Stift Griffen - Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, ehemalige Stiftskirche

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Wallfahrt:Historisches Marienheiligtum des ehemaligen Prämonstratenserstiftes St. Maria in Griffental. Auch nach der Aufhebung des Stiftes 1786 blieb Stift Griffen Wallfahrts- und Marienheiligtum. Bis heute finden gemeinschaftliche Wallfahrten und Wallfahrermessen statt.
Status:Lebendiger, heute jedoch weniger stark frequentierter Wallfahrtsort. Die traditionelle Dekanatswallfahrt führt nach Stift Griffen; das Patrozinium Mariä Himmelfahrt wird mit Prozession und Kräutersegnung gefeiert.
Kultzentrum:Im Zentrum des Hochaltares von 1776 steht eine spätgotische Steinmadonna um 1520. Ihre hervorgehobene Stellung weist auf eine besondere Marienverehrung hin; eine ausdrückliche historische Bezeichnung dieser Figur als wundertätiges Gnadenbild ist mit den derzeit zugänglichen Quellen jedoch nicht sicher nachzuweisen.
Ort:Stift Griffen/Grebinjski klošter, Griffen/Grebinj
Patrozinium:Mariä Himmelfahrt / Marijino vnebovzetje
Bundesland:Kärnten / Koroška
Lage und Besuch
Adresse: Stift Griffen 2, 9112 Griffen/Grebinj.
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte Kärnten
Ansicht in Street View
Pfarre: Pfarre / Fara Stift Griffen/Grebinjski klošter, Kirchgasse 2, 9112 Griffen.
Web: Pfarre Stift Griffen/Grebinjski klošter
Besuch: Die Kirche gehört zum ehemaligen Stifts- und Museumsensemble. Öffnungs- und Besichtigungsmöglichkeiten können je nach Saison und kirchlicher Nutzung wechseln; vor einer gezielten Besichtigung empfiehlt sich eine Rückfrage bei Pfarre oder Museum Stift Griffen.
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Bilddokumentation
Ausführliche Beschreibung

Bilddokumentation

Stift Griffen, ehemalige Stiftskirche Mariä Himmelfahrt, Westfassade mit Portal, Aufnahme um 1980:

Stift Griffen, ehemalige Stiftskirche Mariä Himmelfahrt, Westfassade mit Portal, um 1980

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie, Bildarchiv SAGEN.at Nr. 163970.

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Ausführliche Beschreibung

Stift Griffen/Grebinjski klošter

Westlich des Marktes Griffen, slowenisch Grebinj, liegt die weitläufige Anlage des ehemaligen Prämonstratenserstiftes St. Maria in Griffental, heute Stift Griffen/Grebinjski klošter. Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, slowenisch "župnijska cerkev Marijinega vnebovzetja", war bis 1786 die Kirche des Prämonstratenser-Chorherrenstiftes. Unmittelbar daneben steht innerhalb des befestigten Kirchhofes die wesentlich ältere Kirche "Unsere Liebe Frau", die seit der josephinischen Neuordnung als Alte Pfarrkirche bezeichnet wird. Beide Gotteshäuser sind Maria geweiht, dürfen jedoch in ihrer Geschichte und Funktion nicht miteinander verwechselt werden. Die hier behandelte Wallfahrtskirche ist die ehemalige Prämonstratenser-Stiftskirche Mariä Himmelfahrt im Stift Griffen, die seit der Aufhebung des Stiftes 1786 als Pfarrkirche der Pfarre Stift Griffen dient. Sie ist weder mit der unmittelbar benachbarten Alten Pfarrkirche 'Unsere Liebe Frau' noch mit der Pfarrkirche St. Peter und Paul im Markt Griffen zu verwechseln.

Das Prämonstratenserstift wurde 1236 durch den Bamberger Bischof Ekbert gegründet. Bereits im folgenden Jahr kamen Chorherren aus dem thüringischen Kloster Veßra nach Griffen. Die Ordensgemeinschaft bestand aus regulierten Chorherren nach der Regel des hl. Augustinus, deren Tätigkeit besonders durch Liturgie, Seelsorge und gemeinschaftliches Gebet bestimmt war. Griffen blieb die einzige Niederlassung des Prämonstratenserordens in Kärnten und im damaligen Innerösterreich und entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem wichtigen religiösen, wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Umgebung.

Die Stiftskirche Mariä Himmelfahrt oder "Maria Haslach"

Die neue Stiftskirche wurde ab 1269 errichtet und 1272 durch Bischof Herbert von Lavant geweiht. In den Quellen begegnet sie neben dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt auch unter den Namen "Maria Haslach" beziehungsweise "Maria in Haslach". Dieser historische Name bezeichnet die Kirche und darf nicht ohne weiteren Beleg als Name eines besonderen Gnadenbildes verstanden werden.

Der mittelalterliche Bau ist als dreischiffige spätromanische Pfeilerbasilika noch deutlich erkennbar. Brände und spätere Umbauten veränderten sein Erscheinungsbild erheblich, ohne die romanische Grundstruktur völlig zu überdecken. Nach einem Brand von 1648 wurde die Kirche seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts barockisiert. Im frühen 18. Jahrhundert erhielt sie ihre repräsentative Westfassade; der heutige Hochaltar entstand 1776. Ein weiterer verheerender Brand vernichtete 1750 große Teile des Stiftes und dürfte auch den Verlust älterer archivalischer Überlieferung verursacht haben.

Aufhebung des Stiftes 1786

Am 19. Mai 1786 wurde das Prämonstratenserstift im Zuge der josephinischen Klosterreformen aufgehoben. Die ehemalige Stiftskirche übernahm nun die Funktion der Pfarrkirche, während die bisherige Pfarrkirche fortan "Alte Pfarrkirche" genannt wurde. Für die Wallfahrtsgeschichte ist bemerkenswert, dass mit der Aufhebung des Ordenshauses die religiöse Sonderstellung des Ortes nicht endete. Die örtliche Geschichtsdokumentation bezeichnet Stift Griffen ausdrücklich auch für die Zeit nach 1786 als Wallfahrts- und Marienheiligtum. Die Wallfahrt war damit nicht ausschließlich an den Bestand der Prämonstratensergemeinschaft gebunden.

Stift Griffen als Wallfahrts- und Marienheiligtum

Ein gesicherter Wallfahrtsort mit lückenhafter Frühgeschichte

Die Einordnung Stift Griffens als historisches Marienheiligtum ist durch die lokale und kirchliche Überlieferung eindeutig gesichert. Anders als bei manchen klassischen Gnadenbildwallfahrten ist jedoch die ältere Kultgeschichte bisher nur in Umrissen greifbar. Die derzeit zugänglichen Quellen nennen weder einen bestimmten Gründungsmoment der Wallfahrt noch eine ausführliche Mirakelsammlung oder ein eindeutig benanntes wundertätiges Kultbild. Ebenso fehlt bislang der Nachweis einer umfangreichen historischen Sammlung persönlicher Votivtafeln.

Diese Lücken ändern nichts am Wallfahrtsstatus. Sie zeigen vielmehr einen Wallfahrtsort, dessen religiöse Bedeutung eng mit der jahrhundertelangen Marienverehrung des Prämonstratenserstiftes und seiner Pfarrlandschaft verbunden war. Auch nach der Aufhebung des Stiftes blieb der Ort als Marienheiligtum bestehen. Die bis heute wiederkehrenden Dekanatswallfahrten bestätigen, dass Stift Griffen weiterhin als besonderer Zielort gemeinschaftlicher Frömmigkeit wahrgenommen wird.

Kein Mirakelstoff um jeden Preis

Für die volkskundliche Dokumentation ist gerade diese Quellenlage wichtig. Ein Wallfahrtsort muss nicht zwingend auf einer spektakulären Erscheinungslegende, einem Heilbrunnen oder einer Sammlung wunderbarer Heilungen beruhen. In Griffen ist vielmehr eine kontinuierliche marianische Kultlandschaft fassbar, getragen von Kirche, Kloster, Pfarrgemeinde, Festliturgie und gemeinschaftlicher Wallfahrt. Solange ältere Quellen keine genaueren Mirakel- oder Votivzeugnisse liefern, sollte dieser Befund nicht durch spätere Vermutungen ergänzt werden.

Die spätgotische Steinmadonna von etwa 1520

Das zentrale Marienbild des Hochaltares

Im Mittelpunkt des monumentalen Hochaltares von 1776 steht eine spätgotische Madonna aus Stein, die um 1520 datiert wird. Sie ist damit mehr als zweieinhalb Jahrhunderte älter als die Altararchitektur, in die sie heute eingefügt ist. Seitlich stehen die beiden für die Prämonstratenser besonders bedeutenden Heiligen Augustinus und Norbert von Xanten. Schon die bewusste Übernahme der älteren Madonna in den spätbarocken Hochaltar zeigt, dass dieser Figur ein hoher religiöser und künstlerischer Rang zukam.

Trotz dieser hervorgehobenen Stellung ist Vorsicht bei der Bezeichnung "Gnadenbild" geboten. Die heute zugänglichen verlässlichen Beschreibungen nennen die Statue als spätgotische Steinmadonna, bezeichnen sie aber nicht eindeutig als wundertätiges Gnadenbild der historischen Wallfahrt. Es wäre daher methodisch falsch, aus ihrer zentralen Position allein eine durch Quellen nicht belegte Mirakeltradition abzuleiten.

Kultzentrum und offene Forschungsfrage

Für die Dokumentation lässt sich die Steinmadonna dennoch als heutiges Zentrum der Marienverehrung bezeichnen. Ob sie bereits vor der barocken Neuordnung der Kirche das konkrete Ziel der Wallfahrer war, muss offenbleiben. Gerade diese Frage dürfte durch ältere Stifts- und Pfarrliteratur oder archivalische Quellen noch präzisiert werden können. Bis dahin ist zwischen dem gesicherten Marienheiligtum Stift Griffen und einem nur vermuteten einzelnen Gnadenbild deutlich zu unterscheiden.

Eine marianische Bilderlandschaft

Maria an der Westfassade

Die Marienverehrung beschränkt sich in Stift Griffen nicht auf die Steinmadonna des Hochaltares. Über dem Eingang der barocken Westfassade erscheint Maria mit dem Jesuskind im Strahlenkranz auf der Mondsichel; unter ihren Füßen wird der Drache überwunden. Der Bildtypus geht auf die apokalyptische Frau der Offenbarung des Johannes zurück und wurde in der neuzeitlichen Frömmigkeit auch als "Unsere Liebe Frau vom Siege" gedeutet. Die weithin sichtbare Figur macht die marianische Prägung der ehemaligen Stiftskirche bereits außen deutlich.

Immaculata, Marienaltar und Mariennische

Auch an anderen Stellen des Stiftsensembles begegnet Maria. Am östlichen Chorabschluss wurde im 18. Jahrhundert eine überlebensgroße Immaculatafigur unter einem Stuckbaldachin aufgestellt. Im südlichen Seitenschiff befindet sich ein großer barocker Marienaltar, während der Kreuzaltar die Schmerzhafte Muttergottes zusammen mit trauernden Engeln zeigt. Im Kreuzgang erinnert eine Mariennische mit einer Gewandstatue und mehreren Heiligenbildern an die besondere Marienverehrung des Stiftes.

Diese Vielzahl unterschiedlicher Mariendarstellungen ist kultgeschichtlich bedeutsam. Stift Griffen lässt sich weniger als Heiligtum eines einzigen, alles beherrschenden Gnadenbildes verstehen als als über Jahrhunderte gewachsene marianische Bilder- und Andachtslandschaft. Die Mariä-Himmelfahrtskirche, die Alte Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau", die Fassadenmadonna, Immaculata, Steinmadonna und weitere Marienaltäre bildeten gemeinsam ein dichtes religiöses Umfeld.

Kunst, Architektur und Wehrkirchenanlage

Romanische Basilika und barocke Fassade

Die ehemalige Stiftskirche bewahrt trotz ihrer barocken Überformung den Charakter einer spätromanischen dreischiffigen Pfeilerbasilika. Das Mittelschiff umfasst fünf kreuzgratgewölbte Joche; vor dem geradlinig geschlossenen Chor liegt ein quadratisches Vierungsjoch. Die heutige Westfassade wurde dem älteren Bau im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts vorgeblendet. Sie ist durch mächtige Pilaster gegliedert und mit den Ordensheiligen sowie der zentralen Strahlenkranzmadonna ausgestattet.

Die Ausstattung verbindet Ordensgeschichte und Marienfrömmigkeit. Neben dem Hochaltar von 1776 besitzt die Kirche mehrere Seitenaltäre, darunter einen Kreuzaltar mit der Schmerzhaften Muttergottes und einen großen Marienaltar in der südlichen Kapelle. Die Mischung aus romanischer Raumstruktur, barocker Stuckausstattung und älteren Skulpturen macht sichtbar, wie die Kirche über Jahrhunderte immer wieder verändert wurde, ohne ihre zentrale religiöse Funktion zu verlieren.

Wehrmauer als Zufluchtsort

Im 15. Jahrhundert wurde der Kirchhof als Schutz gegen osmanische Einfälle mit einer hohen Wehrmauer, Schießscharten, Wehrgang und Wehrturm befestigt. Teile dieser Anlage sind erhalten. Wie bei mehreren Kärntner Wehrkirchen diente der sakrale Bezirk damit nicht nur dem Gottesdienst, sondern konnte der umliegenden Bevölkerung im Gefahrenfall auch als Zufluchtsort dienen.

Eine konkrete Maria-Griffen-Legende, nach der die Gottesmutter bei einem bestimmten Angriff unmittelbar eingegriffen und die Kirche gerettet hätte, ist bislang nicht nachweisbar. Der Wehrcharakter sollte deshalb nicht mit entsprechenden Überlieferungen anderer Kärntner Wallfahrtsorte vermischt werden.

Die Alte Pfarrkirche als Teil des Ensembles

Innerhalb derselben Wehrmauer steht die bereits vor der Stiftsgründung vorhandene Alte Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau". Sie besitzt unter anderem romanische Bauteile und bedeutende mittelalterliche Wandmalerei. Seit 1786 dient sie nicht mehr als Pfarrkirche. Für Besucher ist diese unmittelbare Nachbarschaft leicht verwirrend; die Wallfahrtsdokumentation bezieht sich hier ausdrücklich auf die heutige Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, also die ehemalige Stiftskirche.

Deutsch-slowenische Pfarr- und Wallfahrtskultur

Griffen/Grebinj und Stift Griffen/Grebinjski klošter

Die Zweisprachigkeit gehört wesentlich zur Geschichte Stift Griffens. Die Diözese führt die Pfarre heute offiziell als Stift Griffen/Grebinjski klošter und den Ort als Griffen/Grebinj. Über lange Zeit wurden Gottesdienste sowohl deutsch als auch slowenisch gefeiert; auch die Pfarrmatrikeln enthalten beide Sprachen. Altartücher, Opferstöcke, Kreuzwegtafeln und Grabsteine dokumentieren die slowenische Sprache und Kultur der Bevölkerung.

Ein besonders anschauliches Zeugnis befindet sich im Kreuzgang: Ein Missionskreuz erinnert mit der slowenischen Inschrift "Reši dušo!" - "Rette deine Seele!" - an eine Volksmission vom 6. bis 12. Jänner 1924. Solche Stücke zeigen, dass die slowenische Sprache nicht nur im Alltag, sondern auch in der konkreten religiösen Praxis des Heiligtums verankert war.

Zweisprachigkeit auch bei der Wallfahrt

Auch moderne Dekanatswallfahrten knüpfen an diese kulturelle Doppeltradition an. Bei einer Wallfahrt nach Stift Griffen wurden Gebete und Lieder ausdrücklich in deutscher und slowenischer Sprache gefeiert. Ebenso wird beim Fest Mariä Himmelfahrt die Lauretanische Litanei in slowenischer Sprache gebetet. Die Zweisprachigkeit ist damit nicht bloß eine historische Randnotiz, sondern gehört bis in die Gegenwart zur religiösen Identität des Ortes.

Wallfahrt und religiöses Leben heute

Die Dekanatswallfahrt nach Stift Griffen

Eine besonders gut dokumentierte heutige Wallfahrtsform ist die traditionelle Dekanatswallfahrt. Pilgergruppen ziehen von Gletschach über das Enzelsdorfer Kreuz nach Stift Griffen und ziehen gemeinsam in die ehemalige Stiftskirche ein. Die Wallfahrermesse wird von Gläubigen und Geistlichen aus den Pfarren des Dekanates mitgestaltet; deutsche und slowenische Gebete und Lieder unterstreichen die regionale Verbundenheit des Heiligtums.

Auch in den aktuellen Gottesdienstordnungen wird Stift Griffen weiterhin als Ziel von Wallfahrermessen geführt. Damit ist der Wallfahrtscharakter nicht nur eine historische Erinnerung, obwohl die Intensität und Reichweite gegenüber früheren Jahrhunderten deutlich geringer geworden sind.

Mariä Himmelfahrt, Prozession und Kräutersegnung

Das Patrozinium Mariä Himmelfahrt am 15. August bleibt der wichtigste marianische Festtag der Kirche. Zum Fest gehören feierliche Gottesdienste, Prozession und Kräutersegnung. Die Kräutersegnung gehört zur in Kärnten weit verbreiteten Frauentagsfrömmigkeit und sollte nicht als ausschließlich Griffener Wallfahrtsbrauch verstanden werden; in Stift Griffen ist sie jedoch fest in das Patroziniumsfest des Marienheiligtums eingebunden.

Nach dem Hochamt wird auch die Lauretanische Litanei in slowenischer Sprache gebetet. Gerade diese Verbindung von Patrozinium, Prozession, Kräutersegen und zweisprachiger Marienlitanei vermittelt bis heute etwas von der besonderen religiösen Stellung des Ortes.

Neue geistliche Formen

Neben den klassischen Wallfahrten wird die ehemalige Stiftskirche auch für neue Formen des Gebetes genutzt. Regelmäßige Lobpreis- und Anbetungsandachten unter der Bezeichnung "Herzenszeit" sowie die Einbindung des Stiftes als besonderer Segensort zeigen, dass der historische Marien- und Wallfahrtsort weiterhin religiös belebt wird. Solche jüngeren Formen dürfen nicht mit der älteren Wallfahrt gleichgesetzt werden, stehen aber in der langen Geschichte des Ortes als geistliches Zentrum.

Literatur und Quellen

- Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Wien 2001. Abschnitt Griffen, ehemaliges Prämonstratenserstift und Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

- Deuer, Wilhelm: Jauntaler Kulturwanderungen. Ein kunstgeschichtlicher Begleiter durch den Bezirk Völkermarkt. Klagenfurt 2001.

- Schroll, Beda: Das Prämonstratenser-Stift St. Maria zu Grifenthal in Unterkärnten. In: Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie, Band 16, Klagenfurt 1886, S. 3-166.

- Widrich, Johann: Seelgerätstiftungen beim Kloster Stift Griffen in Unterkärnten. Dissertation, Graz 1963.

- Webernig, Evelyne u. a.: Geschichtliches über Griffen. Ausstellungskatalog des Kärntner Landesarchivs 15. Klagenfurt 2005.

- Zak, Alfons: Zur Geschichte des Prämonstratenserstiftes Griffen in Unterkärnten. In: Carinthia I 102, Klagenfurt 1912, S. 87-94.

- Marktgemeinde Griffen: Stift Griffen - Geschichte, Stiftskirche, Kreuzgang, Wehrmauer und Museum Stift Griffen. Ausführliche lokale Dokumentation zur Bau-, Ordens-, Pfarr- und Sprachgeschichte.

- Katholische Kirche Kärnten / Pfarre Stift Griffen-Grebinjski klošter: Pfarrkirche Stift Griffen, Pfarrinformationen, Gottesdienstordnungen und Berichte zu Dekanatswallfahrten, Mariä Himmelfahrt und Wallfahrermessen.

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Ergänzungen: Wolfgang Morscher

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