Pfarrkirche Altenberg bei Linz

Die Kirche wurde von den Starhembergern um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert errichtet; an einem Presbyteriumspfeiler ist die Jahreszahl 1506 eingemeißelt. Schon im 17. Jahrhundert war die große Verehrung als Marienheiligtum im Gange und erst mit dem Berühmtwerden des Pöstlingberges nahm die Wallfahrt hierher immer mehr ab.

Bei einem Brand der Kirche im 18. Jahrhundert blieben nur der Turm und das Presbyterium erhalten, während der Turm 1742 und dann wieder 1866 durch Blitzschlag zerstört wurde. Heute ist der 42 m hohe Turm leicht nach Westen geneigt, aber gut gesichert. Bemerkenswert sind das spätgotische Nord- und Südtor wie auch die Sakristeitür-Umrahmung. Ein sehr schönes Lavabo von 1632 dient als Weihwasserbecken.

Kultgegenstand: Sitzende, gekrönte Marienstatue, das Zepter in der rechten Hand, das nackte Kind auf dem linken Arm haltend, auf dem linken Seitenaltar. Diese Statue blieb beim Brand der Kirche 1743 unversehrt; daher wurde wohl auch um Schutz vor Feuersgefahr hierher gewallfahrtet.

Wallfahrt: Der Zuzugsbereich war früher sehr ausgedehnt; es kamen z. B. auch Gläubige aus der Eferdinger Gegend. Heutzutage wallfahrtet nur noch eine Prozession von Ottenschlag hierher und zwar früher am Peter- und Paulstag, jetzt am Sonntag danach.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Schulstraße 1, 4203 Altenberg bei Linz.
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Web: Pfarrgemeinde Altenberg
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Literatur zur Wallfahrt:
  - Der Bezirk Urfahr-Umgebung, Ein Heimatbuch, (1970)
   
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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