Taufkirchen an der Trattnach, Wallfahrtskirche Hehenberg
Die Kirche zum heiligen Veit wird urkundlich im 15. Jahrhundert genannt, während der Ortsname selbst als Traunkirchener Besitz bereits um 1325 aufscheint. Sowohl der Name, wie auch der Lage der Kirche nach könnte es sich hierbei vielleicht auch um einen Burgstall handeln. Unter Kaiser Josef II. wurde das Gotteshaus gesperrt und zum Abbruch bestimmt; der Bau blieb aber dennoch erhalten und wurde wieder seinem ursprünglichen Zweck zugeführt. Seit 1830 ist er durch Aufstellung einer Muttergottesstatue Wallfahrtskirche. Vielleicht hat vorher bereits der hl. Veit hier besondere Verehrung genossen.
Der spätgotische Bau steht auf einem kleinen, zur Straße ziemlich steil abfallenden Hügel. Aus der ursprünglichen Bauperiode stammen noch das gotische Südportal und die Sakristeitür wie auch die Gewölbe, die besonders im Presbyterium reich verschlungene dreifarbige Rippen mit interessanten Schlusssteinen aufweisen. Die Rippen des Langhauses sind leicht bemalt. Am Fronbogen ist ein Kruzifix mit zwei barocken Engeln angebracht. Der Hochaltar stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts (die Figuren sind allerdings stark wurmstichig). Der rechte Seitenaltar trägt einige barocke Figuren aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts. Statt des linken Seitenaltares ist ein Glasschrein an der Wand angebracht, in welchem sich die Gnadenstatue befindet. Sehr nett ist die volkstümlich klassizistisch bemalte Holzempore.
Kultgegenstand: Weißgekleidete, gekrönte Marienstatue, in der linken Hand einen Apfel, auf dem rechten Arm das Kind haltend; das Kind hält in den Händen die Weltkugel mit Kreuz und Rosenkranz. An der Rückwand des Schreines hängen silberne Votivgaben, vor allem Herzen.
Wallfahrt: Aus der Umgebung (Feuerbach, Pötting, Grieskirchen) besucht; jetzt wird auch von der Pfarre aus alle vierzehn Tage ein Gottesdienst gehalten. Seit 1967 kamen am 1. Mai Wallfahrer aus Rottenbach, Neumarkt und Wendling.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: bei Hehenberg 3, 4715 Taufkirchen an der Trattnach. |
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher © www.SAGEN.at |
