Auerbach, Irnprechting, Marienkapelle

Sie wird auch das "hl. Kammerl" oder "Frauenbründl" genannt. Sie ist von der Straße aus sichtbar und liegt einige hundert Meter über einer Wiese am Waldrand.

Die Kapelle dürfte um 1850 erbaut worden sein; sie ist ein anspruchsloser, etwas vernachlässigter Bau; am Altar und an den Wänden befinden sich einige wertlose Heiligenbilder, vor allem Marienbilder. Ungefähr in Augenhöhe befindet sich an der Rückwand der Kapelle ein kreisrundes Loch, vor dem ein Bild angebracht ist. Das Heilige Bründl befindet sich unten links neben der Tür; das Rohr ist wohl vorhanden, doch fließt kein Wasser.

Legende: Beim Peterngut in Irnprechting entspringt eine Quelle. Dem Besitzer erschien die Muttergottes im Traum bei der Quelle und befahl ihm ein sichtbares Zeichen anbringen zu lassen. Der Bauer stellte eine Tafel mit der Bezeichnung "Frauenbrünndl" auf. Ein Nachkomme brachte die Tafel zu seinem Haus, um dort eine Kapelle zu errichten. Dreimal erschien ihm aber Maria im Traume und befahl ihm, die Tafel an ihren Platz zurück zu bringen, der zur Hilfe leidender Menschen bestimmt sei. Dies war der Beginn der Wallfahrt, denn bald wurde eine Kapelle dort errichtet.

Wallfahrt: Besonders für Augenleiden. — Heute einzelner Besuch aus der Umgebung.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Irnprechting, 5224 Auerbach.
Lage in SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Oberösterreich - Innviertel
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Web: Pfarramt Auerbach
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Außenansicht:
 

Auerbach, Irnprechting, Marienkapelle

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie

 

   
Literatur zur Wallfahrt:
   
   
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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