Kreuttal, Unterolberndorf - Pfarr- und Wallfahrtskirche zum hl. Leonhard

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Wallfahrt:Lebendige regionale Leonhardiwallfahrt. Spätestens 1969 ist sie durch eine wissenschaftliche Filmdokumentation mit ankommenden Pilgergruppen, Opfergang, Wachsvotiven und Reliquienverehrung eindeutig belegt; seit wann Unterolberndorf ausdrücklich als Wallfahrtsziel aufgesucht wurde, ist derzeit nicht sicher feststellbar.
Status:Lebendiger Wallfahrtsort mit jährlicher Fußwallfahrt, Festmesse und Pferdesegnung rund um das Leonhardifest.
Kultzentrum:Der hl. Leonhard als Kirchen- und Wallfahrtspatron; Hochaltarbild von Josef Salomon aus dem Jahr 1850, Leonhardsreliquie und historisch der Opfergang mit Wachsvotiven.
Ort:Unterolberndorf, Gemeinde Kreuttal.
Region:Weinviertel, Niederösterreich.
Bundesland:Niederösterreich.
Lage und Besuch
Lage: Schulstraße 29, 2123 Unterolberndorf, Gemeinde Kreuttal.
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Weinviertel
Ansicht in Street View
Pfarre: Pfarre Unterolberndorf.
Öffnungszeiten: Die Kirche ist außerhalb der Gottesdienste geschlossen. Für eine Besichtigung empfiehlt sich die Rücksprache mit der Pfarre.
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Ausführliche Beschreibung

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Ausführliche Beschreibung

Ein lebendiger Leonhardswallfahrtsort

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche von Unterolberndorf liegt am südlichen Rand des Ortes und ist dem hl. Leonhard geweiht. Für die Einordnung als Wallfahrtsort ist nicht allein das Patrozinium entscheidend. Unterolberndorf gehört vielmehr zu jenen seltenen Fällen, in denen die konkrete Wallfahrtspraxis des 20. Jahrhunderts außergewöhnlich genau dokumentiert wurde. Ein wissenschaftlicher Film des Volkskundlers Helmut Fielhauer aus dem Jahr 1969 zeigt ankommende Pilgergruppen, den Opfergang mit Wachsvotiven, die Verehrung einer Leonhardsreliquie sowie die Segnung von Traktoren. Die Wallfahrt besteht in veränderter Form bis heute fort und wird durch Fußwallfahrten, Festgottesdienst und Pferdesegnung getragen.

Die lange Leonhardsverehrung und die Wallfahrt müssen dennoch quellenkritisch voneinander unterschieden werden. Eine Leonhardskapelle ist bereits seit dem 16. Jahrhundert belegt, doch daraus folgt noch nicht, dass Unterolberndorf schon damals von auswärtigen Pilgern als Gnadenort aufgesucht wurde. Der ausdrückliche Wallfahrtscharakter ist spätestens für das 20. Jahrhundert zweifelsfrei nachweisbar; wie weit er tatsächlich zurückreicht, bleibt eine offene Forschungsfrage.

Die alte Leonhardskapelle und die Entwicklung der Pfarre

Die 1544 genannte Kapelle

Das heutige Kulturhaus Unterolberndorf ist die ehemalige Ortskirche. Die Gemeinde Kreuttal nennt für 1544 die erstmalige Erwähnung einer "Capelle des Heiligen Leonhard". Der erhaltene Bau wird wegen seiner frühromanisch wirkenden Formen für älter gehalten, doch eine sichere urkundliche Datierung dieser ältesten Bausubstanz liegt in den zugänglichen Unterlagen nicht vor. Im 16. Jahrhundert war die Kapelle der Pfarre Ulrichskirchen unterstellt.

Für die Wallfahrtsgeschichte ist diese frühe Nachricht bedeutsam, weil sie die Kontinuität des Leonhardspatroziniums belegt. Sie ist jedoch kein Beweis einer Wallfahrt im 16. Jahrhundert. Weder ein Mirakelbericht noch ein Prozessionsverzeichnis, eine Bruderschaft oder ein ausdrücklich als Wallfahrt bezeichneter Zuzug ist für diese frühe Zeit bislang nachgewiesen.

Von der Filiale zum eigenen Seelsorgeort

Die Quellen zur kirchenrechtlichen Entwicklung sind nicht völlig einheitlich formuliert. Die Gemeinde spricht von einer eigenen Pfarre ab 1747; Matricula weist eigene Pfarrmatriken ab 1748 aus und bestätigt, dass Unterolberndorf bis 1747 zu Ulrichskirchen gehörte. Das "Gedächtnis des Landes" beschreibt die Entwicklung genauer: Ab 1747 wurden regelmäßig Messen gelesen, 1802 wurde aus dem Benefiziat eine landesfürstliche Patronatspfarre. Diese Differenz betrifft die rechtliche Bezeichnung, nicht jedoch die erkennbare Aufwertung des Ortes zu einem selbständigen seelsorglichen Mittelpunkt im 18. Jahrhundert.

1750 wurde die alte Leonhardskapelle barock umgebaut und vergrößert. Sie diente bis 1868 als Kirche. Nach der Fertigstellung des heutigen Gotteshauses verlor der ältere Bau seine sakrale Funktion; 1882 wurde er zur Schule umgewidmet, später unter anderem als Milchkasino und Kühlraum verwendet. Zwischen 1987 und 1991 ließ ihn die Gemeinde restaurieren. Heute dient die ehemalige Leonhardskirche als Kulturhaus und bewahrt damit materiell den älteren Kirchenplatz des Ortes.

Die heutige Pfarrkirche von 1866 bis 1868

Romantischer Historismus

Die heutige Pfarrkirche wurde 1866 bis 1868 als Ziegelmassivbau im Stil des romantischen Historismus errichtet. Der Bau besitzt ein dreijochiges Langhaus mit Kreuzgratgewölbe, einen eingezogenen Chor und eine rund geschlossene Apsis. Rundbogenfenster, Pilaster, Lisenen und Rundbogenfriese greifen bewusst romanische Formen auf. Die 1923 eingezogene Orgelempore ruht auf toskanischen Säulen.

Der Kirchenraum ist in mehrfacher Hinsicht auf den Patron ausgerichtet. In der Apsiskalotte befindet sich ein Fries mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Leonhard. Das Hochaltarblatt zeigt ebenfalls Leonhard. Josef Salomon malte dieses Bild bereits 1850; es stammt aus der alten Kirche und wurde beim Neubau übernommen. Damit besitzt die heutige Kirche nicht nur dasselbe Patrozinium wie ihr Vorgängerbau, sondern bewahrt auch einen konkreten älteren Kultgegenstand des Leonhardikultes.

Ausstattung, Orgel und alte Glocke

Die Seitenaltäre sind Maria Immaculata und der hl. Thekla geweiht und stammen wie ein großer Teil der übrigen Ausstattung aus der Bauzeit. Die Orgel wurde um 1870 von Franz Reusch geschaffen; die Werkübersicht nennt für Unterolberndorf ein Instrument mit neun Registern.

Eine bemerkenswerte historische Glocke wurde 1448 von dem Wiener Glockengießer Michael Anthofer gegossen. Die Glocke ist damit erheblich älter als die heutige Kirche und sogar älter als die erste schriftliche Nennung der Leonhardskapelle. Die Gemeinde weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass nicht überliefert ist, auf welchem Weg sie in die Pfarrkirche gelangte. Eine Herkunft aus der mittelalterlichen Leonhardskapelle darf daher nicht ohne weiteren Nachweis behauptet werden.

Die wissenschaftliche Dokumentation der Wallfahrt 1969

Helmut Fielhauers Film

Für die Wallfahrtsforschung besitzt Unterolberndorf einen außergewöhnlichen Quellenwert. Der Wiener Volkskundler Helmut Fielhauer nahm 1969 für das Österreichische Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film den 26 Minuten und 27 Sekunden langen Film "Leonhards-Wallfahrt in Unterolberndorf / Niederösterreich" auf. Die Österreichische Mediathek bewahrt diese Dokumentation heute in der Sammlung des ehemaligen Instituts. Der Film zeigt den Leonharditag am 6. November und den darauffolgenden Sonntag und bezeichnet Unterolberndorf als eine mittlere Kultstätte des Weinviertels.

Dokumentiert werden ausdrücklich der Einzug der Wallfahrer, die Opferung wächserner Votivgaben, die Verehrung einer Leonhardsreliquie und die Segnung von Traktoren. Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Kultpraktiken macht den Film zu einer der wichtigsten Quellen für die jüngere Geschichte des Gnadenortes. Er hält nicht nur ein Fest fest, sondern eine vollständige religiöse Handlungskette vom Pilgerweg über das Opfer bis zum Segen.

Ankommende Pilgergruppen

Am Leonharditag kamen mehrere Pilgergruppen nach Unterolberndorf. Ein Kreuzträger führte den Zug an; Männer und zahlreiche ältere Frauen folgten. Pfarrer und Ministranten mit Fahnen empfingen die Ankommenden. Damit wird Unterolberndorf im Film eindeutig als Ziel auswärtiger religiöser Gruppen sichtbar. Der Wallfahrtsstatus beruht daher nicht auf einer späteren touristischen Bezeichnung, sondern auf tatsächlich beobachteter Pilgerpraxis.

Opfergang und Wachsvotive

Tiere, Häuser und menschliche Körperteile

Besonders eindrucksvoll ist der 1969 dokumentierte Opfergang. Vor der Kirche konnten Wachsvotive in weißen, naturfarbenen und roten Ausführungen erworben werden. Das Formenrepertoire umfasste Pferde, Rinder und Schweine, daneben Häuser, menschliche Figuren sowie einzelne Körperteile wie Herzen und Beine. Die Votive wurden am Altar niedergelegt.

Diese Vielfalt ist für die Deutung des Kultes entscheidend. Leonhard erscheint in Unterolberndorf nicht bloß als moderner "Pferdeheiliger". Die Tierformen verweisen auf Viehbestand und bäuerliche Wirtschaft, die Häuser auf Schutz von Hof und Besitz, menschliche Figuren und Körperteile auf persönliche Gesundheit und körperliche Not. Der Kult umfasste somit ein wesentlich breiteres Schutz- und Hilfespektrum als die heute im Vordergrund stehende Pferdesegnung vermuten lässt.

Der Umlauf der Votive

Fielhauers Dokumentation zeigt außerdem eine ältere ökonomische Praxis des Opfergangs. Nach einiger Zeit wurden die niedergelegten Wachsvotive wieder eingesammelt und zum Verkaufsstand zurückgebracht. Die Form blieb also nicht dauerhaft als individuelles Erinnerungsstück in der Kirche, sondern konnte mehrfach in den rituellen Umlauf gelangen. Für die volkskundliche Forschung ist dieses Verfahren wichtig, weil es den Opfergegenstand weniger als dauerhaftes Besitzzeichen denn als zeitweilig verwendetes Medium einer Bitte oder eines Dankes erkennen lässt.

Austria-Forum nennt Unterolberndorf als einen jener niederösterreichischen Orte, an denen ein solcher Opfergang mit Wachsvotiven noch bis in die späte zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgeübt wurde. Das genaue Ende des Brauches ist nicht sicher datiert; die Angaben reichen von den 1970er bis in die 1980er Jahre. Wahrscheinlich verschwand die Praxis allmählich und nicht durch einen einzelnen förmlichen Beschluss.

Die Leonhardsreliquie

Reliquienkuss als Bestandteil des Festes

Neben Bild, Patrozinium und Wachsvotiven besaß Unterolberndorf zumindest im 20. Jahrhundert ein weiteres konkretes Kultzentrum: eine Leonhardsreliquie. Fielhauers Dokumentation zeigt ein Reliquiar, das der Priester den Gläubigen zur Verehrung reichte. Der Reliquienkuss verband den Wallfahrtsbesuch unmittelbar mit der leiblichen Nähe zu einem als heilig verstandenen Überrest oder Berührungsgegenstand des Heiligen.

Herkunft und Erwerbungsdatum dieser Reliquie konnten in den bisher zugänglichen Quellen nicht geklärt werden. Auch eine zugehörige Authentik ist bislang nicht publiziert. Für eine weitere archivalische Untersuchung wären daher ältere Kircheninventare, Visitationsprotokolle und das Pfarrarchiv besonders interessant.

Vom Vieh zur Maschine und zurück zum Pferd

Traktoren und Autos im Leonhardikult

Am auf den Leonharditag folgenden Sonntag dokumentierte Fielhauer einen deutlich größeren Festbetrieb. Besucher kamen mit Autobussen und Autos, es gab Verkaufsstände und eine Musikkapelle. Nach dem Gottesdienst wurden Traktoren, Kraftfahrzeuge und ihre Besitzer gesegnet. Diese Szene ist volkskundlich besonders aufschlussreich, weil sie den Übergang von einer agrarischen Viehschutztradition zur technisierten Landwirtschaft unmittelbar sichtbar macht.

Die Schutzfunktion des hl. Leonhard wurde damit nicht aufgegeben, sondern auf neue Träger bäuerlicher Arbeit übertragen. Wo früher Pferde und Zugtiere für Mobilität, Ackerbau und Transport unentbehrlich waren, rückten nun Traktoren und Kraftfahrzeuge in dieselbe symbolische Sphäre. Der Brauch zeigt exemplarisch, dass traditionelle Heiligenverehrung auf technische Veränderungen reagieren konnte, ohne ihren religiösen Grundgedanken zu verlieren.

Die heutige Pferdesegnung

In der heutigen Festpraxis steht wiederum die Pferdesegnung im Vordergrund. Die Gemeinde Kreuttal führt das Leonhardifest jährlich rund um den 6. November mit Festmesse und anschließender Pferdesegnung. Diese moderne Form darf jedoch nicht ohne weiteres als unveränderte jahrhundertealte Pferdewallfahrt beschrieben werden. Sicher dokumentiert sind vielmehr unterschiedliche historische Ausdrucksformen desselben Schutzkultes: Wachsvotive für Vieh und Haus, später Traktor- und Fahrzeugsegnungen und gegenwärtig besonders die Segnung von Pferden.

Die Wallfahrt in der Gegenwart

Fußwallfahrt aus den Nachbarpfarren

Die Leonhardiwallfahrt ist bis heute nicht auf eine örtliche Kirtags- oder Segnungsfeier reduziert. Pfarrliche Berichte dokumentieren weiterhin ausdrücklich Fußwallfahrten nach Unterolberndorf. 2016 machte sich eine größere Gruppe bereits in Münichsthal auf den Weg; Wallfahrer aus Ulrichskirchen, Schleinbach und Kronberg schlossen sich an und zogen schließlich singend in die Unterolberndorfer Kirche ein. 2018 wurden Pilgergruppen aus mehreren Pfarren erneut gemeinsam nach Unterolberndorf geführt; nach der Festmesse folgte die traditionelle Pferdesegnung.

Auch jüngere Pfarrchroniken zeigen die Kontinuität dieser Form. Die Pilgergruppe wächst unterwegs durch Teilnehmer aus mehreren Orten an und erreicht Unterolberndorf gemeinschaftlich zu Fuß. Der Weg selbst bleibt damit ein wesentlicher Bestandteil des Leonhardifestes und bestätigt die Kirche als lebendigen regionalen Wallfahrtsort.

Wandel statt Abbruch

Unterolberndorf bietet ein besonders anschauliches Beispiel dafür, dass Wallfahrtskultur nicht nur durch unveränderte Wiederholung fortbesteht. Einzelne Elemente verschwanden, andere veränderten ihre Form. Der Opfergang mit Wachsvotiven ist heute nicht mehr das bestimmende Bild des Festes; die Reliquienverehrung ist in den aktuellen Ankündigungen nicht hervorgehoben; die in den 1960er Jahren sichtbare Traktorsegnung wich weitgehend der Pferdesegnung. Gleichzeitig blieb der Kern des Geschehens bestehen: Menschen machen sich gemeinsam auf den Weg, ziehen zur Leonhardskirche, feiern Gottesdienst und erbitten Schutz und Segen.

Gerade dieser Wandel macht Unterolberndorf volkskundlich besonders wertvoll. Die Wallfahrt lässt sich hier nicht nur als historische Erinnerung beschreiben, sondern als religiöse Praxis, die auf Veränderungen von Landwirtschaft, Mobilität und sozialem Leben reagiert hat.

Volkskundliche und quellenkritische Einordnung

Leonhardskult ist älter als der sichere Wallfahrtsnachweis

Die Verehrung des hl. Leonhard ist in Unterolberndorf mindestens seit der Nennung der Kapelle von 1544 belegt. Das Patrozinium blieb über den Umbau der alten Kapelle, den Kirchenneubau des 19. Jahrhunderts und die Übertragung des Hochaltarbildes hinweg erhalten. Eine kontinuierliche Wallfahrt vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart ist damit jedoch noch nicht bewiesen. Der früheste bislang greifbare ausdrückliche und zugleich außergewöhnlich dichte Nachweis der Wallfahrt stammt aus Fielhauers Film von 1969.

Dass der Opfergang zu diesem Zeitpunkt bereits komplex, ritualisiert und selbstverständlich ausgeübt wurde, spricht dafür, dass die Wallfahrt älter ist. Wie weit sie tatsächlich zurückreicht, kann jedoch nur durch weitere Quellen geklärt werden. Besonders aussichtsreich wären Kirchenrechnungen rund um den Leonharditag, Opfergeldverzeichnisse, ältere Inventare, Visitationsakten, Prozessionsnachrichten und Unterlagen zur Leonhardsreliquie.

Ein Wallfahrtsort mit ungewöhnlich guter Quellenlage

Unterolberndorf gehört gerade wegen der Verbindung von Schriftquellen, erhaltenen Kultgegenständen und wissenschaftlicher Filmdokumentation zu den besonders anschaulichen Leonhardsorten Niederösterreichs. Die Kirche bewahrt das Hochaltarbild des 19. Jahrhunderts und eine spätmittelalterliche Glocke; der Vorgängerbau ist als Kulturhaus erhalten; Fielhauers Film dokumentiert die Wallfahrtspraxis des Jahres 1969; moderne Pfarrberichte belegen die fortgesetzte Fußwallfahrt. Dadurch lässt sich nicht nur erzählen, dass hier Wallfahrt stattfand, sondern auch, wie sie konkret vollzogen wurde und wie sie sich im Lauf weniger Jahrzehnte veränderte.

Literatur und Quellen

- Österreichische Mediathek / Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film: Fielhauer, Helmut: Leonhards-Wallfahrt in Unterolberndorf / Niederösterreich. Wissenschaftlicher Film, Aufnahme 1969, Veröffentlichung 1971, Spieldauer 26:27 Minuten.

- Gemeinde Kreuttal: Historische Gebäude - Kulturhaus Unterolberndorf. Geschichte der alten Leonhardskapelle, Nennung 1544, Umbau 1750 und Nutzung bis 1868.

- Gemeinde Kreuttal: Pfarre Unterolberndorf. Baugeschichte der heutigen Kirche, Hochaltarbild Josef Salomon 1850, Orgel, Glocken und Ausstattung.

- Gedächtnis des Landes / Museum Niederösterreich: Unterolberndorf. Orts- und Pfarrgeschichte; regelmäßige Messfeier ab 1747, Patronatspfarre ab 1802, heutige Leonhardifeier.

- Matricula Online: Pfarre Unterolberndorf. Pfarrmatriken ab 1748; Zugehörigkeit zu Ulrichskirchen bis 1747.

- Erzdiözese Wien: Pfarre Unterolberndorf und Pfarrblätter des damaligen Entwicklungsraumes Brünnerstraße West, insbesondere die Berichte und Ankündigungen zur Leonhardiwallfahrt 2016 und 2018 sowie jüngere Pfarrchroniken.

- Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau. Unterolberndorf, Pfarrkirche hl. Leonhard. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Wien 1990, S. 1204.

- Wernisch, Jörg: Glockenkunde von Österreich. Journal Verlag, Lienz 2006. Zur Glocke Michael Anthofers von 1448.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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