Weng im Innkreis, Pestkapelle

Im Ort Weng folgt man der Abzweigung nach Treubach bis zu einer Möbeltischlerei, bei dieser biegt man nach rechts ab und folgt diesem Weg einige hundert Meter, dort steht die Kapelle unter zwei Linden.
Die Kapelle wurde 1804 von Pfarrer Michael Rechenmacher zur Erinnerung an die Pestzeiten von 1516, 1650 und 1714 errichtet; am 23. Juni 1861 wurde die Kapelle bei einem Sturm durch zwei stürzende Linden zerstört, 1862 aber wieder und schöner aufgebaut. Diese Entstehungsgeschichte ist auch über der Eingangstür zu lesen. Auf einem alten Ölbild, darstellend Gottvater, Gottsohn und Hl. Geist und einen Ordensgeistlichen mit Kreuz, steht ebenfalls zu lesen: "Erinnerung an die entstandene Pest in der Pfarre Weng in den Jahren 1516, 1634, 1714."
In der Kapelle hängen verschiedene Wallfahrtsbilder, u. a. wegen Brandgefahr, für Soldaten und Verunglückte.

Kultgegenstand: Großes Kreuz, darunter Statue der Schmerzhaften Muttergottes mit Dolch im Herzen, aus dem 19. Jahrhundert.

Wallfahrt: Von der Pfarre aus am Tag nach Christi Himmelfahrt und zum Erntedankfest.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Kranzlweg, 4952 Weng im Innkreis.
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Web: Pfarre Weng im Innkreis
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Literatur zur Wallfahrt:
   
   
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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