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Aus einem Bericht des Grafen Maximilian Franz von Tattenbach an den bayrischen Kurfürsten von 1734 geht folgendes hervor: Die Bewilligung zur Vollendung wurde daraufhin gegeben, der Bau wurde 1734 geweiht. Graf Tattenbach stiftete 1758 ein eigenes Benefizium für das Kirchlein; Ende des 18. Jahrhunderts wurde es gesperrt, da es in Verfall geriet, aber im 19. Jahrhundert renovierte und eröffnete man es wieder. Diese archivalischen Nachrichten betreffen der Situation nach aber anscheinend nur die Kapelle bei der Quelle, der eigentlichen Ursprungskapelle. An deren Außenwand befindet sich die Quelle, zu der einige Stufen hinunterführen. Der Altar der Kapelle hat ein Bild der Landshuter Madonna; außerdem steht ein sehr schöner Schmerzensmann hier. An den Wänden hängen einige interessante Votivbilder. Zur Kirche (mit Parkplatz!) führt eine lange Stiege empor; die Kirche dürfte wohl kurze Zeit nach der Kapelle entstanden sein. Kultgegenstand: In der Kapelle ein Bild der Landshuter Madonna (befand sich früher in der Kirche) und in der Kirche das oben erwähnte von Engeln getragene Marienbild; früher auch der hl. Leonhard als Fresko an der Außenwand der Kapelle (nicht mehr vorhanden). Legende: Da das Bild der Landshuter Madonna, als man es in die Kirche gab, mehrere Male wieder in die Kapelle zurück wanderte, musste man für die Kirche ein neues Gemälde anschaffen. Wallfahrt: Die Heilquelle war früher ein stark besuchtes Heilbad; Dr. Morasch von Ingolstadt schrieb ein eigenes Traktat darüber und benützte das Bad 1733 selbst. Es war auch Brauch, in der Osternacht von Raab hierher einen Mitternachtsritt durchzuführen, um Segen für den Viehstand zu erlangen. Die Reiter ritten, den Rosenkranz laut betend, dreimal um die Kirche, führten die Pferde zur Kirchentür und ließen sie hineinschauen. Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972. |
| | Lage: Bründl 1, 4760 Raab. |
| | Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Innviertel |
| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarrgemeinde Raab |
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
| - Raab, Maria-Bründlkapelle zur Maria Heimsuchung, auch Maria Schnee in Brünndl genannt nach Gustav Gugitz auf SAGEN.at | |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |