Wallfahrtskirche Allerheiligen im Mühlkreis

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Wallfahrt:Früher wahrscheinlich für Pestabwehr und bäuerliche Belange besucht. Jetzt kommen Wallfahrtsgruppen von Pregarten, Windhaag b. Perg und auch aus der Nähe von Linz; diese Wallfahrten sind nicht mit besonderen Feierlichkeiten, wohl aber mit einem Gottesdienst verbunden; auch werden keine besonderen Tage bevorzugt.
Status:Historisch dokumentierter Wallfahrtsort.
Kultzentrum:Marien-Statue auf dem Hochaltar, zu deren Füßen ein mit Ketten gefesselter Mann, der die Hände bittend erhebt, zu sehen ist. Diese Gruppe stammt aus dem Jahre 1879, wurde jedoch nach einem alten Vorbild gearbeitet. Das Schicksal des Originals ist unbekannt.
Ort:Wallfahrtskirche Allerheiligen im Mühlkreis.
Bezirk/Region:Mühlviertel.
Bundesland:Oberösterreich.
Lage und Besuch
• Lage: Allerheiligen im Mühlkreis 2a, 4320 Allerheiligen im Mühlkreis.
• Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Mühlviertel
• Ansicht in Street View
• Web: Pfarrgemeinde Allerheiligen
• Öffnungszeiten:
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Ausführliche Beschreibung

Der Baubeginn der Kirche wird mit 1492 (Inschrift in der Sakristei) festgesetzt; die erste Nennung des Ortes geschah allerdings bereits 1454 mit "Allerheiligen in den Pergen". An der Kirche finden sich noch einige andere Baudaten aus der Zeit von 1504 bis 1522. Nach einem Brand im 17. Jahrhundert wurde die Kirche erneuert.

Eine Besonderheit dieses Bauwerkes ist das halbachteckige West-Türmchen mit spindelloser Wendeltreppe; nur wirklich Schwindelfreie sollen sich hier hinauf wagen. Ferner sind bemerkenswert an dieser Kirche das Zellengewölbe in der Sakristei, ein spätgotisches Sakramentshäuschen, die gotische Sakristeitüre, das spätgotische Südtor, ein spätgotischer Kruzifixus aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts und eine gotische Glocke aus dem 15. Jahrhundert; die übrige Einrichtung ist neugotisch. An der linken Presbyteriumswand ist ein Bild aus dem 17. Jahrhundert, die Gründungssage der Kirche darstellend, erhalten.

Kultgegenstand: Marien-Statue auf dem Hochaltar, zu deren Füßen ein mit Ketten gefesselter Mann, der die Hände bittend erhebt, zu sehen ist. Diese Gruppe stammt aus dem Jahre 1879, wurde jedoch nach einem alten Vorbild gearbeitet. Das Schicksal des Originals ist unbekannt.

Legende: Um 1490 lebte am Hirtengute an der Straße von Zell nach Allerheiligen ein frommer Bauer; als er, an der Pest erkrankt, sein Ende kommen fühlte, wünschte er, seinen Leichnam auf einen Karren zu legen und die beiden Ochsen frei ziehen zu lassen. An der Stelle, an der sie stehen blieben, wollte er begraben werden; dort sei zu Ehren Gottes und aller Heiligen eine hölzerne Kapelle errichtet worden. Man tat so und die Ochsen blieben an der Stelle der heutigen Kirche stehen. Zu der hier errichteten Kapelle wurde bald gewallfahrtet und aus dem gespendeten Geld konnte die Kirche erbaut werden. An diese Legende erinnert das oben genannte Ursprungsbild in der Kirche.

— Um 1505 lebte in dieser Gegend ein Mann, der geistig verwirrt war. Es wurde nun das Gelübde abgelegt, dass man der Himmelskönigin den Hochaltar weihen wolle, wenn er seine Gesundheit wieder erlangen würde. Nach der Genesung des Kranken wurde auf dem Hochaltar die Statue mit dem gefesselten Mann aufgestellt.

Wallfahrt: Früher wahrscheinlich für Pestabwehr und bäuerliche Belange besucht. Jetzt kommen Wallfahrtsgruppen von Pregarten, Windhaag b. Perg und auch aus der Nähe von Linz; diese Wallfahrten sind nicht mit besonderen Feierlichkeiten, wohl aber mit einem Gottesdienst verbunden; auch werden keine besonderen Tage bevorzugt.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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