Tiefgraben, Kolomanskirche
Von Irlach, nahe Thalgau, führt eine Waldstraße auf den Berg. Die Kapelle wird erstmals 1462 genannt; der heutige Bau stammt aus dem Jahre 1658 und ist eine der wenigen erhaltenen Holzkirchen in Österreich; außen sind die Wände mit Brettschindeln verkleidet; der Innenraum hat eine flache Holzdecke; auf dem Altar stehen drei Statuen aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts; auch diese Kapelle sollte 1788 aufgehoben werden, blieb aber erhalten, obwohl das Urteil des Administrators von Mondsee, P. Socher, keineswegs günstig ausgefallen war; er hatte an die Landesstelle geschrieben, dass es ihn selbst wundere, dass diese Kapelle noch nicht gesperrt worden sei, denn bei der großen Entfernung könnte sie unmöglich vom Stifte aus bedient werden. Außerdem liege sie auf der Spitze eines waldigen Berges, gerade an der Salzburger Grenze und gleiche, von Holz gebaut, mehr einem Stadel denn einem kirchlichen Gebäude.
Kultgegenstand: Statue des hl. Koloman; über dem Brunnen neben der Statue ehemals auch ein Kruzifix.
Legende: Auf seiner Pilgerreise von Schottland nach Jerusalem kam der hl. Koloman durch das Mondseeland. Er rastete auf dem heute nach ihm benannten Berge. Auf seine Bitte entsprang, da ihn dürstete, eine Quelle, sie wurde heilkräftig.
Wallfahrt: Zum Kolomansbrünndl, der Heilquelle neben der Kapelle, besonders heilsam für Fuß- und Augenkranke. Der Heilige galt aber auch als Vieh- und Wetterpatron; in der Kapelle befindet sich ein Wunschglöcklein; früher starker Besuch von Oberösterreich und Salzburg, auch von der Stadt Salzburg und den umliegenden Gemeinden in Prozessionen mit Kreuz. — Heute offiziell am Schauerfreitag und zu Jakobi und unter der Zeit einzelne Besucher.
Quelle: Hertha und Friedrich Schober, Kapelle, Kirche, Gnadenbild. Ein kunstgeschichtlicher und volkskundlicher Führer zu Wallfahrtsstätten in Oberösterreich. Linz 1972.
Mit freundlicher Genehmigung von Reinprecht Schober für SAGEN.at.
| | Lage: 4893 Tiefgraben. |
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| | Ansicht in Street View |
| | Web: Pfarrgemeinde Mondsee |
| | Geöffnet: |
| | Die Wallfahrtskirche am Kolomansberg - Kolomanskirche: |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Die Wallfahrtskirche am Kolomansberg - Kolomanskirche: Auf dem Kolomansberg steht als einzige Holzkirche Österreichs die Kolomanskriche, mit ihrer volkstümlichen Ausgestaltung und zurückgelassenen Krücken geheilter Pilger. |
Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie |
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| | Die Wallfahrtskirche am Kolomansberg - Kolomanskirche: Auf dem Kolomansberg steht als einzige Holzkirche Österreichs die Kolomanskriche, mit ihrer volkstümlichen Ausgestaltung und zurückgelassenen Krücken geheilter Pilger. |
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| | Die Wallfahrtskirche am Kolomansberg - Kolomanskirche: Auf dem Kolomansberg steht als einzige Holzkirche Österreichs die Kolomanskriche, mit ihrer volkstümlichen Ausgestaltung und zurückgelassenen Krücken geheilter Pilger. |
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| | Literatur zur Wallfahrt: |
| - H. Awecker, Mondsee, Markt-Kloster-Land, (1952) | |
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