Syrakus - Santuario della Madonna delle Lacrime

Schnellüberblick
Wallfahrt:Das Santuario della Madonna delle Lacrime ist ein bedeutender moderner Marienwallfahrtsort, dessen Kult auf die vom 29. August bis 1. September 1953 in einer Privatwohnung von Syrakus beobachtete Lacrimazione eines kleinen Marienreliefs zurückgeht. Aus dem häuslichen Andachtsbild entwickelte sich innerhalb weniger Monate ein öffentlicher Gnadenort mit eigener Wallfahrt.
Status:Lebendiger, überregional und international besuchter Wallfahrtsort. Das Heiligtum wurde 2002 zur Basilica minor erhoben und 2019 von den Bischöfen Siziliens zum Regionalheiligtum erklärt; die Jahrestage der Lacrimazione vom 29. August bis 1. September und die monatliche Wallfahrt am 29. prägen den heutigen Pilgerkalender.
Kultzentrum:Ein nur etwa 23 × 28 cm großes, emailliertes Gipsrelief des Unbefleckten Herzens Mariens, das 1953 als Hochzeitsgeschenk über dem Ehebett von Angelo Iannuso und Antonina Lucia Giusto hing und heute in einer Vitrine hinter dem Hauptaltar der Oberkirche verwahrt wird.
Ort:Syrakus (Siracusa), Provinz Syrakus.
Region:Sizilien.
Land:Italien.
Lage und Besuch
Basilica Santuario Madonna delle Lacrime, Via del Santuario 33, 96100 Siracusa SR, Italien.
Lage in der SAGEN.at-Karte der Wallfahrtsorte in Italien
Ansicht in Street View.
Ursprungsort der Wallfahrt: Casa del Pianto, Via degli Orti di San Giorgio 11, Siracusa. Die ehemalige Wohnung der Familie Iannuso ist als Gebets- und Erinnerungsort erhalten.
Kirchliche Betreuung und aktuelle Besuchs- und Gottesdiensthinweise: Santuario Madonna delle Lacrime di Siracusa. Regelmäßig findet am 29. eines Monats eine Prozession von der Via degli Orti zum Heiligtum statt.
Direkt zum Inhalt
Bilddokumentation
Ausführliche Beschreibung

Bilddokumentation

Santuario della Madonna delle Lacrime in Syrakus, Außenansicht. Der hohe, von Stahlbetonrippen bestimmte Zentralbau gehört zu den markantesten Sakralbauten des italienischen 20. Jahrhunderts und erreicht eine Gesamthöhe von rund 103 Metern.

Santuario della Madonna delle Lacrime in Syrakus, Außenansicht

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Außenansicht des Heiligtums mit dem breiten, kreisförmigen Unterbau und dem steil aufragenden Kegel der Oberkirche. Die stark vertikale Wirkung des Baues entspricht der von den Architekten formulierten Idee eines Emporstrebens des Menschen zu Gott.

Außenansicht des Santuario della Madonna delle Lacrime mit kreisförmigem Unterbau

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Weitere Außenansicht der monumentalen Wallfahrtskirche. Die volkstümlich häufig als riesige Träne gedeutete Silhouette war in der ursprünglichen Entwurfserklärung nicht auf dieses eine Bild festgelegt; als weitere Deutungen werden ein Leuchtturm und ein schützendes Zelt Mariens genannt.

Monumentale Außenansicht der Wallfahrtskirche Madonna delle Lacrime in Syrakus

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Blick in den großen Zentralraum der Oberkirche. Die kreisförmige Anordnung richtet den Blick der Pilger auf den Altar und auf die dahinterliegende Vitrine mit dem kleinen Gnadenbild.

Zentralraum der Oberkirche des Santuario della Madonna delle Lacrime

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Blick nach oben in die Konstruktion der Oberkirche. Die radial angeordneten Stahlbetonrippen und die langen Lichtschlitze bestimmen den Raumeindruck und führen das Auge in die Höhe.

Stahlbetonrippen und Lichtschlitze in der Kuppelkonstruktion des Heiligtums

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Zweite Aufnahme der hoch aufsteigenden Dach- und Rippenkonstruktion. Das von oben einfallende Licht sollte nach der Entwurfsidee eine Atmosphäre von Sammlung und Geheimnis schaffen, ohne den großen Zentralraum in einzelne Schiffe zu gliedern.

Dach- und Rippenkonstruktion der Madonna delle Lacrime in Syrakus

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Liturgische Nutzung einer Seitenkapelle während einer Messfeier. Der riesige Zentralraum wird durch zahlreiche kleinere Kapellen ergänzt, die dem persönlichen Gebet, der Eucharistie und verschiedenen Heiligenverehrungen dienen.

Messfeier in einer Seitenkapelle des Santuario della Madonna delle Lacrime

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Krippendarstellung in einer Seitenkapelle. Neben dem eigentlichen Tränenkult nimmt die Ausstattung Themen des allgemeinen katholischen Andachts- und Festjahres auf.

Krippendarstellung in einer Seitenkapelle des Heiligtums

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Darstellung des heiligen Papstes Johannes Paul II. im Heiligtum. Er hatte den ursprünglichen Gebetsort bereits 1964 als Erzbischof von Krakau besucht und nahm am 6. November 1994 als Papst die feierliche Dedikation des neuen Heiligtums vor.

Darstellung des heiligen Papstes Johannes Paul II. im Santuario Madonna delle Lacrime

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Andachtsdarstellung des heiligen Pio von Pietrelcina, Padre Pio. Im Heiligtum wird auch ein Taschentuch aufbewahrt, das Padre Pio Antonina Iannuso geschenkt haben soll; damit verbindet sich der junge Syrakuser Marienkult mit einer weiteren stark volkstümlich geprägten Frömmigkeit des 20. Jahrhunderts.

Darstellung des heiligen Pio von Pietrelcina in einer Seitenkapelle

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Darstellung der heiligen Lucia von Syrakus. Die Aufnahme verweist auf die Einbindung des modernen Marienheiligtums in die ältere religiöse Identität der Stadt, deren wichtigste Patronin die frühchristliche Märtyrerin Lucia ist.

Darstellung der heiligen Lucia von Syrakus in einer Seitenkapelle

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Christusdarstellung mit dem Kreuz in einer Seitenkapelle. Der Wallfahrtsort deutet die Tränen Mariens ausdrücklich vom Leiden Christi, vom menschlichen Leid und vom Gedanken der Umkehr her.

Christus mit dem Kreuz in einer Seitenkapelle des Heiligtums

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Andachtsbilder im Vorbereich des Santuario. Solche Bilder gehören zur gegenwärtigen materiellen Frömmigkeit rund um den Wallfahrtsort; sie sind vom eigentlichen historischen Gnadenbild, dem kleinen Gipsrelief von 1953, zu unterscheiden.

Andachtsbilder vor dem Santuario della Madonna delle Lacrime in Syrakus

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Hauptaltar der Oberkirche mit dem Gnadenbild in der Vitrine hinter dem Altar. Der monumentale Zentralraum ist auf dieses kleine häusliche Andachtsobjekt hin ausgerichtet.

Hauptaltar des Santuario della Madonna delle Lacrime mit dem Gnadenbild

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Das eigentliche Gnadenbild der Madonna delle Lacrime: ein kleines, emailliertes Gipsrelief des Unbefleckten Herzens Mariens auf opalinem Glas, etwa 23 cm breit und 28 cm hoch. Es war 1953 ein Hochzeitsgeschenk an Angelo Iannuso und Antonina Lucia Giusto.

Gnadenbild der Madonna delle Lacrime, kleines Gipsrelief des Unbefleckten Herzens Mariens

Bildquelle: SAGEN.at-Fotogalerie.

Ausführliche Beschreibung

Ein moderner Wallfahrtsort von internationaler Bedeutung

Das Santuario della Madonna delle Lacrime, das Heiligtum der "Madonna der Tränen", nimmt innerhalb der europäischen Wallfahrtslandschaft eine ungewöhnliche Stellung ein. Anders als bei vielen alten Marienwallfahrten lässt sich seine Entstehung nicht nur über Jahrhunderte zurückreichende Legenden, Mirakelbücher oder spät überlieferte Stiftungsberichte rekonstruieren. Der Ausgangspunkt liegt im Jahr 1953 und damit in einer Zeit, aus der Fotografien, Filmaufnahmen, ärztliche Protokolle, kirchliche Akten, Presseberichte, Erinnerungsgegenstände und zahlreiche Zeitzeugenberichte vorliegen. Der Wallfahrtsort erlaubt daher einen vergleichsweise dichten Blick darauf, wie aus einem privaten Andachtsbild innerhalb kürzester Zeit ein öffentliches Kultzentrum entstehen konnte.

Im Mittelpunkt steht ein Gegenstand, der seiner ursprünglichen Funktion nach denkbar bescheiden war: ein kleines, serienmäßig hergestelltes beziehungsweise nach einem verbreiteten Modell gegossenes Gipsrelief für das Schlafzimmer eines jungen Ehepaares. Gerade der Gegensatz zwischen diesem häuslichen Andachtsobjekt und dem später errichteten, über hundert Meter hohen Monumentalbau ist charakteristisch für Syrakus. Die heutige Wallfahrtsanlage wirkt in diesem Sinn wie ein riesiges architektonisches Gehäuse um einen Gegenstand aus der katholischen Alltagsfrömmigkeit der frühen 1950er Jahre.

Die Lacrimazione vom 29. August bis 1. September 1953

Angelo Iannuso und Antonina Lucia Giusto hatten am 21. März 1953 geheiratet und bezogen eine einfache Mietwohnung in der Via degli Orti di San Giorgio 11. Mit ihnen lebte auch die Familie eines Bruders von Angelo Iannuso in dem kleinen Haus. Über dem Ehebett hing ein Hochzeitsgeschenk der Schwägerin Grazia Iannuso: ein etwa 23 Zentimeter breites und 28 Zentimeter hohes, emailliertes Gipsrelief auf opalinem Glas, das Maria zeigt, wie sie auf ihr Unbeflecktes Herz weist. Das zugrunde liegende Modell stammte vom Bildhauer Amilcare Santini.

Antonina war mit ihrem ersten Kind schwanger und litt nach der Darstellung des Heiligtums unter einer schwierigen Schwangerschaft mit wiederkehrenden Sehstörungen. In der Nacht zum 29. August verlor sie zeitweise die Sehkraft; gegen 8.30 Uhr am Morgen konnte sie wieder sehen und bemerkte Flüssigkeit im Gesicht der kleinen Marienfigur. Von diesem Morgen bis zum 1. September wurde das Austreten von Flüssigkeit aus den Augen des Reliefs wiederholt beobachtet. Die offizielle Darstellung des Heiligtums spricht von mindestens 58 beobachteten Vorgängen. Die Nachricht verbreitete sich in Syrakus außerordentlich rasch, und das kleine Haus wurde zum Ziel eines ununterbrochenen Zustroms von Menschen.

Für die Geschichte moderner Wallfahrt ist bemerkenswert, wie früh das Geschehen medial dokumentiert wurde. Bereits am Sonntag, dem 30. August 1953, fertigte der Syrakuser Amateurfilmer Nicola Guarino Filmaufnahmen an. Nach Angaben des Heiligtums entstanden etwa dreihundert Einzelbilder der beobachteten Lacrimazione; weitere zeitgenössische Amateuraufnahmen befinden sich im kirchlichen Archiv. Damit gehört der Syrakuser Kult zu jenen seltenen Wallfahrtsphänomenen, deren Gründungsereignis selbst in bewegten Bildern überliefert ist.

Untersuchung der Flüssigkeit und kirchliche Beurteilung

Der Pfarrer Giuseppe Bruno veranlasste mit Zustimmung der Kurie eine Untersuchung durch eine medizinische Kommission unter dem Vorsitz des Arztes Michele Cassola. Am 1. September 1953 wurde in der Wohnung der Familie Iannuso ungefähr ein Kubikzentimeter Flüssigkeit entnommen. Die zeitgenössische Analyse verglich die Probe unter anderem mit destilliertem Wasser, Quellwasser, physiologischer Kochsalzlösung und menschlichem Tränensekret. Dabei wurden Bestandteile festgestellt, die auch im menschlichen Tränensekret vorkommen; die Kommission ordnete die Probe in diesem Sinn als den menschlichen Tränen entsprechend ein.

Quellenkritisch ist die Unterscheidung zwischen dem analytischen Befund und seiner religiösen Deutung wichtig. Der chemisch-mikroskopische Vergleich konnte Eigenschaften der entnommenen Flüssigkeit beschreiben. Er stellt für sich genommen keinen naturwissenschaftlichen Nachweis eines übernatürlichen Ursprungs dar. Die Frage, welche religiöse Bedeutung dem Geschehen zukommt, gehört einer anderen Ebene an und wurde von den kirchlichen Instanzen gesondert behandelt.

Am 12. Dezember 1953 befassten sich die in Bagheria bei Palermo versammelten Bischöfe Siziliens mit dem Bericht des Syrakuser Erzbischofs Ettore Baranzini und den vorgelegten Originaldokumenten und Zeugenaussagen. Sie gelangten einstimmig zu der Formulierung, die Realität der beobachteten Lacrimazione könne nicht in Zweifel gezogen werden, und verbanden diese Erklärung mit dem Wunsch, ein Heiligtum zur Erinnerung an das Geschehen zu errichten. Die Erklärung trug die Unterschrift des Palermitaner Erzbischofs Kardinal Ernesto Ruffini als maßgeblicher Repräsentant des sizilianischen Episkopats. Es wäre daher verkürzend, von einer bloßen Anerkennung "durch den Bischof von Palermo" zu sprechen.

Noch deutlicher wird die notwendige Differenzierung im Radiomessage Papst Pius’ XII. an den Marianischen Regionalkongress Siziliens vom 17. Oktober 1954. Pius XII. erklärte ausdrücklich, dass der Apostolische Stuhl bis zu diesem Zeitpunkt kein eigenes Urteil über die aus dem Bildnis berichteten Tränen abgegeben habe. Zugleich nahm er mit großer Anteilnahme von der einstimmigen Erklärung der sizilianischen Bischöfe Kenntnis und deutete die Tränen Mariens in der traditionellen christlichen Bildwelt als Zeichen von Mitgefühl, Trauer über Sünde und Aufruf zur Umkehr. Diese sorgfältige Abstufung zwischen lokalem beziehungsweise regionalem kirchlichem Urteil und einer eigenen Entscheidung des Heiligen Stuhls ist historisch wesentlich.

Vom Schlafzimmer zum Wallfahrtsort

Der Charakter des Geschehens veränderte sich innerhalb weniger Tage grundlegend. Ein Andachtsbild aus dem privaten Schlafzimmer war öffentlich geworden, die kleine Wohnung konnte den Zustrom der Besucher nicht aufnehmen, und der Kult verlagerte sich zeitweise in den Straßenraum. Der später geschaffene Reliquiar erinnert in Reliefdarstellungen unter anderem an die Aufstellung des Bildes in der Via degli Orti und an die Piazza Euripide als erstes provisorisches Heiligtum unter freiem Himmel.

Die ursprüngliche Wohnung wurde jedoch nicht bedeutungslos. Am 29. Juli 1954 wurde die Liegenschaft erworben; am 29. August desselben Jahres wurde sie als Kultort in Gebrauch genommen. Mit erzbischöflichem Dekret vom 8. Dezember 1954 wurde das Oratorium zur öffentlichen Kirche erhoben und erhielt den Titel eines Santuario. Später wurde die Anlage restauriert und 2008 den Gläubigen wieder zugänglich gemacht. Die Casa del Pianto bewahrt heute eine Rekonstruktion des ehemaligen Schlafzimmers und gehört weiterhin zum Pilgerweg.

Diese Fortdauer des häuslichen Ursprungsortes ist volkskundlich besonders aussagekräftig. Die Entstehung des monumentalen Neubaus hat den ersten Kultplatz nicht ausgelöscht. Vielmehr bildet die Wallfahrt bis heute eine räumliche Erzählung: vom kleinen Wohnraum, in dem das Ereignis verortet wird, zum großen öffentlichen Heiligtum. Am 29. eines Monats zieht eine Prozession von der Via degli Orti zum Santuario. Damit wird die historische Bewegung des Kultes vom Privatraum in die Öffentlichkeit regelmäßig rituell nachvollzogen.

Das Gnadenbild

Das als Quadretto miracoloso bezeichnete Kultbild ist kein Gemälde, sondern ein emailliertes Gipsrelief des Unbefleckten Herzens Mariens. Maria erscheint als Halbfigur und weist auf ihr Herz. Das Stück misst ungefähr 23 × 28 Zentimeter und war auf einer opalinen Glasplatte montiert. Ein ursprünglicher Gipsabguss des Modells von Amilcare Santini aus dem Jahr 1952 wird im Museum des Heiligtums aufbewahrt.

Im heutigen oberen Kirchenraum befindet sich das historische Bild in einer eigenen Vitrine hinter dem Altar. Die gesamte Größe der Architektur steht damit in einem auffälligen Verhältnis zur Kleinheit des Kultobjekts. Gerade diese Spannung ist für die Wallfahrt kennzeichnend: Nicht eine kostbare mittelalterliche Skulptur oder ein berühmtes Gemälde wurde zum Zentrum, sondern ein einfaches häusliches Andachtsbild, dessen Bedeutung erst durch das Ereignis und die darauf folgende kollektive Reaktion entstand.

Der Reliquiario delle Lacrime

Neben dem Gnadenbild besitzt Syrakus ein zweites materielles Kultzentrum: den Reliquiario delle Lacrime. Er wurde vom Syrakuser Künstler Biagio Poidimani, Professor an der Accademia di Belle Arti in Rom, geschaffen und befindet sich in einer Vitrine auf dem Hauptaltar der Krypta. In seinem unteren Bereich werden unter anderem ein Teil eines bestickten Tuches, mit dem Antonina Giusto das Bild bedeckt hatte, ein halbes Taschentuch, Watte und das Röhrchen mit der am 1. September entnommenen Flüssigkeit aufbewahrt. Im oberen Teil befindet sich die kleine Ampulle mit der nach der Untersuchung verbliebenen Flüssigkeit. Der Reliquiar wurde am 8. Mai 1954 versiegelt.

Vier kleine Figuren verweisen zugleich auf die ältere sakrale Topographie von Syrakus: Lucia als Stadtpatronin, Marcianus als nach der Tradition erster Bischof der Stadt sowie Petrus und Paulus. Reliefdarstellungen am Reliquiar erzählen die Stationen der jungen Wallfahrtsgeschichte – das Gnadenbild, die Lacrimazione im Schlafzimmer, die öffentliche Aufstellung in der Via degli Orti und den provisorischen Kultplatz auf der Piazza Euripide. Der Reliquiar ist damit nicht nur Behältnis einer verehrten Substanz, sondern selbst ein kompaktes Bildprogramm der Kultentstehung.

Bemerkenswert ist auch seine Mobilität. Der Reliquiar wird auf Anfrage zu Pfarren und Gemeinschaften gebracht. Damit kehrt sich das Grundprinzip der Wallfahrt teilweise um: Nicht ausschließlich die Pilger bewegen sich zum Gnadenort, sondern ein materieller Träger des Syrakuser Kultes wird in andere Gemeinden getragen und erzeugt dort zeitweilige lokale Zentren der Verehrung.

Planung und jahrzehntelange Baugeschichte

Der außerordentlich rasche Pilgerzustrom machte bereits 1954 die Planung eines großen Heiligtums notwendig. Das dafür bestimmte Gelände wurde in die städtebauliche Neuordnung von Syrakus einbezogen. Am 29. Juni 1955 wurde ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Nach der Dokumentation des italienischen Kulturministeriums wurden 91 Entwürfe aus 17 Nationen eingereicht. Die Jury entschied sich für den Beitrag der jungen französischen Architekten Michel Andrault und Pierre Parat. Das statische Tragwerk wurde von dem international bekannten italienischen Ingenieur Riccardo Morandi entwickelt.

Der Entwurf sah eine klare Trennung zwischen den eigentlichen Kultbereichen und den für den Pilgerbetrieb notwendigen Nebenfunktionen vor. Über einer großen Plattform wurden zwei wesentliche sakrale Ebenen übereinandergeschichtet: der untere Tempel beziehungsweise die Krypta und darüber der hohe Zentralraum der Oberkirche. Die zirkuläre Grundform sollte die große Pilgermenge nicht in lange Kirchenschiffe staffeln, sondern um das kultische Zentrum versammeln.

Obwohl der Entwurf bereits in den späten 1950er Jahren feststand, begannen die Bauarbeiten erst 1966. Die Krypta wurde am 28. August 1968 eröffnet. Danach kam es zu einem jahrzehntelangen Stillstand beziehungsweise zu stark verlangsamten Arbeiten. Erst 1988 wurde der Bau der Oberkirche energisch wieder aufgenommen. Am 6. November 1994 konnte Papst Johannes Paul II. den neuen oberen Tempel feierlich dedizieren; die bauliche Ausführung wird im staatlichen Architekturverzeichnis mit dem Zeitraum 1966 bis 1995 angegeben.

Architektur: Emporsteigen, Licht und umstrittene Monumentalität

Das Heiligtum erreicht eine Gesamthöhe von rund 103 Metern; vom Fußboden der Oberkirche bis zur Spitze werden etwa 94,30 Meter angegeben. Ohne die radial angeordneten Kapellen beträgt der Durchmesser ungefähr 71,40 Meter. Das italienische Kulturministerium nennt eine Gesamtkapazität von rund 11.000 Personen, davon etwa 4.000 Sitzplätze. Der moderne Sakralbau prägt damit die Stadtsilhouette weit über seine unmittelbare Umgebung hinaus.

Seine auffälligste Form wird durch eine Vielzahl hoch aufsteigender Stahlbetonrippen erzeugt. Zwischen ihnen liegen lange Lichtöffnungen, durch die Tageslicht von oben in den Zentralraum fällt. Die Entwurfserläuterung sprach von einer großflächigen, über den Tag verteilten Lichtwirkung, die trotz der enormen Dimension eine Atmosphäre von Geheimnis und Sammlung herstellen sollte. Die Architektur versucht somit, Massentauglichkeit und individuelle Andacht miteinander zu verbinden.

Die heutige Gestalt wird häufig als riesige Träne verstanden. Diese Deutung ist naheliegend und hat sich im populären Verständnis des Heiligtums festgesetzt, sollte aber nicht mit der ursprünglichen Architektenabsicht gleichgesetzt werden. Andrault und Parat beschrieben vor allem ein strukturelles Bild des Emporstrebens der Menschheit zu Gott. Später kamen weitere symbolische Lesarten hinzu: der Bau als Leuchtturm, durch den Maria auf Christus als sicheren Hafen verweist, als Zelt, in dem die Mutter ihre Kinder aufnimmt, oder eben als vom Himmel fallende Träne.

Die Höhe und die Fremdartigkeit des Baukörpers gegenüber dem historischen Stadtbild waren bereits während der Planung umstritten. Das staatliche Architekturverzeichnis weist darauf hin, dass die Höhe infolge dieser Kontroversen reduziert wurde. Gerade darin zeigt sich ein typischer Konflikt des modernen Wallfahrtsbaus: Das Gebäude sollte einerseits die Massendimension der neuen Pilgerbewegung sichtbar machen, andererseits musste es sich in eine Stadt einfügen, deren Identität von antiken, frühchristlichen, mittelalterlichen und barocken Monumenten geprägt ist.

Krypta, Archäologie und Museen

Die 1968 eröffnete Krypta ist kreisförmig, besitzt einen Außendurchmesser von etwa 80 Metern, einen Innendurchmesser von 38 Metern und eine Höhe von ungefähr neun Metern. Achtzehn Zugänge erschließen den Raum, der rund 2.000 Sitzplätze bietet. Das Gnadenbild befand sich während verschiedener Bauphasen zeitweise auf dem zentralen Altar der Krypta, bevor es seinen heutigen Platz in der Oberkirche erhielt.

Im Bereich der Krypta tritt zugleich die viel ältere Geschichte von Syrakus zutage. Links vom Hauptaltar ist ein spätantikes beziehungsweise byzantinisches Hypogäum erhalten; darunter liegen zwei nicht zugängliche griechisch-römische Räume, in deren Nähe ein kleiner Wasserlauf verläuft. Der moderne Wallfahrtsbau steht damit buchstäblich über älteren Schichten der Stadtgeschichte. Die archäologische Situation erweitert den Ort um eine Tiefendimension, die mit dem eigentlichen Marienkult von 1953 nichts zu tun hat, aber die besondere Überlagerung sakraler und historischer Räume in Syrakus sichtbar macht.

Für die Geschichte der Kultentstehung ist das Museo della Lacrimazione von besonderer Bedeutung. Dort werden Gegenstände aufbewahrt, die unmittelbar mit den Ereignissen von 1953 und ihrer kirchlichen Bearbeitung verbunden sind: unter anderem eine Pipette und ein Objektträger der damaligen Untersuchung, Watte, die mit der Flüssigkeit in Berührung gekommen sein soll, die Holzkreuzstange der ersten Wallfahrt, der Schreibtisch, auf dem offizielle Dokumente unterzeichnet wurden, sowie die silberne Kelle, die Kardinal Ernesto Ruffini bei der Grundsteinlegung der Krypta verwendete. Zusätzlich werden Geschenke, kirchliche Erinnerungsstücke und ein eigener Memorialbereich für Johannes Paul II. gezeigt.

Diese Musealisierung ist volkskundlich bemerkenswert. Ein junger Wallfahrtskult hat seine eigene Entstehungsgeschichte nahezu gleichzeitig mit deren Verlauf gesammelt und gegenständlich fixiert. Die Objekte des Museums bilden gewissermaßen ein materielles Archiv des Kultes: Hausfrömmigkeit, Beobachtung, wissenschaftliche Untersuchung, kirchliche Anerkennung, erste Pilgerbewegung und Bau des Heiligtums sind durch konkrete Dinge repräsentiert.

Oberkirche, Altar und Kapellen

Die Oberkirche besteht im Wesentlichen aus einem einzigen großen Zentralraum. Der Altar wurde vom Bildhauer Giancarlo Marchese geschaffen. Seine bronzene Basis ist mit Bildmotiven aus der Offenbarung des Johannes gestaltet; die große Mensa besteht aus Stein von Modica. Das Werk trägt den Titel Nuovi cieli e nuova terra – "Neue Himmel und neue Erde". Über dem Altar hängt ein Kruzifix eines unbekannten Künstlers des 18. Jahrhunderts. Hinter dem Altar erhebt sich die Wand mit der Vitrine des Gnadenbildes.

Die offizielle Beschreibung des Heiligtums nennt 16 Kapellen in der Oberkirche. Zu ihnen gehören unter anderem die Sakramentskapelle, eine Kapelle zum Turiner Grabtuch, eine Josephskapelle und die Kapelle des heiligen Pio von Pietrelcina. Die Vielzahl der Nebenaltäre und Andachtsbilder zeigt, dass die Madonna delle Lacrime zwar das eindeutige Kultzentrum bildet, der Wallfahrtsort aber zugleich zahlreiche weitere katholische Frömmigkeitsformen aufnimmt. Darstellungen von Lucia, Padre Pio und Johannes Paul II. im Heiligtum machen diese religiöse Verdichtung anschaulich.

Die monumentale Bronzetür am Haupteingang stammt von Giacomo Albano und nimmt das biblische Bild von Christus als Tür und Zugang zum Heil auf. An der Spitze des Heiligtums befindet sich eine etwa drei Meter hohe und rund 600 Kilogramm schwere vergoldete Bronzefigur Mariens nach einem Entwurf von Francesco Caldarella. Sie überträgt die im kleinen Gnadenbild nur als Halbfigur dargestellte Madonna in eine monumentale Ganzfigur und richtet ihre geöffneten Arme zum Haupteingang.

Johannes Paul II. und die Dedikation von 1994

Johannes Paul II. war mit dem Ort schon vor seinem Pontifikat verbunden. Als Karol Wojtyła, damals Erzbischof von Krakau, hatte er am 2. November 1964 das ursprüngliche Oratorium in der Via degli Orti besucht. Drei Jahrzehnte später kehrte er als Papst nach Syrakus zurück und nahm am 6. November 1994 die feierliche Dedikation des vollendeten Heiligtums vor.

In seiner Predigt stellte Johannes Paul II. die Tränen Mariens nicht als sensationelles Einzelphänomen in den Vordergrund. Er verband sie mit dem biblischen Bild der Mutter unter dem Kreuz und mit dem Leid von Menschen, Familien und Gesellschaft. Dadurch erhielt der Kult eine theologische Deutung, die für die heutige Wallfahrt prägend geblieben ist: Die "Tränen" stehen als Zeichen des Mitgefühls, des Gebets, der Umkehr und der Zuwendung zu Menschen in Not.

Am 15. Juni 2002 erhob Johannes Paul II. das Heiligtum zur Basilica minor. Im Jahr 2019 beschlossen die Bischöfe Siziliens, die Basilica Madonna delle Lacrime zum Regionalheiligtum Siziliens zu erheben; der formelle Akt wurde am 29. August 2019 in Syrakus vollzogen. Damit erhielt die bereits seit Jahrzehnten bestehende überdiözesane Bedeutung auch eine entsprechende kirchenrechtliche und pastorale Bezeichnung.

Wallfahrt und Pilgerpraxis heute

Die Wallfahrt nach Syrakus ist lebendig. Den wichtigsten Jahreszyklus bilden die Tage vom 29. August bis 1. September, die den vier Tagen der Lacrimazione von 1953 entsprechen. In diesen Tagen finden feierliche Gottesdienste, Gebetszeiten und Pilgerveranstaltungen statt. Darüber hinaus erinnert die monatliche Praxis an den Ursprung des Kultes: Am 28. eines Monats wird marianisch gebetet, am 29. zieht eine Prozession von der Via degli Orti zum großen Heiligtum. Die historische Wegstrecke zwischen Casa del Pianto und Basilica bleibt damit Teil der religiösen Praxis.

Das Heiligtum beschreibt für organisierte Pilger einen mehrteiligen Weg. Dazu gehören die Vorführung eines kurzen historischen Films mit Aufnahmen von 1953, der Besuch der Casa del Pianto, die Krypta mit dem Reliquiario delle Lacrime, die stille Andacht in der Oberkirche und der Gang unter beziehungsweise unmittelbar am Gnadenbild vorbei. Beichte, Eucharistie, Rosenkranz und der Besuch der Museen ergänzen diesen Pilgerweg. Der Ablauf verbindet damit historische Information, körperliche Bewegung im Raum, Berührung beziehungsweise räumliche Annäherung an Kultobjekte und liturgische Praxis.

Gerade der Gang zum kleinen Bild zeigt eine klassische Struktur katholischer Wallfahrt in moderner Form. Die Pilger kommen nicht ausschließlich wegen des spektakulären Kirchengebäudes, sondern bewegen sich auf einen konkreten, materiell fassbaren Mittelpunkt zu. Das Monumentale dient letztlich der Inszenierung der Nähe zu einem äußerst kleinen Objekt.

Ex-votos und materielle Volksfrömmigkeit

Ein eigener Bereich der Krypta ist dem Ex-voto-Wesen gewidmet. Ausgestellt wird nur ein Teil der im Laufe der Jahrzehnte dargebrachten Dank- und Erinnerungsstücke. Dazu gehören Krücken und andere orthopädische Hilfsmittel, Prothesen, Brautkleider, Stickereien, Bilder, Statuen, Zeichnungen und unterschiedlichste persönliche Gegenstände. Manche Stücke beziehen sich auf Krankheit und erhoffte Genesung, andere auf familiäre Ereignisse, bestandene Gefahren oder allgemein auf eine als erfahren verstandene Hilfe.

Für die Volkskunde sind diese Dinge weniger als medizinische Belege interessant denn als materielle Formen des Versprechens, Dankes und Erinnerns. Ein Ex-voto übersetzt eine persönliche Erfahrung in einen Gegenstand und macht sie öffentlich sichtbar. Dadurch entsteht im Heiligtum ein kollektives Gedächtnis aus individuellen Lebensgeschichten. Die moderne Basilika steht in dieser Hinsicht ganz in einer viel älteren europäischen Wallfahrtstradition, obwohl ihr Gnadenkult erst im 20. Jahrhundert entstanden ist.

Dass sich unter den Votivgaben auch Brautkleider und Handarbeiten finden, zeigt zugleich, wie breit das Spektrum der Anliegen ist. Der Kult ist nicht ausschließlich mit Krankheit und Heilung verbunden, sondern umfasst Ehe, Familie, Geburt, persönliche Krisen und Dankbarkeit. Die Votivgegenstände bilden damit eine Gegenwelt zur abstrakten Monumentalität des Betonbaues: Sie bringen Körper, Biographie, Alltag und private Erinnerung in das Heiligtum zurück.

Volkskundliche Einordnung: die Entstehung eines modernen Gnadenortes

Syrakus ist ein außergewöhnlich anschauliches Beispiel dafür, dass die Grundmechanismen von Wallfahrt nicht an das Mittelalter oder die Barockzeit gebunden sind. Viele Elemente, die von alten Gnadenorten bekannt sind, entstanden hier innerhalb weniger Jahre: ein als außergewöhnlich erfahrenes Ereignis an einem Bild, rasche öffentliche Verbreitung, Menschenansammlungen, Berichte von Gebetserhörungen und Heilungen, kirchliche Prüfung, wissenschaftliche Untersuchung, Sammlung von Erinnerungsstücken, Ex-voto-Praxis, Prozessionen, Reliquiarbildung, Devotionalien, organisierte Pilgerwege und schließlich die Errichtung eines monumentalen Sakralbaues.

Zugleich trägt diese Wallfahrt unverkennbar die Zeichen des 20. Jahrhunderts. Film und Fotografie begleiten das Gründungsereignis; medizinische Laboranalyse wird Teil der Kultgeschichte; die Presse beschleunigt die Verbreitung; ein internationaler Architekturwettbewerb übersetzt den neuen Gnadenort in die Formensprache des Stahlbetonzeitalters; Museen archivieren schon früh die Gegenstände der Entstehungsphase. Traditionelle Volksfrömmigkeit und moderne Medien- und Wissenskultur stehen nicht nebeneinander, sondern greifen unmittelbar ineinander.

Besonders eindrucksvoll bleibt der Maßstabswechsel. Am Anfang steht eine wenige Quadratmeter große Mietwohnung und ein etwa handgroßes Hochzeitsgeschenk. Am Ende steht einer der größten modernen Sakralbauten Siziliens. Trotzdem hat die Wallfahrt ihren Ausgangspunkt nicht vergessen: Die Casa del Pianto bleibt erhalten, der Weg von dort zur Basilica wird bis heute begangen, und im Zentrum des riesigen Baues steht weiterhin das kleine Relief. Diese räumliche und materielle Kontinuität macht das Santuario della Madonna delle Lacrime zu einem besonders wichtigen Dokument moderner europäischer Wallfahrtskultur.

Literatur und Quellen

- Santuario Madonna delle Lacrime di Siracusa: 29 Agosto 1953. Offizielle Darstellung der Lacrimazione, der Untersuchung und der Erklärung der sizilianischen Bischöfe.

- Santuario Madonna delle Lacrime di Siracusa: La Casa del Pianto. Geschichte des Ursprungsortes in der Via degli Orti di San Giorgio 11.

- Arcidiocesi di Siracusa: La Basilica "Madonna delle Lacrime" diventa Santuario Regionale, 15. August 2019. Angaben zur kanonischen Errichtung 1954, zur Dedikation 1994, zur Erhebung zur Basilica minor 2002 und zum Regionalheiligtum 2019.

- Ministero della Cultura, Censimento delle architetture italiane dal 1945 ad oggi: Santuario della Madonna delle Lacrime, Scheda Opera SR002. Architekturwettbewerb, Baugeschichte, Maße, Architekten Michel Andrault und Pierre Parat sowie Tragwerksplanung Riccardo Morandi.

- Pius XII.: Radiomessaggio al Congresso Mariano Regionale della Sicilia, 17. Oktober 1954.

- Johannes Paul II.: Predigt bei der Dedikation des Santuario della Madonna delle Lacrime, Syrakus, 6. November 1994.

- Agnello, Giuseppe: Il concorso per il Tempio della Madonnina delle Lacrime. In: Arte cristiana, 1957, Nr. 5, S. 79-86.

- Tagliaventi, Ivo: A Siracusa ha vinto l'altezza. In: Ingegneri, architetti, costruttori. Mensile di tecnica e informazione, Jg. XII, 1957, Nr. 5, S. 148-155.

- Fallani, Giovanni: Una lezione dell’architettura d’oggi. In: Fede e arte, Jg. V, 1957, Nr. 7-9, Themenheft "Il Concorso internazionale per il santuario della Madonna delle lacrime in Siracusa", S. 238-355.

Ergänzungen: Wolfgang Morscher

© www.SAGEN.at