Hochburg-Ach, Ach, Pfarrkirche Maria Ach
Ach war früher ein Bestandteil der Stadt Burghausen und erst durch die Lostrennung des Gebietes diesseits der Salzach von Bayern wurde 1780 Ach ein selbständiger Ort und die Kirche in Wanghausen Pfarrkirche von Ach. Diese Kirche wurde 1354 bei dem bereits 1180 erwähnten Herrensitz erbaut; doch schon 1324 äußerte sich ein Passauer Bürger, dass „er gen Ach wollt chirich fahrten". Das ursprüngliche Gotteshaus dürfte jedoch etwas näher an der Salzach gestanden haben, da man vor etlichen Jahren beim Bau einer Kläranlage Reste einer wahrscheinlich romanischen Apsis gefunden hat. Wegen des häufigen Hochwassers dürfte die Kirche dann etwas vom Fluss abgerückt worden sein. 1404 war der Bau vollendet. Die Kirche umfasste ursprünglich nur das jetzige Langhaus. Die Erweiterung erfolgte im Jahre 1770. Die Kirche präsentiert sich als liebenswertes Schatzkästchen. Im gotischen Bau wurden die Rippen und Felder 1630/40 mit Renaissance- Stuck versehen. Im Erweiterungsbau ist Johann Nepomuk della Croce mit verschiedenen guten Fresken und Altarbildern vertreten. Sehr reizvoll wirken auch die beiden Oratoriumsbalkone zu beiden Seiten des Hochaltars, wovon der linke als Kanzel Verwendung findet; die Gegenstücke an den gegenüber liegenden abgeschrägten Wänden wurden früher schon entfernt. Unter der Empore befindet sich ein guter Schmerzensmann in einer Nische, einige Votivbilder hängen an den Wänden. Die Kirche wurde nach dem Krieg unter Leitung Professor Daringers restauriert.
Kultgegenstand: Sitzende, gekrönte Muttergottes, mit der linken Hand das auf dem Schoß stehende, nackte, gekrönte Kind haltend, in der rechten Hand eine Traube emporhaltend, (1480/90), in Vitrine über dem Hochaltar.
Legende: Diese Muttergottesdarstellung wurde auf der Salzach angeschwemmt; man brachte sie ins Schloss, doch am nächsten Morgen befand sie sich wieder an der Fundstelle; dies wiederholte sich noch zweimal, obwohl man sie in dem Turm einsperrte. Darauf ließ der Schlossherr am Ufer eine Kirche bauen; der Hochaltar befindet sich über der Fundstelle.
Wallfahrt: Mit verschiedenen Ablässen versehen; besonders aus Bayern und Oberösterreich stark besucht; sehr starker Zuzug zur Feier des vierten Saeculums. Neuer Aufschwung der Wallfahrt durch die Einführung der Goldenen Samstage (1776). — Auch heute noch an den Goldenen Samstagen aus der Umgebung besucht, wie von St. Radegund und Ranshofen.
Außerdem wird von der Pfarre Ranshofen am ersten Sonntag im Mai und von der Pfarre Hochburg am ersten Samstag nach Michaeli hierher gewallfahrtet; die Burghausener kommen zwanglos, besonders gern, mit einem Spaziergang verbunden, am ersten Frühlingssonntag.
Das Bründl gegenüber der Kirche gilt heute nicht mehr als Wallfahrt, besitzt auch keinen Kultgegenstand, besteht aber noch.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: Wanghausen 35, 5122 Hochburg-Ach |
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| | Web: Pfarrgemeinde Hochburg |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |
