| Wallfahrt: | Seit dem späten 17. Jahrhundert sicher belegte Marien- und Heilquellenwallfahrt "Unsere Liebe Frau am Stein" mit Pilgern aus dem nördlichen Niederösterreich und aus Südmähren. |
| Status: | Die große Wallfahrtskirche wurde 1785 abgetragen; der Wallfahrtsort selbst blieb religiös erinnert und wird bis heute in Gelöbniswallfahrt, Gebet und grenzüberschreitenden religiösen Treffen aufgesucht. |
| Kultzentrum: | Die frühbarocke Gnadenstatue Maria mit Kind, die Heilquelle und der in die historische Heilpraxis einbezogene Granitblock mit elf schalenförmigen Vertiefungen. Die Gnadenstatue befindet sich heute in der Pfarrkirche St. Margaretha in Mitterretzbach. |
| Ort: | Heiliger Stein bei Mitterretzbach, Gemeinde Retzbach. |
| Region: | Weinviertel, Niederösterreich, unmittelbar an der Grenze zu Südmähren. |
| Bundesland: | Niederösterreich. |
| • | Lage: Heiliger Stein, Mitterretzbach 305/1, 2070 Mitterretzbach. |
| • | Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Weinviertel |
| • | Ansicht in Street View (Parkplatz bei Abzweigung) |
| • | Pfarre / Seelsorge: Pfarre Mitterretzbach |
| • | Öffnungszeiten: Das Freigelände mit Heiligem Stein, Grundmauern und Aussichtssteg ist jederzeit frei zugänglich; die Quelle selbst ist heute unter einem Brunnendeckel verborgen. |
| • | Bilddokumentation |
| • | Ausführliche Beschreibung |
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Der Heilige Stein bei Mitterretzbach liegt auf einer Anhöhe unmittelbar an der österreichisch-tschechischen Grenze. Heute wirkt das Ensemble aus dem großen Granitblock mit seinen schalenförmigen Vertiefungen, einer kleinen Kapelle, den freigelegten Grundmauern der ehemaligen Wallfahrtskirche und dem darüber geführten Aussichtssteg fast wie ein archäologischer Erinnerungsort. Im 17. und 18. Jahrhundert war hier jedoch ein lebendiger Gnadenort, zu dem Menschen aus dem nördlichen Niederösterreich und aus dem benachbarten Südmähren kamen, um bei der Gottesmutter Hilfe und Heilung zu suchen.
Der historische Name der Wallfahrt lautete "Unsere Liebe Frau am Stein". Damit ist zugleich die religiöse Ordnung des Ortes bezeichnet: Das christliche Kultzentrum war marianisch, doch Quelle und Stein waren so eng in die praktische Frömmigkeit eingebunden, dass sie vom Wallfahrtsgeschehen nicht getrennt werden können. Wasser wurde geholt, in die Vertiefungen des Steines gegossen, zum Waschen verwendet und getrunken; zugleich wurden vor dem Marienbild gebetet, Opfer dargebracht und Sakramente empfangen.
Die örtliche Überlieferung führt den Beginn der besonderen Verehrung des Platzes in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Nach einer Chroniknachricht soll 1647 ein Mann namens Veit Priesler, der sich nur noch mit Stöcken fortbewegen konnte, nach Waschungen mit dem Wasser einer Quelle beim Heiligen Stein wieder gesund geworden sein. Aus Dank sei ein Brunnen angelegt worden, dessen Wasser bald auch von anderen Kranken aufgesucht wurde.
Eine zweite Ursprungstradition verbindet den Ort mit der Retzer Bürgerin Katharina Oberhammer. Sie soll um 1653 nach einer körperlichen Heilung durch das Quellwasser eine Marienkapelle beziehungsweise ein religiöses Denkzeichen beim Stein gestiftet haben. Beide Erzählungen gehören zum lokalen Gedächtnis der Wallfahrt; sie sind jedoch nicht mit derselben archivalischen Sicherheit zu fassen wie die Nachrichten aus den Jahrzehnten um 1680 und danach.
Für die Darstellung der Wallfahrtsgeschichte ist diese Unterscheidung wichtig. Die Heilungserzählungen erklären, warum der Ort in der Überlieferung schon vor dem großen Pilgerzustrom als wunderwirksam galt. Der historisch dichter dokumentierte Ausbau zum organisierten Wallfahrtsort setzt dagegen erst später ein.
Nach den von Gustav Gugitz ausgewerteten Akten des Wiener Diözesanarchivs wird die Quelle um 1680 historisch deutlich fassbar. Über dem Bründl bestand eine kapellenartige Anlage mit einer gekrönten Muttergottes mit Kind. Südlich des Schalensteines stand ein Steinkreuz; daneben befand sich eine weitere kleine Kapelle, die noch vor dem Ende des 17. Jahrhunderts erweitert wurde.
Der Ruf des Heilwassers verbreitete sich rasch. Pilger kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern aus dem nördlichen Niederösterreich und aus Südmähren. Der Zustrom war groß genug, dass beim Heiligtum mehrere eigens abgegrenzte Beichtplätze eingerichtet wurden. Auf einem um 1710 entstandenen Lageplan sind drei mit Planken eingefriedete "Beichtorte" unter einem Baum dargestellt. Solche Einrichtungen zeigen, dass das Gelände nicht nur privater Andachtsplatz, sondern ein organisierter Wallfahrtsort mit erheblichem Besucheraufkommen war.
Zur Betreuung der Pilger ließen sich auch Einsiedler am Heiligen Stein nieder. Bereits 1687 ist dort ein Eremit nachweisbar. Später bestand ein eigenes Eremitorium, dessen Errichtung beträchtliche Kosten verursacht hatte. Die Einsiedler gehörten zur Infrastruktur der Wallfahrt: Sie konnten das Heiligtum betreuen, Pilger empfangen und das Bründlwasser weitergeben.
Besonders anschaulich ist die Überlieferung, ein Einsiedler habe das als "Marienwasser" bezeichnete Quellwasser bis nach Znaim und in weiter entfernte Orte getragen. Ob jede einzelne genannte Wegstrecke archivalisch zu sichern ist, lässt sich nicht in allen Fällen feststellen; sicher ist jedoch, dass die Reichweite des Bründls weit über Mitterretzbach hinausging und die Wallfahrt grenzüberschreitend geprägt war.
Im Mittelpunkt des Geländes liegt ein großer Granitblock mit elf schalenförmigen Vertiefungen. Bereits die älteren Quellen nennen diesen "eilf- beziehungsweise elf-löcherichten" Stein. Für die Wallfahrtsgeschichte ist entscheidend, dass die Vertiefungen nicht bloß betrachtet, sondern aktiv in eine Heilpraxis einbezogen wurden.
Der Pfarrer von Mitterretzbach berichtete 1708, die Wallfahrer hätten Wasser aus dem Bründl zum Stein getragen und in seine Vertiefungen gegossen. Mit diesem Wasser wuschen sie sich und tranken davon. Stein und Quelle bildeten somit gemeinsam eine Art religiösen Handlungsraum: Das Wasser kam aus dem Bründl, wurde aber am Stein verwendet und dadurch in eine konkrete, wiederholte Wallfahrtspraxis eingebunden.
Gerade diese Praxis rief die kirchliche Obrigkeit auf den Plan. In den Akten aus den Jahren 1708 und 1709 ist von "superstitiones", also von abergläubischen Gebräuchen, die Rede. Es wurde erwogen, den Stein zu beseitigen, um jene Handlungen zu unterbinden, die aus Sicht der kirchlichen Kontrolle zu stark auf den Stein selbst bezogen erschienen.
Der Abt des Stiftes Lilienfeld, Sigismund, trat jedoch für die Erhaltung des Steines ein. Seine Argumentation ist für die Geschichte katholischer Volksfrömmigkeit besonders aufschlussreich: Die Menschen suchten ihre Hilfe nicht beim Stein als solchem, sondern bei Gott durch die Fürbitte Mariens. Zudem habe die Kapelle vom Stein ihren Ursprung und ihren Namen erhalten; ohne den Stein würde "Unsere Liebe Frau am Stein" einen wesentlichen Teil ihrer örtlichen Identität verlieren.
Der Stein blieb bestehen. Damit ist ein seltener Fall dokumentiert, in dem sich die Spannung zwischen kirchlicher Normierung und praktizierter Volksfrömmigkeit unmittelbar verfolgen lässt. Die Obrigkeit beanstandete den möglichen Aberglauben, während die lokale kirchliche Seite den Brauch in einen ausdrücklich marianischen Deutungsrahmen zurückführte.
Seit dem 19. und besonders im 20. Jahrhundert wurde der Heilige Stein häufig als vorchristlicher Opfer- oder Kultstein interpretiert. Neuere touristische Darstellungen sprechen teilweise sogar von jungsteinzeitlicher Kultstätte, astronomischer Beobachtung oder einem prähistorischen Heiligtum. Solche Deutungen besitzen große erzählerische Attraktivität, sind aber für die Wallfahrtsgeschichte nicht mit der gleichen Sicherheit belegt wie die neuzeitlichen Quellen.
Der Stein ist geologisch ein Granitblock in einer Landschaft, in der entsprechende Verwitterungsformen natürlich auftreten können. Ob seine elf Vertiefungen vollständig natürlich entstanden, von Menschen nachbearbeitet oder bereits in vorgeschichtlicher Zeit kultisch genutzt wurden, ist nicht sicher geklärt. Ein archäologischer Nachweis für eine ununterbrochene Kultkontinuität von der Vorgeschichte bis zur christlichen Wallfahrt liegt nicht vor.
Für die historische Einordnung genügt daher die sichere Aussage, dass der Stein spätestens im 17. Jahrhundert in die christliche Marienwallfahrt einbezogen wurde und dort eine konkrete Rolle in der Heilpraxis spielte. Eine ältere Bedeutung bleibt möglich, darf aber nicht als erwiesene Vorgeschichte der Wallfahrt dargestellt werden.
Wie bei vielen auffälligen Naturformen bildeten sich auch um den Mitterretzbacher Schalenstein religiöse Erklärungs- und Ursprungssagen. Eine Überlieferung erzählt, der hl. Wolfgang habe den "Heidenstein" mit seinem Hammer geschlagen und dadurch die Vertiefungen geschaffen; das darin gesammelte Wasser sei anschließend gesegnet und heilkräftig geworden.
Eine andere Sage deutet die elf Vertiefungen als Spuren Christi. Solche Erzählungen sind keine historischen Nachrichten über die Entstehung des Steines. Sie zeigen vielmehr, wie ein ungewöhnliches Naturdenkmal in eine christliche Vorstellungswelt eingepasst und damit religiös lesbar gemacht wurde.
Der wachsende Pilgerstrom machte die älteren kleinen Kapellen schließlich unzureichend. Ab 1750 wurde eine große Wallfahrtskirche "Unsere Liebe Frau am Stein" errichtet. Der Bau war etwa dreißig Meter lang und übertraf die früheren Andachtsbauten deutlich. Das Heilwasser wurde in den Kirchenbereich geleitet, sodass die Wallfahrer Quelle, Marienverehrung und Gottesdienst an einem Ort verbinden konnten.
Der Ausbau belegt die wirtschaftliche und religiöse Bedeutung des Wallfahrtsortes. Eine solche Kirche wäre ohne dauerhaftes Pilgeraufkommen, Opfergelder und kirchliche Organisation kaum erklärbar. Der Heilige Stein war damit im 18. Jahrhundert nicht mehr nur ein regionales Bründl, sondern ein ausgebautes Wallfahrtszentrum an der Grenze zwischen Niederösterreich und Mähren.
Das marianische Kultzentrum der Wallfahrt war eine frühbarocke Holzfigur Maria mit Kind. Die heute in der Pfarrkirche St. Margaretha in Mitterretzbach erhaltene Figur wird in der örtlichen Dokumentation um 1630 datiert und ausdrücklich als Gnadenstatue vom Heiligen Stein bezeichnet.
Damit ist ein wesentlicher Teil des alten Wallfahrtsortes erhalten geblieben, obwohl die große Kirche verschwunden ist. Der Kultgegenstand wurde nicht vernichtet, sondern in die Pfarrkirche übertragen. Die Geschichte des Heiligen Steines setzt sich deshalb materiell an einem zweiten Ort fort: Das Gelände bewahrt Quelle, Stein und Kirchenfundamente, während die historische Marienfigur im Dorf erhalten ist.
Der Ruf des Heiligen Steines beruhte wesentlich auf der Erwartung körperlicher Heilung. Die frühesten Ursprungserzählungen handeln von Menschen, die nach Waschungen mit dem Bründlwasser ihre Beschwerden verloren. Später kamen zahlreiche Kranke und Hilfesuchende, deren Dank sich in Opfergaben und Votiven ausdrückte.
Chronikalisch wird berichtet, beim Abbruch der Wallfahrtskirche seien ganze Wagenladungen von Krücken, Beinschienen und anderen Gehhilfen weggeführt worden. Eine solche Angabe ist nicht mit einem erhaltenen Inventar gleichzusetzen und kann in der Überlieferung zugespitzt worden sein. Dennoch ist sie als volkskundliche Nachricht bedeutend: Sie zeigt, dass der Ort im regionalen Gedächtnis ausdrücklich als Heilungswallfahrt mit zurückgelassenen Zeichen überwundener Krankheit verstanden wurde.
Die josephinischen Reformen trafen das Heiligtum unmittelbar. 1784 wurde die Aufhebung verfügt; am 1. Mai 1785 wurde die Wallfahrtskirche geschlossen und anschließend abgetragen. Damit verschwand innerhalb weniger Jahre ein Bau, der erst wenige Jahrzehnte zuvor als Antwort auf den großen Wallfahrerzustrom errichtet worden war.
Die beweglichen Kultgegenstände wurden verteilt. Die Gnadenstatue gelangte in die Pfarrkirche von Mitterretzbach; weitere Ausstattungsstücke kamen in umliegende Kirchen. Die örtliche Überlieferung bewahrte sogar die Erinnerung an das Herabtragen des Gnadenbildes aus dem aufgehobenen Heiligtum.
Die staatliche Aufhebung beendete jedoch nicht die religiöse Bedeutung des Platzes. Menschen suchten den Heiligen Stein weiterhin auf, und über der beziehungsweise bei der Quelle blieb eine kleinere Kapelle bestehen. Damit wurde aus dem großen Wallfahrtszentrum wieder ein kleinerer Andachts- und Erinnerungsort.
Die heutige kleine Kapelle beim Heiligen Stein hält die Verbindung zur Quelle sichtbar. Im Inneren befindet sich eine Marienfigur beziehungsweise eine marianische Darstellung; die Quelle selbst ist heute nicht frei als offenes Bründl zugänglich, sondern unter einem Brunnendeckel verborgen.
Gerade dieser Gegensatz ist bemerkenswert. Jahrhunderte lang stand das Wasser im Zentrum körperlicher Handlungen: es wurde geschöpft, getragen, in die Steinschalen gegossen, getrunken und zum Waschen verwendet. Heute ist die Quelle baulich zurückgenommen, während der Ort als historisches, religiöses und landschaftliches Ensemble weiterlebt.
Ab 1995 wurden die Fundamente der ehemaligen Wallfahrtskirche archäologisch freigelegt und konserviert. Dadurch wurde der Grundriss des verschwundenen Heiligtums wieder lesbar. 1999 erhielt das Gelände den markanten elliptischen Aussichtssteg, von dem aus sich sowohl die Kirchenreste als auch der Heilige Stein und die weite Landschaft bis nach Südmähren überblicken lassen.
Der moderne Steg verändert die Wahrnehmung des Ortes grundlegend. Wo früher ein geschlossener Kirchenraum stand, kann der Besucher heute von oben die archäologische Struktur überblicken. Dadurch wird die Geschichte der Wallfahrt selbst zum Gegenstand der Betrachtung: Der verlorene Bau ist nicht rekonstruiert, sondern in seinen Fundamenten sichtbar gemacht.
Der Heilige Stein ist religiös nicht völlig erloschen. In jüngerer Zeit ist weiterhin eine Gelöbniswallfahrt von der Kirche in Mitterretzbach zum Heiligen Stein dokumentiert. Daneben findet das "Gebet an der Grenze" statt, bei dem Gläubige aus Österreich und Tschechien am historischen Wallfahrtsort zusammenkommen.
Gerade diese grenzüberschreitende Form besitzt eine bemerkenswerte historische Tiefenschicht. Schon im 17. und 18. Jahrhundert kamen Pilger aus Südmähren, und das Bründlwasser wurde bis nach Znaim getragen. Die heutige Begegnung an der Grenze knüpft nicht einfach an dieselbe Frömmigkeitsform an, bewahrt aber die alte räumliche Verbindung zwischen dem nördlichen Weinviertel und dem südlichen Mähren in neuer Gestalt.
Auch moderne Pilgerwege und kirchliche Veranstaltungen beziehen den Heiligen Stein weiterhin als spirituelle Station ein. Der Ort ist deshalb am treffendsten als historischer Wallfahrtsort mit erhaltener religiöser Nachwirkung zu beschreiben: Die große Wallfahrtskirche ist verschwunden, doch das religiöse Gedächtnis des Platzes lebt weiter.
Der Heilige Stein gehört zu jenen Wallfahrtsorten, an denen Naturform, Wasser, Bildkult und kirchliche Organisation besonders eng ineinandergreifen. Die Quelle bot ein sinnlich erfahrbares Heilmittel, der Granitstein gab dem Ort Namen und Gestalt, die Marienstatue band diese Elemente in einen katholischen Gnadenkult ein, und Kapellen, Kirche, Beichtplätze und Einsiedler schufen die Infrastruktur einer organisierten Wallfahrt.
Besonders wertvoll ist die archivalisch fassbare Auseinandersetzung um den Stein. Sie zeigt, dass kirchliche Volksfrömmigkeit weder einfach von oben gesteuert noch völlig außerhalb kirchlicher Kontrolle praktiziert wurde. Die Gläubigen verwendeten Stein und Wasser in einer Weise, die bei der Obrigkeit den Verdacht des Aberglaubens auslöste; zugleich verteidigte der Abt den Ort, indem er die Handlungen theologisch auf Gott und Maria bezog.
Der Heilige Stein ist deshalb weder sinnvoll als bloßer "heidnischer Kultplatz" noch als gewöhnliche barocke Wallfahrtskirche zu beschreiben. Seine Besonderheit liegt gerade in der Überlagerung verschiedener Bedeutungen und in ihrer quellenkritisch nachvollziehbaren Geschichte. Sicher belegt ist die christliche Heil- und Marienwallfahrt des 17. und 18. Jahrhunderts; ältere Deutungen des Steines gehören in den Bereich archäologischer Hypothese und späterer Überlieferung.
- Gugitz, Gustav: Niederösterreichische Schalensteine im Volksglauben. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, Wien 1950. Auswertung von Akten des Wiener Diözesanarchivs, darunter Faszikel 284, Nr. 3, und eines aquarellierten Lageplanes des Wallfahrtsortes.
- Gugitz, Gustav: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Band 2: Niederösterreich und Burgenland. Wien 1955, S. 207-208.
- Bundesdenkmalamt: Denkmalliste Niederösterreich, Gemeinde Retzbach: ehemalige Wallfahrtskirche "Unsere Liebe Frau am Stein", Wegkapelle "Zum hl. Stein" und Bildstöcke am Weg zur ehemaligen Kirche.
- Gemeinde Retzbach: Pfarrkirche Mitterretzbach - zur erhaltenen frühbarocken Gnadenstatue Maria mit Kind vom Heiligen Stein.
- Erzdiözese Wien: Beim Heiligen Stein in Mitterretzbach.
- Gemeinde Retzbach: Gemeindenachrichten und Veranstaltungsankündigungen zur Gelöbniswallfahrt und zum "Gebet an der Grenze".
- Museumsmanagement Niederösterreich / grenzüberschreitende Kulturlandschaft: Dokumentation zum Heiligen Stein.
- Marterl.at: Dokumentation des Heiligen Steines, der Kapelle und der erhaltenen Kleindenkmäler im Umfeld des ehemaligen Wallfahrtsortes.
- Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau. Mitterretzbach und Heiliger Stein.
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Ergänzungen: Wolfgang Morscher
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