimbach in einer Urkunde des Klosters Waldhausen, dem es bis zu dessen Auflösung zugehörte, als Pfarr- und Wallfahrtskirche genannt. Dimbach hatte sehr starken Wallfahrtsbesuch bis zum Bekanntwerden von Maria Taferl; jedes Haus in Dimbach hatte das Schank- und Beherbergungsrecht, so wirkte sich natürlich die Wallfahrt auch sehr günstig auf die finanzielle Lage des Marktes aus. Zwölf Beichtstühle standen einst außerhalb der Kirche, um dem Andrang der Gläubigen gerecht werden zu können. Daneben aber war Dimbach im vergangenen Jahrhundert auch ein ziemlich bekannter Badeort. Heute noch wird das Trinkwasser von Dimbach ob seiner Güte allgemein gelobt.
Das Gotteshaus ist eine spätgotische Hallenkirche, nach 1510 entstanden, die Altäre und die Kanzel stammen aus dem 17. Jahrhundert, der Hochaltar vom Bildhauer Georg Christoph Obermayr und dem Maler Michael Purghart aus Aschach a. D., wurde 1682 geschaffen. Ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert, nämlich von 1625 ist das Orgelgehäuse. In das 18. Jahrhundert führt die barocke Statue der Schmerzhaften Muttergottes und das barocke Bild "Herabkunft des Hl. Geistes" in der Art von Martin Johann Schmidt.
Kultgegenstand: Fast lebensgroße Statue einer stehenden, gekrönten Muttergottes mit nacktem gekrönten Kind auf dem rechten Arm, das mit der rechten Hand segnet; Sternennimbus, um 1460; "Maria am grünen Anger" genannt.
Legende: Die Kirche sollte zuerst auf dem Gruberberg gebaut werden. Tauben trugen jedoch die Späne auf den jetzigen Kirchenplatz; am dritten Tag sah man Maria selbst inmitten der Späne.
Wallfahrt: 1500 Ablassverleihung. Nachdem die Wallfahrt fast ganz erloschen war, scheint sie sich nun wieder etwas zu beleben. Jährlich am 2. Juli oder am Sonntag darauf kommen die Pabneukirchener in Prozession; daneben fallweise andere Wallfahrer, wie z. B. 1970 eine tschechische Pfarrgemeinde mit einem tschechischen Pfarrer von Wien, im Laufe des Sommers; im Herbst die Frauen einiger Pfarren des Bezirkes Urfahr-Umgebung unter Führung des Pfarrers vom Pöstlingberg.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: Dimbach 1, 4371 Dimbach. |
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| | Web: Pfarre Dimbach |
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
| - L. Commenda, Grein und Umgebung (1910) | |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |
