Pupping, Klosterkirche Pupping

Ursprünglich stand hier die Kapelle des hl. Othmar, in der 994 der hl. Wolfgang starb; dadurch entstand früh eine Wallfahrt. 1461 wurde eine Kirche erbaut, die 1496 geweiht und mit einem Franziskanerkloster verbunden wurde. Während der Reformationszeit jedoch wurden Kirche und Kloster profaniert und zerstört. 1621 wurde ein Neubau aufgeführt, doch wurde das Kloster 1784 aufgehoben und 1801 abgetragen. 1879 schließlich wurden Kloster und Kirche neuerlich errichtet und den Franziskanern übergeben. Bischof Franz Joseph Rudigier konsekrierte das Gotteshaus am 15. Oktober 1879, und Bischof Franz Maria Doppelbauer konsekrierte am 29. Mai 1893 den Erweiterungsbau. Ab 1968 wird das Kloster von Clarissinnen bewohnt. Auf Grund des fehlenden Nachwuchses musste aber das Klarissenkloster im Jahre 1998 wieder geschlossen werden. Heute ist das Shalomkloster Pupping der Franziskaner ein Ort zum Mitleben für Männer, Frauen und Ehepaare.
Die Kirche ist sehr groß, macht aber einen äußerst nüchternen Eindruck.

Heute ist das Shalomkloster Pupping der Franziskaner ein Ort zum Mitleben für Männer, Frauen und Ehepaare.

Kultgegenstand: Todesstätte des hl. Wolfgang; eine kupferne Kapsel mit dem "gewaidt" des Heiligen wurde hier beigesetzt, aber nicht mehr gefunden. Die Originalsteinplatte, welche die Todesstätte des Heiligen anzeigte, befindet sich nun hinter dem Hochaltar; in der Mitte der Kirche liegt eine neue Marmorplatte mit der Aufschrift: "hier ist gestorben St. Wolfgang, Bischof von Regensburg, am 31. Oktober 994". Die Platte ist mit einem Gitter umgeben und wurde als Wurftisch für Geldopfer benützt.

Wallfahrt: Schon im Mittelalter fand solch ein starker Besuch statt, dass man die Todesstätte mit einem Gitter umgeben musste, um sie vor Beschädigungen zu bewahren. Bei der Feier des 900jährigen Todestages des Heiligen vom 12. bis 19. August 1894 waren 3000 Menschen anwesend.
— Nun kommen nur noch einzelne Besucher aus der Umgebung, besonders am 31. Oktober und am 1. Mai. Die üblich gewesene Prozession von Hartkirchen her hat mit dem Wegzug der Patres aufgehört.

Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.


Lage: Pupping 4, 4070 Pupping.
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Ansicht in Street View
Web: Shalomkloster Pupping
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Literatur zur Wallfahrt:
  - I. Zibermayr, St. Wolfgang am Abersee, 2. Aufl. (1961).
   
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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