Altenfelden, Wallfahrtskapelle Maria Pötsch
Von Neufelden hinab zum Stausee, Richtung Pürnstein, entlang des Feuchtenbaches führt der Weg zur Kapelle; an der Abzweigung befindet sich ein Wegweiser. Bis zur Kapelle führt auch ein Kreuzweg. Ein weiterer Kreuzweg führt durch den Wald. Vom starken Besuch zeugen auch zwei Verkaufsbuden bei der Kapelle. Links vor der Kapelle ist die Quelle mit kleiner Granderschüssel; die Quelle entspringt jedoch unter dem Hochaltar.
Maria Magdalena Gahleitner, Oberfeuchtenbach Nr. 8, fand 1793 beim Streurechen das Bild; es wurde dann im Bauernhof aufbewahrt. Nach einem Traum brachte die Bäuerin Theresia Bichler das Bild 1847 zur Quelle zurück, die seit alters das heilige Wasser genannt wurde und befestigte es an einem Baum. Hin und wieder kamen Besucher. An einem Pfingstmontag machten Kinder aus Neufelden eine Wallfahrt zu dieser Muttergottes; als das bekannt wurde, kamen viele Leute, erst an Sonn- und Feiertagen, dann auch wochentags zu Bild und Quelle. Sogar aus Böhmen kamen Prozessionen. Der Bauer, der sich nun an die Worte seiner inzwischen verstorbenen Frau erinnerte, dass hier eine Wallfahrt entstehen werde, ließ im August 1849 eine hölzerne Kapelle zur Erinnerung erbauen. 1875 ließ die Gemeinde Altenfelden die steinerne Kapelle erbauen. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1866; mit 1. August 1902 erteilte Bischof Doppelbauer von Linz, der als Knabe mit seiner Mutter von Waizenkirchen über Ramersberg hierher gewallfahrtet war, der Kapelle die Messelizenz.
Kultgegenstand: Kopie der "weinenden Muttergottes von Pötsch" in Ungarn, die sich in Wien im Stephansdom befindet.
Wallfahrt: Die Prozessionen kommen hierher vor allem im Mai und Oktober. Von Altenfelden wird im Mai und nach dem Erntedankfest hierhergezogen. Am Dienstag nach Pfingsten ziehen die Eferdinger, auch zu Fuß, über Ramersberg und Kleinzell nach Maria Pötsch. Um 5 Uhr früh gehen sie in Aschach über die Brücke. Abends fahren sie von Neuhaus bis Brandstatt mit dem Schiff und gehen von dort zu Fuß weiter nach Haus. Auch Gläubige von Stroheim pilgern nach Maria Pötsch. Zuweilen wird die Wallfahrt hierher auch mit einer solchen nach Maria Trost am Berge verbunden, wie es z. B. die Wallfahrer von Hellmonsödt machen. Einzelpersonen kommen besonders an Sonntagen hierher.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: Oberfeuchtenbach, 4121 Altenfelden. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Mühlviertel |
| | Ansicht in Street View (Luftbild) |
| | Web: Pfarre Altenfelden |
| | Geöffnet: Mai bis Oktober geöffnet. |
| | Außenansicht: |
| | In der Wallfahrtskapelle Maria Pötsch um 1910 bis 1920: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
| - J. Fattinger, Geschichte des wundertätigen Bildnisses der weinenden Muttergottes in Pötsch bei Neufelden, Oberösterreich. | |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |
